{"id":8822,"date":"2006-03-13T00:00:00","date_gmt":"2006-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060313-04n"},"modified":"2006-03-13T00:00:00","modified_gmt":"2006-03-12T22:00:00","slug":"darmstadt-setzt-bei-123-eigenen-fahrzeugen-auf-bio-plantanol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/darmstadt-setzt-bei-123-eigenen-fahrzeugen-auf-bio-plantanol\/","title":{"rendered":"Darmstadt setzt bei 123 eigenen Fahrzeugen auf Bio-Plantanol"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Wissenschaftsstadt Darmstadt geht beim Kampf \u2013 bundesweit einmalig \u2013 gegen den Feinstaub neue Wege: So hat der Magistrat heute einem neuen Ansatz zugestimmt: Der st\u00e4dtische Eigenbetrieb EAD 123 Fahrzeuge aus dem eigenen Fuhrpark auf den neuen, umweltfreundlichen biogenen Schmierstoff &#8220;Plantanol&#8221; umr\u00fcsten. <\/p>\n<p>&#8220;Es gibt keinen gro\u00dfen Wurf gegen Feinstaub&#8221;, so Darmstadts Umweltdezernent Klaus Feuchtinger. Aber: &#8220;Viele Mosaiksteine f\u00fcgen sich zu einem ansehnlichen Ergebnis, vor allem das Plantanol hilft uns hier.&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Insgesamt investiert die Stadt 46.200 Euro, um eine vielf\u00e4ltige, bewusst auf verschiedene Ma\u00dfnahmen gegen Feinstaub setzende Umweltstrategie f\u00fcr saubere Luft in die Tat umzusetzen, erl\u00e4utert Umweltdezernent Feuchtinger den Magistratsbeschluss. Weitere etwa 50.000 Euro steuert der st\u00e4dtische Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, der EAD, bei. &#8220;Die Stadt geht hier als Vorbild voran&#8221;, erkl\u00e4rte Feuchtinger, der erneut an die Verantwortung von Land, Bund und nicht zuletzt der Autoindustrie appellierte. <\/p>\n<p>Insgesamt setzt der EAD auf Initiative Feuchtingers bei seinen 226 Dieselfahrzeugen im eigenen Fuhrpark auf eine mehrgleisige L\u00f6sung: &#8220;Man muss je nach Fahrzeugtyp unterscheiden, welcher Treibstoff geeignet und ob Ru\u00dffilter in Frage kommen&#8221;, so der Tenor beim EAD. <\/p>\n<p>&#8220;Ru\u00dffilter sind kein Allheilmittel&#8221;, betonte EAD-Betriebsleiterin Sabine Kleindiek. Beim EAD f\u00fcnfzehn Fahrzeuge mit Ru\u00dffiltern betrieben, 35 mit Biodiesel und drei mit Erdgas. Drei weitere Autos fahren auf elektrischer Basis. Grund: &#8220;Der st\u00e4dtische Fuhrpark ist sehr vielf\u00e4ltig, er reicht vom einfachen Pkw bis zur Schwerlastmaschine&#8221;, so Kleindiek weiter. Man k\u00f6nne daher nicht alle Fahrzeuge \u00fcber einen Kamm scheren. Man setze bewusst auf eine breite Palette zielgenauer Ma\u00dfnahmen. <\/p>\n<p>Vorteil des biogenen, umweltfreundlichen Plantanols: Die 123 in Betracht kommenden Fahrzeuge k\u00f6nnen ohne teure Umr\u00fcstung sofort damit fahren. &#8220;Die Verringerung der Schadstoffe liegt beim biogenen Schmierstoff bei 20 bis 70 Prozent.&#8221; Sch\u00f6ner Nebeneffekt: Das neue Mittel Plantanol sei obendrein deutlich billiger als die teuren Spritpreise derzeit an den Tankstellen und spart der Stadt erheblich Geld, so Felix Kusicka, zust\u00e4ndiger EAD-Mitarbeiter f\u00fcr den Bereich Technik. <\/p>\n<p>&#8220;Da der EAD jedes st\u00e4dtische Fahrzeug in seinem Fuhrpark verwaltet, kommen wir hier auf Seiten der Kommune einen gro\u00dfen Schritt in die richtige Richtung voran&#8221;, so Stadtrat Feuchtinger. <\/p>\n<p>Erm\u00f6glicht wurde diese neue Strategie im Kampf gegen Feinstaub durch die enge Kooperation von Umweltdezernat, EAD und dem Fachgebiet Verbrennungskraftmaschinen der Technischen Universit\u00e4t Darmstadt. Man habe bereits lange bevor die Feinstaub-Diskussion bundesweit und in Darmstadt in den Medien losbrach, auf diese Zusammenarbeit mit der TU gesetzt, erkl\u00e4rte Feuchtinger, &#8220;wir sind da schon seit Dezember 2004 dran.