{"id":8791,"date":"2006-01-17T00:00:00","date_gmt":"2006-01-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060117-03n"},"modified":"2006-01-17T00:00:00","modified_gmt":"2006-01-16T22:00:00","slug":"saubere-verbrennung-in-neuen-getreidekesseln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/saubere-verbrennung-in-neuen-getreidekesseln\/","title":{"rendered":"Saubere Verbrennung in neuen Getreidekesseln"},"content":{"rendered":"<p><b>Die <a href=\"http:\/\/www.tll.de\/\" >Th\u00fcringer Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (TLL)<\/a> hat zusammen mit dem <a href=\"http:\/\/www.energetik-leipzig.de\/\" >Institut f\u00fcr Energetik und Umwelt Leipzig (IE)<\/a> das Emissionsverhalten neuer Kessel bei der Verbrennung von Getreide und anderen Biobrennstoffen untersucht. <\/p>\n<p>Finanziell unterst\u00fctzt wurden die Forschungsinstitute dabei von der <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)<\/a>, die Projekttr\u00e4ger des <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Bundeslandwirtschaftsministeriums<\/a> ist. Die gewonnenen, vielversprechenden Daten sollen dazu dienen, die Rechtsgrundlagen zum Einsatz der Biobrennstoffe zu verbessern.<\/b><\/p>\n<p>Noch sind die Rahmenbedingungen f\u00fcr den im Vergleich zu Holz noch wenig genutzten Brennstoff Getreide nicht die Besten: Getreide gilt f\u00fcr kleine Kessel bis 100 kW Feuerungsw\u00e4rmeleistung im Gegensatz zu Holz und Stroh nicht als Regelbrennstoff. <\/p>\n<p>Das bedeutet, dass es in diesen Anlagen nicht verbrannt werden darf, es sei denn, der Betreiber erh\u00e4lt eine Ausnahmegenehmigung, f\u00fcr die bislang erst in wenigen Bundesl\u00e4ndern  Regelungen existieren.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr die strengere Behandlung liegt in den Verbrennungseigenschaften von Weizen und Co.: Bei herk\u00f6mmlicher Anlagentechnik k\u00f6nnen erh\u00f6hte  Kohlenmonoxid- und Staubkonzentrationen  auftreten, zudem besteht aufgrund des niedrigen Ascherweichungspunktes die M\u00f6glichkeit der Verschlackung von Kessel und W\u00e4rmetauschern.<\/p>\n<p>Generell nimmt das wirtschaftliche Interesse der Landwirte zu, Getreide energetisch zu nutzen. Dabei spielen die steigenden Energiekosten,  die niedrigen Getreide-Preise  sowie die rechtlichen Hintergr\u00fcnde eine Rolle. Die TA Siedlungsabfall verbietet seit 2005 eine Deponierung von Abfall-Getreide und die EU-Verordnungen RL 2002\/32\/EG und RL 2005\/38EG untersagen die Verf\u00fctterung von mit Schimmelpilzen belastetem Getreide.<\/p>\n<p>Anbauseitig hat die EU die M\u00f6glichkeiten zur energetischen Nutzung von Getreide und Raps bereits geschaffen, beide d\u00fcrfen auf Stilllegungsfl\u00e4chen f\u00fcr den Nichtnahrungsbereich produziert werden. Doch so lange die emissions- und genehmigungsrechtlichen H\u00fcrden existieren und am Markt noch keine ausgereiften technischen L\u00f6sungen zur Getreideverbrennung vorhanden sind, steht der Durchbruch f\u00fcr den Biobrennstoff noch aus.<\/p>\n<p>TLL und IE wollten nun mit der Bereitstellung wissenschaftlicher Fakten zur Kl\u00e4rung in diesem Bereich beitragen. Ziel des von 2003 bis 2005 durchgef\u00fchrten Forschungsprojektes war es,  festzustellen, ob  vorhandene und neu entwickelte, auf die schwierigen pflanzlichen Brennstoffe optimierte Heizkessel  in der Lage sind, geforderte Grenzwerte einzuhalten. <\/p>\n<p>Dazu wurden im schwerpunktm\u00e4\u00dfig Kessel mit einer Leistung bis 100 kW Feuerungsw\u00e4rmeleistung mit Weizen-, Roggen-, Gerste-, Hafer-, Triticale- und Rapsk\u00f6rnern befeuert und die dabei entstehenden Emissionen gemessen. Zus\u00e4tzlich wurden auch Pellets aus Stroh und Ganzpflanzengetreide untersucht. <\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass einige  Kessel die Grenzwerte der 1. BImSchV einhalten k\u00f6nnen und die  modernste Anlagentechnik  bei Kohlenmonoxid und Staub sogar im Bereich der deutlich strengeren TA-Luft-Grenzwerte liegt.<\/p>\n<p>Das Fazit der Forscher lautete: Zwar sind noch weitergehende Forschungsaktivit\u00e4ten n\u00f6tig, doch die Emissionen von Getreide in Kleinfeuerungsanlagen sind aufgrund der bereits vorliegenden Ergebnisse durchaus mit denen von Brennstoffen wie zum Beispiel Holz vergleichbar.<\/p>\n<p>Weitere ben\u00f6tigte Daten k\u00f6nnen im kommenden Jahr zehn laufende Forschungsprojekte liefern, die im Rahmen des FNR-F\u00f6rderschwerpunktes &#8220;Energetische Nutzung fester Energietr\u00e4ger au\u00dfer Holz&#8221; bewilligt wurden. <\/p>\n<p>In den Projekten werden bereits auf dem Markt befindliche kleine und mittlere Anlagen mit einer Leistung von 20 kW bis zu einem MW in Feldtests auf ihr Langzeitverhalten und ihre Emissionen hin untersucht. Entwickelt und erprobt werden zudem neuartige Verbrennungstechniken und Sekund\u00e4rma\u00dfnahmen wie zum Beispiel Filter, um die Emissionen weiter zu senken.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/getreideverbrennung-energiekorn-als-chance-fuer-die-landwirtschaft\/\" >2005-09-29<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Th&uuml;ringer Landesanstalt f&uuml;r Landwirtschaft (TLL) hat zusammen mit dem Institut f&uuml;r Energetik und Umwelt Leipzig (IE) das Emissionsverhalten neuer Kessel bei der Verbrennung von<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8791","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8791\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8791"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}