{"id":88310,"date":"2021-05-20T06:57:21","date_gmt":"2021-05-20T04:57:21","guid":{"rendered":"http:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1171018%2Fganzheitlich-nachhaltige-alternative-fuer-kunststoffe-und-biokunststoffe.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2021-06-18T19:28:17","modified_gmt":"2021-06-18T17:28:17","slug":"erfolgreiche-seed-finanzierungsrunde-fuer-das-circular-bioeconomy-startup-traceless-materials","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erfolgreiche-seed-finanzierungsrunde-fuer-das-circular-bioeconomy-startup-traceless-materials\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche Seed-Finanzierungsrunde f\u00fcr das Circular Bioeconomy Startup traceless materials"},"content":{"rendered":"<p><strong>F\u00fcr das weibliche Gr\u00fcndungsteam ist die Finanzierung der Grundstein, um ihr innovatives, neues Material zur L\u00f6sung der globalen Plastikverschmutzung auf den Markt zu bringen.<\/strong><\/p>\n<p>Das Hamburger Startup traceless materials hat ein ganzheitlich nachhaltiges Material als Alternative f\u00fcr Kunststoffe und Biokunststoffe entwickelt. Das innovative Material ist vollst\u00e4ndig kompostierbar \u2013 sogar, wenn es ungewollt in der Natur landet \u2013 und leistet damit einen Beitrag zur L\u00f6sung der globalen Plastikverschmutzung. Die beiden Gr\u00fcnderinnen Dr. Anne Lamp und Johanna Baare konnte in ihrer ersten Finanzierungsrunde gleich drei Investorinnen und Investoren von sich \u00fcberzeugen: Planet A, den High-Tech Gr\u00fcnderfonds (HTGF) sowie die b.value AG. Damit sichert sich traceless materials nur sieben Monate nach der Gr\u00fcndung ein einstelliges Millionen-Investment.<\/p>\n<p>85% aller produzierten Kunststoffe weltweit befinden sich noch immer auf M\u00fclldeponien oder schwimmen in unseren Ozeanen. Die Folge sind erhebliche Umwelt- und Meeresverschmutzungen, mit ungeahnten Folgen f\u00fcr Menschen, Tiere und unseren Planeten. Ein erkl\u00e4rtes Ziel der EU in ihrer Plastics Strategy ist es, unter anderem daf\u00fcr zu sorgen, dass bis 2030 alle Kunststoffverpackungen recycelbar oder wiederverwendbar sein m\u00fcssen. F\u00fcr Produkte, die leicht in der Umwelt landen k\u00f6nnen, braucht es jedoch noch etwas mehr: Materialien, die in der Natur in k\u00fcrzester Zeit und vor allem vollst\u00e4ndig abbaubar sind. Genau damit besch\u00e4ftigt sich traceless materials. Die eigens entwickelte, innovative Technologie, erm\u00f6glicht es erstmals aus Nebenprodukten der Agrarindustrie lagerstabile Folien, feste Materialien sowie hauchd\u00fcnne Beschichtungen herzustellen, die die vorteilhaften Eigenschaften von Kunststoffen bieten und dennoch in der Natur vollst\u00e4ndig kompostierbar sind.<\/p>\n<p>Die traceless Materialien bestehen zwar aus biobasierten Rohstoffen, stehen jedoch nicht mit der Nahrungsmittelproduktion im Konflikt und tragen auch nicht zur Ver\u00e4nderung der Landnutzung bei. Im Gegensatz zu konventionellen (Bio-)Kunststoffen ben\u00f6tigen sie keine sch\u00e4dlichen Zusatzstoffe, L\u00f6sungsmittel oder Chemikalien und haben bis zu 87% niedrigere CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Da sie weder chemisch modifiziert noch synthetisch polymerisiert werden, fallen traceless materials voraussichtlich nicht unter die EU-Kunststoffrichtlinie. Qualitativ sind die Materialien bereits heute wettbewerbsf\u00e4hig zu konventionellen Kunst- und Biokunststoffen. Im industriellen Produktionsma\u00dfstab hergestellt werden sie auch preislich mit konventionellen Kunststoffen die Konkurrenz aufnehmen k\u00f6nnen. Das macht traceless zu einer L\u00f6sung f\u00fcr Menschen auf der ganzen Welt, in allen Bev\u00f6lkerungsschichten und Einkommensstufen.