&#8221; Stadt und EAD profitierten dabei von einer umfassenden Diplomarbeit zum Thema. Ergebnis der am Lehrstuhl von TU-Professor G. Hohenberg entstandenen Studie: Der Einsatz von biogenem Kraftstoff auf Pflanzen\u00f6lbasis (Plantanol) tr\u00e4gt zu einer sp\u00fcrbaren Partikelverringerung bei. <\/p>\n<p>Zwar erh\u00f6he sich beim Plantanol im Gegenzug der Stickoxidaussto\u00df, doch insgesamt erweist sich die biogene Strategie als ein wichtiger Mosaikstein im Kampf gegen Feinstaub, sagte Stadtrat Feuchtinger. <\/p>\n<p>Den Einsatz von zwei Arten des biogenen Schmier- und Treibstoffs testet der EAD derzeit bei mehreren Fahrzeugen. Im seit vier Monaten laufenden, gro\u00dfen Bio-Treibstoff-Test sind hinsichtlich des Betriebs keine St\u00f6rungen aufgetreten. Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen des EAD bietet der Einsatz von Kraftstoffen auf Pflanzen\u00f6lbasis f\u00fcr den vorhandenen Fuhrpark eine \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvolle Alternative, um Schadstoffe im st\u00e4dtischen Fuhrpark zu verringern. <\/p>\n<p>Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird dar\u00fcber hinaus bei Neuanschaffungen von Dieselfahrzeugen im PKW-, Transporter- und Nutzfahrzeugbereich nur noch Fahrzeuge nach dem neusten Stand der Technik (Euro IV, Euro V Abgasvorschriften) beschaffen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. <\/p>\n<p>&#8220;Wenn es um eine m\u00f6gliche Nachr\u00fcstung von Ru\u00dffiltern geht, dann verfolgt der EAD als fahrzeugbeschaffende Stelle f\u00fcr die Wissenschaftsstadt Darmstadt die technische Entwicklung sehr genau. <\/p>\n<p>Das Land Hessen, der Bund und die Autoindustrie k\u00f6nnen und d\u00fcrfen sich aber nicht auf Kosten der St\u00e4dte und Gemeinden aus ihrer Verantwortung stehlen&#8221;, so Feuchtinger mit Blick auf die allgemeine Feinstaubdiskussion&#8221;, sagte Stadtrat Feuchtinger.<\/p>\n<p><b>Plantanol-Bezugsquelle:<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.handelshaus-runkel.de\/\" >Handelshaus Runkel<\/a><br \/>Umweltfreundliche Fahrzeugtechnik<br \/>Inh.: J\u00fcrgen Runkel<br \/>Taunusstra\u00dfe 39<br \/>D-64331 Weiterstadt-Gr\u00e4fenhausen bei Frankfurt\/Main<br \/>Tel.: +49 (0) 6150 &#8211; 5919300<br \/>Fax: +49 (0) 6150 &#8211; 5919301<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:biotech@handelshaus-runkel.de\">biotech@handelshaus-runkel.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biodiesel-einmal-anders-plantanol-das-ist-ein-superzeug\/\" >2005-08-19<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Wissenschaftsstadt Darmstadt geht beim Kampf &ndash; bundesweit einmalig &ndash; gegen den Feinstaub neue Wege: So hat der Magistrat heute einem neuen Ansatz zugestimmt: Der<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8822\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8822"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}