{"id":88270,"date":"2021-05-18T07:26:03","date_gmt":"2021-05-18T05:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=88270"},"modified":"2021-09-09T21:05:38","modified_gmt":"2021-09-09T19:05:38","slug":"luftfahrtbranche-200-000-tonnen-nachhaltiges-kerosin-bis-2030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/luftfahrtbranche-200-000-tonnen-nachhaltiges-kerosin-bis-2030\/","title":{"rendered":"Luftfahrtbranche: 200.000 Tonnen nachhaltiges Kerosin bis 2030"},"content":{"rendered":"<p>Bis 2030 will die Luftfahrtbranche mindestens 200.000 Tonnen nachhaltig erzeugtes Kerosin beimischen. Darauf haben sich mehrere Ministerien sowie Verb\u00e4nde der Luftfahrt, der Industrie sowie der Mineral\u00f6lwirtschaft verst\u00e4ndigt. Ein Programm daf\u00fcr legten sie am Freitag in Berlin vor. Die vereinbarte Menge entspricht demnach rund 2 Prozent des Verbrauchs aller von Deutschland aus startenden Flugzeuge im Jahr 2019 sowohl ins Inland als auch ins Ausland.<\/p>\n<p>Laut Bundes-Klimaschutzgesetz soll 2026 zun\u00e4chst dem Kerosin ein Anteil von 0,2 Prozent synthetischer Kraftstoff beigemischt werden. In dem nun beschlossenen Fahrplan bis 2030 konzentrieren sich die Beteiligten auf synthetische Treibstoffe, gewonnen mit dem Verfahren Power to Liquid (PtL). Vereinfacht beschrieben werden dabei elektrolytisch gewonnenem Wasserstoff und dem Zusatz von CO2, das aus der Umgebungsluft geholt werden soll, fl\u00fcssige Kraftstoffe erzeugt. Die Technik gilt als teuer. Reine Batteriel\u00f6sungen sind f\u00fcr den weltweiten Luftverkehr aber technisch kaum denkbar.<\/p>\n<p>&#8220;Wir haben bislang vor allem Testanlagen in kleinem Ma\u00dfstab&#8221;, sagte Matthias von Randow Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). &#8220;Nun m\u00fcssen wir schauen, was es bedeutet, wenn solche Anlagen in einer industriellen Gr\u00f6\u00dfenordnung gebaut werden.&#8221;<\/p>\n<p>Herausforderung Nachhaltigkeit<br \/>\nEine weitere Herausforderung bleibt die Nachhaltigkeit. Denn klimaneutral k\u00f6nnen PtL-Kraftstoffe nur sein, wenn auch der daf\u00fcr in gro\u00dfen Mengen ben\u00f6tigte Strom gr\u00fcn ist. &#8220;Nur mit der Nutzung von Strom aus zus\u00e4tzlichen erneuerbaren Energiequellen kann der Aussto\u00df klimasch\u00e4dlicher Emissionen bei der Produktion selbst vermieden werden&#8221;, hei\u00dft es in dem Papier. Daf\u00fcr m\u00fcsste auch gr\u00fcner Strom aus dem Ausland importiert werden, denn Deutschland k\u00f6nne den Bedarf alleine nicht decken.<\/p>\n<p>Um einen Markt f\u00fcr PtL-Treibstoffe \u2013 auch E-Fuels genannt \u2013 zu schaffen, seien zudem F\u00f6rderungen des Bundes notwendig, betonte von Randow. Entweder stelle der Bund F\u00f6rdermittel bereit f\u00fcr das Inverkehrbringen eines solchen Kraftstoffes oder die Luftfahrtunternehmen kauften den Kraftstoff zu Marktpreisen und k\u00f6nnten diese Mehrkosten etwa mit der Luftverkehrssteuer verrechnen. Bei einer Beimischungsquote von 2 Prozent geht es laut der Tageszeitung Die Welt um Mehrkosten von zun\u00e4chst rund 500 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Auf der Nationalen Luftfahrtkonferenz 2019 in Leipzig hatten Branche, Gewerkschaften und Politik vereinbart die n\u00f6tige Technik f\u00fcr elektrisches und hybrid-elektrisches Fliegen f\u00fcr die n\u00e4chste Generation von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n<p>Um das Ziel des CO2-neutralen Fliegens zu erreichen, seien alternative nachhaltige Kraftstoffe erforderlich \u2013 insbesondere PtL. In der Luftfahrtbranche sind in Deutschland 850.000 Menschen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 2030 will die Luftfahrtbranche mindestens 200.000 Tonnen nachhaltig erzeugtes Kerosin beimischen. Darauf haben sich mehrere Ministerien sowie Verb\u00e4nde der Luftfahrt, der Industrie sowie der Mineral\u00f6lwirtschaft verst\u00e4ndigt. 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