{"id":88157,"date":"2021-05-14T06:41:05","date_gmt":"2021-05-14T04:41:05","guid":{"rendered":"http:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1170973%2Fnachwachsendes-impraegniermittel-fuer-textilien-lebensmittelabfaelle-loesen-fluorhaltige-verbindungen-ab.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2021-06-18T19:30:33","modified_gmt":"2021-06-18T17:30:33","slug":"nachwachsendes-impraegniermittel-fuer-textilien-lebensmittelabfaelle-loesen-fluorhaltige-verbindungen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/nachwachsendes-impraegniermittel-fuer-textilien-lebensmittelabfaelle-loesen-fluorhaltige-verbindungen-ab\/","title":{"rendered":"Nachwachsendes Impr\u00e4gniermittel f\u00fcr Textilien: Lebensmittelabf\u00e4lle l\u00f6sen fluorhaltige Verbindungen ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Familienunternehmen Rudolf GmbH, mit Unternehmenssitz in Geretsried (Bayern), plant die Errichtung einer Anlage zur Herstellung fluorfreier Impr\u00e4gniermittel, die mindestens zu 90 Prozent aus nicht weiter verwertbaren Resten nachwachsender Rohstoffe aus der Lebensmittelindustrie bestehen. Damit soll eine umweltschonende Alternative zu herk\u00f6mmlichen fluorbasierten Produkten geschaffen werden, um Textilien wasserabweisend zu machen. So k\u00f6nnen j\u00e4hrlich 1.500 Tonnen fluorierte Hydrophobierungsmittel zur Impr\u00e4gnierung eingespart werden. Au\u00dferdem erm\u00f6glicht die Verwendung biobasierter Rohstoffe eine deutlich bessere CO<sub>2<\/sub>-Bilanz als herk\u00f6mmliche Mittel auf der Basis von Erd\u00f6l.<\/strong><\/p>\n<p>Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Bundesumweltministerium: &#8220;Das innovative Pilotprojekt leistet einen Beitrag zur Umstellung zur kreislauforientierten Industrie und setzt ein Zeichen in der Bekleidungsbranche. Gerne unterst\u00fctzen wir das Vorhaben daher mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums mit \u00fcber 800.000 Euro.&#8221;<\/p>\n<p>Hydrophobierungsmittel werden in der Textilindustrie zur Veredelung\/Impr\u00e4gnierung insbesondere bei Outdoorkleidung verwendet, um sie wasserabweisend zu machen. Hierzu wurden \u00fcber lange Zeit Fluorcarbonpolymere eingesetzt, die aus erd\u00f6lbasierten Rohstoffen hergestellt werden und daher jedoch neben ihren positiven technischen Eigenschaften eine starke Belastung f\u00fcr die Umwelt darstellen und zu langlebigen Abbauprodukten f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Deshalb beabsichtigt die Rudolf GmbH biobasierte fluorfreie Impr\u00e4gniermittel herzustellen, mit denen Textilien wasserabweisende Eigenschaften erhalten. Der hierf\u00fcr verwendete Grundstoff soll zu mindestens 90 Prozent aus Abfallprodukten der Lebensmittelindustrie gewonnen werden, die dort nicht weiter verwertet werden k\u00f6nnen (zum Beispiel Reisschalenwachs), so dass keine Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion entsteht. Durch den Verzicht auf Fluor sollen mit dem Vorhaben pro Jahr 1.500 Tonnen fluorierte Hydrophobierungsmittel eingespart werden. Dies entspricht einer j\u00e4hrlichen Reduktion von circa 300 Tonnen Perfluorhexans\u00e4ure, einer Chemikalie, die als Abbauprodukt von entsprechend behandelten Textilien entsteht und in der Umwelt nur schwer abbaubar ist. Die Verwendung von Abf\u00e4llen aus der Lebensmittelindustrie als Rohstoffbasishingegen gew\u00e4hrleistet hingegen eine sehr gute biologische Abbaubarkeit .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Familienunternehmen Rudolf GmbH, mit Unternehmenssitz in Geretsried (Bayern), plant die Errichtung einer Anlage zur Herstellung fluorfreier Impr\u00e4gniermittel, die mindestens zu 90 Prozent aus nicht weiter verwertbaren Resten nachwachsender Rohstoffe aus der Lebensmittelindustrie bestehen. Damit soll eine umweltschonende Alternative zu herk\u00f6mmlichen fluorbasierten Produkten geschaffen werden, um Textilien wasserabweisend zu machen. So k\u00f6nnen j\u00e4hrlich 1.500 Tonnen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[16380,12682,11567],"supplier":[279,216],"class_list":["post-88157","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","tag-biobased","tag-rohstoffe","tag-umwelt","supplier-bundesministerium-fuer-umwelt-naturschutz-und-reaktorsicherheit","supplier-rudolf-chemie-gmbh-co-kg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88157"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88157\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88157"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=88157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}