{"id":8815,"date":"2006-03-14T00:00:00","date_gmt":"2006-03-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060314-04n"},"modified":"2006-03-14T00:00:00","modified_gmt":"2006-03-13T22:00:00","slug":"bundesverband-bioenergie-e-v-bbe-fordert-gewichtige-rolle-der-bioenergie-im-energiemix-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bundesverband-bioenergie-e-v-bbe-fordert-gewichtige-rolle-der-bioenergie-im-energiemix-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE) fordert gewichtige Rolle der Bioenergie im Energiemix der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p><b>Der <a href=\"http:\/\/www.bioenergie.de\/\" >Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE)<\/a> fordert eine gewichtige Rolle der Bioenergie im Energiemix der Zukunft und im anstehenden Energiegipfel ein.<\/b> <\/p>\n<p>&#8220;Die Bioenergie wird in der Energieversorgung der Zukunft eine tragende S\u00e4ule spielen: Als heimische nachwachsende Energieressource wird die Bioenergie durch ihre Preisstabilit\u00e4t sowie stetige und flexible Verf\u00fcgbarkeit einen entscheidenden Beitrag f\u00fcr eine bezahlbare und versorgungssichere nationale Energieversorgung leisten. Mindestens 15 Prozent des zuk\u00fcnftigen Energiemix k\u00f6nnen bis 2030 durch Strom, W\u00e4rme und Kraftstoffe aus Biomasse bereitgestellt werden, langfristig bis 2050 k\u00f6nnen die Marktanteile der Bioenergie auf mindestens 30 Prozent gesteigert werden. Diese hervorragenden Perspektiven der Bioenergie m\u00fcssen im anstehenden Energiegipfel und der zuk\u00fcnftigen nationalen Energiestrategie ausreichend ber\u00fccksichtigt werden. Wir fordern daher eine Beteiligung der Bioenergiebranche am Energiegipfel ein&#8221;, so Helmut Lamp, Vorsitzender des Vorstandes des BBE. <\/p>\n<p>Durch eine tragende Rolle der Erneuerbaren Energien im zuk\u00fcnftigen Energiemix k\u00f6nne Deutschland zudem bereits ein positives Signal f\u00fcr den europaweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Bioenergie im Rahmen seiner EU-Ratspr\u00e4sidentschaft in 2007 setzen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die derzeitige Marktentwicklung der Bioenergie sehr positiv: In 2005 kann die Bioenergiebranche \u00fcber alle Marktsegmente ein durchschnittliches Marktwachstum von 40 Prozent verzeichnen. Der Gesamtumsatz der Branche ist in 2005 bereits auf \u00fcber 6 Mrd. \u20ac angewachsen und 57.000 zukunftstr\u00e4chtige Arbeitspl\u00e4tze wurden durch die Bioenergie in 2005 zur Verf\u00fcgung gestellt. <\/p>\n<p>&#8220;Dies ist aber erst der Beginn einer dynamischen Branchenentwicklung. Die Bioenergie kann viel mehr, bis 2020 werden wir das j\u00e4hrliche Investitionsvolumen der Bioenergie auf 20 Mrd. \u20ac ausweiten und bis 2030 insgesamt 200.000 Arbeitspl\u00e4tze im Bioenergiesektor anbieten. Die Bioenergie ist damit ein wahrer Konjunktur- und Besch\u00e4ftigungsmotor und sch\u00fctzt zudem das Klima. In 2005 wurden durch die Bioenergie bereits 37 Mio. t CO<sub>2<\/sub> eingespart, bis 2020 werden j\u00e4hrlich 120 Mio. t klimasch\u00e4dliches CO<sub>2<\/sub> durch die Nutzung von Strom, W\u00e4rme und Kraftstoffe aus Biomasse reduziert werden&#8221;, stellt Helmut Lamp die Zukunftsperspektiven der Bioenergie heraus.