<\/p>\n<p>Das Investment werden die Gr\u00fcnderinnen verwenden, um das Kernteam auf- und auszubauen sowie den Bau einer Pilotanlage voranzutreiben. Damit wird die Produktion vom Laborma\u00dfstab hochskaliert, um ausreichend Material herzustellen und Anfang 2022 erste Pilotprodukte auf den Markt bringen zu k\u00f6nnen. Unternehmen aus der Konsumg\u00fcterindustrie sowie Verpackungs- und Kunststoffverarbeitungs- unternehmen zeigen bereits gro\u00dfes Interesse an den neuartigen Materialien. Der Druck der Gesetzgeber, die steigende Nachfrage von Kundenseite sowie die Dringlichkeit, die negative Auswirkungen von Plastik auf die Umwelt zu stoppen, schaffen eine einzigartige Situation f\u00fcr traceless, den Kunststoffmarkt nachhaltig zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>&#8220;Basierend auf dem wissenschaftlichen Impact Assessment von Planet A sind wir zuversichtlich, dass die einzigartige L\u00f6sung von traceless das Potenzial hat, einen signifikanten Beitrag zur L\u00f6sung der globalen Plastikverschmutzung zu leisten und den Plastikmarkt nachhaltig zu ver\u00e4ndern.&#8221; &#8211; Tobias Seikel, Mitgr\u00fcnder und Partner bei Planet A<\/p>\n<p>Dr. Anne Lamp, Erfinderin der traceless-Technologie, und Johanna Baare haben traceless im September 2020 gemeinsam gegr\u00fcndet<\/p>\n<p>&#8220;Wir sind besonders stolz auf die Unterst\u00fctzung von erfahrenen Venture-Capital-Investoren, die unsere Deep Tech-L\u00f6sung verstehen, unsere Mission teilen und mit uns gemeinsam unseren positiven Einfluss maximieren wollen. Wir sind uns sicher, dass uns ihre vielf\u00e4ltige Erfahrung auf unserem Weg helfen wird und wir gemeinsam unsere Technologie schnell und sicher auf industrielles Produktionsniveau skalieren k\u00f6nnen. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden planen wir Anfang 2022 erste Produkte aus traceless Materialien auf den Markt zu bringen.&#8221; &#8211; Dr. Anne Lamp &amp; Johanna Baare, Gr\u00fcnderinnen von traceless<\/p>\n<p>&#8220;Wir haben diverse Unternehmen, die nachhaltige Kunststoffalternativen entwickeln, evaluiert, aber keines von ihnen hat sich durch eine so herausragende Kombination aus einem starken Managementteam, einer \u00fcberlegenen Technologie mit ausgepr\u00e4gten Wettbewerbsvorteilen, \u00fcberragenden Materialeigenschaften und einer ganzheitlichen Nachhaltigkeit ausgezeichnet wie traceless. Wir freuen uns daher, das Team von traceless mit unserer technischen und operativen Expertise zu unterst\u00fctzen, um die Entwicklung des Unternehmens und seiner Produkte voranzutreiben.&#8221; &#8211; Cornelia B\u00e4hr, Investmentmanagerin bei b.value<\/p>\n<p>Die engen Kontakte zwischen b.value und der deutschen Biotech-Industrie \u00f6ffnen dem Team neue T\u00fcren. So geh\u00f6ren zu ihrem Netzwerk und ihren Portfoliounternehmen einige der innovativsten deutschen Deep-Tech-Startups sowie erfahrene Bio\u00f6konomie-Experten. Dar\u00fcber hinaus vereint der High-Tech Gr\u00fcnderfonds (HTGF) mehrere Unternehmen der Grundstoff- und Spezialchemie, die sich mit Polymeren und thermoplastischen Verbundwerkstoffen besch\u00e4ftigen, die in seine Fonds investiert haben. Neben Branchenkontakten und -expertise ist das Konsortium in der Lage, in sp\u00e4teren Runden substanzielle Folgeinvestitionen zu leisten.<\/p>\n<p>&#8220;Im Bereich der nachhaltigen Kunststoffalternativen sehen wir ein gro\u00dfes Interesse von der kunststoffverarbeitenden Industrie sowie von Unternehmen aus dem Konsumg\u00fcterbereich. Aus unserer Sicht hat traceless das Potenzial, Technologie- und Marktf\u00fchrer bei neuen Materialien zum Beispiel f\u00fcr Verpackungen zu werden.&#8221; &#8211; Johannes Weber, Investment Manager beim HTGF.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr das weibliche Gr\u00fcndungsteam ist die Finanzierung der Grundstein, um ihr innovatives, neues Material zur L\u00f6sung der globalen Plastikverschmutzung auf den Markt zu bringen. Das Hamburger Startup traceless materials hat ein ganzheitlich nachhaltiges Material als Alternative f\u00fcr Kunststoffe und Biokunststoffe entwickelt. 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