{"id":8789,"date":"2006-01-17T00:00:00","date_gmt":"2006-01-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060117-06n"},"modified":"2006-01-17T00:00:00","modified_gmt":"2006-01-16T22:00:00","slug":"clusterstudie-forst-und-holz-forst-und-holzwirtschaft-zaehlen-zu-leitbranchen-deutschlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/clusterstudie-forst-und-holz-forst-und-holzwirtschaft-zaehlen-zu-leitbranchen-deutschlands\/","title":{"rendered":"Clusterstudie Forst und Holz: Forst- und Holzwirtschaft z\u00e4hlen zu Leitbranchen Deutschlands"},"content":{"rendered":"<p><b>Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft hat nach EU-Definition mehr Besch\u00e4ftigte als die Automobilindustrie und erwirtschaftet einen h\u00f6heren Umsatz als die Elektroindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau. <\/p>\n<p>Der Sektor besch\u00e4ftigt mehr als 1,3 Millionen Menschen, umfasst rund 185.000 Betriebe und erzielt einen j\u00e4hrlichen Umsatz von etwa 181 Milliarden Euro. Dies hat die erste bundesweite &#8220;Clusterstudie Forst- und Holzwirtschaft Bundesrepublik Deutschland 2005&#8221; der <a href=\"http:\/\/www.wald-zentrum.de\/\" >Universit\u00e4t M\u00fcnster<\/a> ergeben.<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Die Studie hat erstmalig die enorme Bedeutung dieser bisher stark untersch\u00e4tzten Branche aufgezeigt&#8221;, erkl\u00e4rt der Projektleiter und Forstwissenschaftler Professor Andreas Schulte. &#8220;Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist sogar h\u00f6her, als die blo\u00dfen Zahlen vermuten lassen. Denn die Branche leistet einen \u00fcberproportionalen Beitrag zur Qualifikation und Ausbildung in Deutschland. <\/p>\n<p>Allein die Zimmerei- und Tischlerbetriebe bildeten 2004 \u00fcber 34.000 Lehrlinge aus. Au\u00dferdem sind die Betriebe der Forst- und Holzwirtschaft meist in l\u00e4ndlichen, strukturschwachen Gebieten angesiedelt und dort ein entscheidendes Standbein der regionalen Wirtschaftsstruktur.&#8221;<\/p>\n<p>Als Konsequenz der Studienergebnisse fordert Schulte von Entscheidungstr\u00e4gern in Politik und Wirtschaft, diesen wichtigen Wirtschaftsbereich konkurrenz- und zukunftsf\u00e4hig weiterzuentwickeln. Die Universit\u00e4t M\u00fcnster richtete die Studie entsprechend der Clusterdefinition der Europ\u00e4ischen Union aus. <\/p>\n<p>Danach umfasst das Cluster Forst- und Holz die Forstwirtschaft, die Holz be- und verarbeitende Industrie, das Holzhandwerk, die Papierwirtschaft, das Verlags- und Druckereigewerbe, den Holzhandel und -transport sowie die Zulieferindustrie. Die Wissenschaftler werteten f\u00fcr die Erhebung amtliche Statistiken, Branchenstudien, Verbandsberichte sowie die aktuelle Fachliteratur aus und befragten zahlreiche Experten.<\/p>\n<p><b>Riesiges Potenzial<\/b><\/p>\n<p>Neben der wirtschaftspolitischen wird auch die umweltpolitische Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in den n\u00e4chsten Jahren weiter steigen. Die nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4lder sind eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle mit vielen \u00f6kologischen Vorteilen. Zum Beispiel tragen sie durch CO<sub>2<\/sub>-Bindung zum Klimaschutz bei. <\/p>\n<p>Aber auch als Bau- und Werkstoff kommt Holz der Umwelt zugute. Seine Verwendung verl\u00e4ngert die Wirkung als CO<sub>2<\/sub>-Speicher. Im Vergleich zu anderen Baustoffen sind zudem die Transportwege kurz und die Verarbeitung energiearm. <\/p>\n<p>Mit der Initiative &#8220;Charta f\u00fcr Holz&#8221; setzt sich auch die Politik deshalb daf\u00fcr ein, den Pro-Kopf-Verbrauch von Holzprodukten aus nachhaltiger Erzeugung von 2004 bis 2014 um 20 Prozent zu steigern. \u00d6ffentliche und private Bauherren sollen den Baustoff Holz verst\u00e4rkt nutzen, zum Wohle von Klima, Lebensqualit\u00e4t, Innovation und Arbeitspl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Auch auf energetischem Gebiet erlebt Holz eine wachsende Nachfrage. Steigende Roh\u00f6lpreise machen \u00d6l- und Gasheizungen immer teurer: Im Waldland Deutschland ist Holz ein preiswerter und umweltfreundlicher Alternativbrennstoff mit Zukunft. Holzpellets sind im Schnitt 40 bis 50 Prozent g\u00fcnstiger als Heiz\u00f6l oder Gas und verbrennen CO<sub>2<\/sub>-neutral. Zudem ist Holz lokal verf\u00fcgbar und damit krisensicher. <\/p>\n<p><b>Forst- und Holzwirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr die Volkswirtschaft der Exportnation Deutschland gewinnt der Au\u00dfenhandel mit Holz und Holzprodukten stark an Bedeutung. Wertm\u00e4\u00dfig konnte erstmalig 2002 ein Export\u00fcberschuss erzielt werden. 2004 \u00fcberstiegen die Ausfuhren von Nadel- und Laubschnittholz die Einfuhren deutlich. Die positive Entwicklung in vielen Einsatzbereichen l\u00e4sst die Branche optimistisch in die Zukunft blicken: <\/p>\n<p>&#8220;Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft hat ein riesiges Potenzial&#8221;, erkl\u00e4rt Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des Holzabsatzfonds. &#8220;Mit 3,4 Milliarden Kubikmetern stehen Deutschland die gr\u00f6\u00dften Holzvorr\u00e4te in ganz Europa zur Verf\u00fcgung, es werden st\u00e4ndig neue Anwendungsgebiete erschlossen, zum Beispiel im Bereich der Chemie- und Kraftstoffproduktion.&#8221;<\/p>\n<p><center><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20060117-06\/holz-reinzeichnung_F.FH8.jpg\" align=\"center\" BORDER=\"0\" ALT=\"\"\/><\/center><br style=\"clear:left;\"\/><br \/><a href=\"http:\/\/www.holzabsatzfonds.de\/\" >HOLZABSATZFONDS<\/a><br \/>Lars Langhans<br \/>Pressesprecher<br \/>Godesberger Allee 142-148<br \/>53175 Bonn<br \/>Telefon: 0228-308 38-38<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:lars.langhans@holzabsatzfonds.de\">lars.langhans@holzabsatzfonds.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forst-und-holzwirtschaft-sehen-optimistisch-ins-neue-jahr\/\" >2006-01-13<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft hat nach EU-Definition mehr Besch&auml;ftigte als die Automobilindustrie und erwirtschaftet einen h&ouml;heren Umsatz als die Elektroindustrie oder der Maschinen- und<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8789","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8789","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8789"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8789\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8789"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8789"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8789"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8789"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}