<\/p>\n<p>F\u00fcr die dynamische Weiterentwicklung des Zukunftsmarkts Bioenergie fordert der BBE ein klares und tatkr\u00e4ftiges Bekenntnis der Politik zur Bioenergie ein: &#8220;Die junge und \u00fcberwiegend klein- und mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gte Bioenergiebranche ben\u00f6tigt vor allem Verl\u00e4sslichkeit, Kontinuit\u00e4t und einen Vertrauensschutz der Politik. Daher sollte als Ergebnis des Energiegipfels eine nationale Bioenergie-Strategie und ein Bioenergie-Aktionsplan mit klaren Ausbauzielen und einem konkreten Ma\u00dfnahmenkatalog verabschiedet werden&#8221;, stellt Helmut Lamp die W\u00fcnsche des BBE an den Energiegipfel heraus. <\/p>\n<p>Der BBE kritisiert in diesem Zusammenhang besonders die derzeitige Besteuerungs-Diskussion von Biokraftstoffen, die bei den deutschen Biokraftstoffunternehmen eine hohe Investitionsunsicherheit verursacht. &#8220;Erste Investitionen in dreistelliger Millionenh\u00f6he drohen bereits ins Ausland abzuwandern, von einem Innovationsstandort Deutschland verlangen Unternehmen hingegen klare und verl\u00e4ssliche Perspektiven&#8221;, mahnt Helmut Lamp. Der BBE fordert daher neben der im Koalitionsvertrag angek\u00fcndigten Beimischungspflicht f\u00fcr Biokraftstoffe weiterhin eine Aufrechterhaltung der Steuerbeg\u00fcnstigung f\u00fcr Biokraftstoffe in Reinform ein.<\/p>\n<p>Im W\u00e4rmemarkt begr\u00fc\u00dft der BBE die durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ank\u00fcndigte vorl\u00e4ufige Mittelfreigabe im Marktanreizprogramm des Bundes zur F\u00f6rderung Erneuerbarer Energien (MAP), mit dem Bioenergieanlagen im W\u00e4rmebereich gef\u00f6rdert werden. &#8220;Seit Oktober 2005 werden durch das MAP keine Mittel mehr freigegeben, 30.000 Antr\u00e4ge f\u00fcr innovative Bioenergie-Heizungsanlagen warten auf Ihre Bearbeitung, Investitionen in innovative Bioenergie-Heizungsanlagen und neue Jobs werden so blockiert&#8221;, kritisiert der BBE-Vorsitzende Lamp. <\/p>\n<p>Der BBE unterstreicht daher die Notwendigkeit der umgehenden Freigabe der Haushaltsmittel des MAP und fordert vor dem Hintergrund der j\u00e4hrlichen haushaltstechnischen Schwierigkeiten des MAP die z\u00fcgige Umsetzung eines haushaltsunabh\u00e4ngigen F\u00f6rderinstruments f\u00fcr die Biow\u00e4rme. Eine steuerliche Abschreibungsf\u00e4higkeit f\u00fcr Investitionen in erneuerbare W\u00e4rmeanlagen w\u00e4re aus Sicht des BBE eine einfache, transparente und investitionsanreizende Ma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine kontinuierliche Marktentwicklung bei der Stromerzeugung aus Biomasse ist f\u00fcr den BBE der mittelfristige Fortbestand und die effiziente Weiterentwicklung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ein entscheidender Erfolgsfaktor. Das EEG habe sich europa- und weltweit als das effizienteste, preiswerteste und investitonsf\u00f6rderndste Instrument erwiesen und m\u00fcsse daher \u00fcber 2007 fortgef\u00fchrt werden. Grosse Bedeutung f\u00fcr einen offensiven Marktausbau der Bioenergie komme zudem einer verst\u00e4rkten Forschung und Entwicklung f\u00fcr die Bioenergie zu. <\/p>\n<p>&#8220;Viele innovative Bioenergietechnologien m\u00fcssen durch intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivit\u00e4ten z\u00fcgig an die Marktreife herangef\u00fchrt werden. Dazu ben\u00f6tigt die Bioenergie eine deutliche Ausweitung der \u00f6ffentlichen FuE-Mittel. Ziel muss es sein, durch bundesdeutsche Bioenergie-Spitzentechnologien eine weltweite Marktf\u00fchrerschaft auf den Exportm\u00e4rkten zu erzielen. Dazu m\u00fcssen wir die Technologien auf dem heimischen Markt f\u00f6rdern und nutzen. Die Zukunftschancen der Bioenergie f\u00fcr Investitionen, Jobs und Innovationen muss der Standort Deutschland offensiv nutzen&#8221;, umrei\u00dft der BBE-Vorsitzende Lamp seine klaren Erwartungen an den Energiegipfel.<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.bioenergie.de\/\" >Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE)<\/a><br \/>Bernd Geisen<br \/>Godesberger Allee 142-148<br \/>D-53175 Bonn    <br \/>Telefon: (0228) 81 00 222<br \/>Telefax: (0228) 81 00 258<br \/>Email: <a href=\"mailto:info@bioenergie.de\">info@bioenergie.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Der Bundesverband BioEnergie e.V. 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