{"id":88176,"date":"2021-05-14T07:41:09","date_gmt":"2021-05-14T05:41:09","guid":{"rendered":"https:\/\/news.bio-based.eu\/?p=88176"},"modified":"2021-06-18T19:30:26","modified_gmt":"2021-06-18T17:30:26","slug":"kirschkerngranulat-algenmehl-erbsenfasern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kirschkerngranulat-algenmehl-erbsenfasern\/","title":{"rendered":"Kirschkerngranulat, Algenmehl und Erbsenfasern"},"content":{"rendered":"<p>Die Verwertung von Reststoffen zur Ressourcenschonung ist in aller Munde. Ziel ist die Etablierung eines komplexen Systems geschlossener Materialkreisl\u00e4ufe in einer Circular Economy. Alle Stoffe, die in der einen Produktion als Reststoff anfallen, k\u00f6nnen in einer anderen weiterverwertet werden. Im biologischen Kreislauf sollte alles biologisch abbaubar sein, sodass die Wertstoffe vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nOlivenkerne, Fruchttrester, Haferschalen und Pflanzenkohle<\/p>\n<p>Um zu diesem Ideal zu kommen, m\u00fcssen wir in unserem heutigen System noch unz\u00e4hlige kleine und gro\u00dfe Schritte gehen. Vor allem in der Produktentwicklung kann darauf geachtet werden, nat\u00fcrliche Stoffe oder vielleicht sogar nat\u00fcrliche Reststoffe zu verwenden. Leider finden die Designer diese Stoffe nicht einfach so in einem Produktkatalog. Die meisten verschwinden einfach in den Tiefen unseres Entsorgungssystems. Sie werden verbrannt, landen in Kompost, in Biogasanlagen oder auf Deponien. In naheliegenden F\u00e4llen wird daraus Tierfutter. Eine hochwertige Verwertung geschweige denn eine eigene Produktentwicklung aus den eigenen Reststoffen ist f\u00fcr das produzierende Gewerbe meist zu aufw\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Es braucht also innovative Unternehmen, die Lust haben, neue Rohstoffe auszuprobieren. Die Schierbecker Handels GmbH aus Schleswig Holstein hat dazu in ihrem Netzwerk mittlerweile fast vierhundert Roh- und Reststoffe akquiriert. Das Sortiment reicht von gemahlenen Algen und Olivenkernen \u00fcber Fruchttrester bis zu Haferschalen und Pflanzenkohle. Dabei kommt es nicht nur darauf an, den Rohstoff zu entdecken, wie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Inhaber Torben Schierbecker wei\u00df: \u201cViele Stoffe sind \u00fcberhaupt nicht f\u00fcr die Weiterverarbeitung geeignet. Sie sind zum Beispiel noch nass aus der Produktion und fangen schnell an zu schimmeln. Da muss man sich um geeignete Zwischenlagerung, Trocknung und gegebenenfalls Reinigung k\u00fcmmern.\u201d Dabei muss immer der wirtschaftlichen Aspekt im Auge behalten werden. Denn jeder Behandlungsschritt und jeder Transportkilometer kostet Geld und macht die Produkte teuer. Hier hilft dem Unternehmen sein Ursprung in der Landwirtschaft. \u201cIn der Landwirtschaft sind wir es gewohnt, unsere Probleme regional und pragmatisch zu l\u00f6sen. Durch unser gro\u00dfes Netzwerk in der Landwirtschaft ist uns das meist auch m\u00f6glich\u201d, so Torben Schierbecker.<\/p>\n<p>Auch in der eigenen Produktentwicklung kann das Unternehmen einige Erfolge verbuchen. So konnte aus Kernen, die in der Marmeladenproduktion anfallen, ein Ersatz f\u00fcr Kunststoffpeeling entwickelt werden und zusammen mit der Muthesius Kunsthochschule arbeitet Schierbecker an Kunststoffkompositen. \u201cWir wollen Ideen den Raum zum Wachsen geben\u201d, sagt Christoph Storm, der im Unternehmen f\u00fcr die Projekt- und Produktentwicklung verantwortlich ist. \u201cDaf\u00fcr begleiten wir unsere Kunden gerne auf dem gesamten Weg der Produktentwicklung.\u201d<\/p>\n<p>Einen ersten Eindruck von den angebotenen Rohstoffen und Dienstleistungen finden Interessierte auf der Homepage des Unternehmens unter: www.biooekonomie.schierbecker.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verwertung von Reststoffen zur Ressourcenschonung ist in aller Munde. Ziel ist die Etablierung eines komplexen Systems geschlossener Materialkreisl\u00e4ufe in einer Circular Economy. 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