{"id":8695,"date":"2005-12-02T00:00:00","date_gmt":"2005-12-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051202-06n"},"modified":"2005-12-02T00:00:00","modified_gmt":"2005-12-01T22:00:00","slug":"enzyme-im-strassenbau-zeitersparnis-bis-zu-fuenfzig-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/enzyme-im-strassenbau-zeitersparnis-bis-zu-fuenfzig-prozent\/","title":{"rendered":"Enzyme im Stra\u00dfenbau: Zeitersparnis bis zu f\u00fcnfzig Prozent"},"content":{"rendered":"<p><b>Das Einsatzspektrum von Enzymen im medizinischen und im Nahrungsmittelbereich ist gro\u00df. In der Steiermark sollen nun diese Eiwei\u00dfmolek\u00fcle, die als Biokatalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen, auch im l\u00e4ndlichen Stra\u00dfenbau eingesetzt werden, um B\u00f6den frostsicher zu machen.<\/b><\/p>\n<p>Laut der Abteilung f\u00fcr Stra\u00dfeninfrastrukrur der Steierm\u00e4rkischen Landesregierung sei damit beim Stra\u00dfenbau eine Zeitersparnis bis zu 50 Prozent m\u00f6glich. Der Einsatz von Enzymen wird derzeit auf zwei oststeirischen &#8220;Teststrecken&#8221;, der Landesstra\u00dfe L456 bei Hartberg und der Landesstra\u00dfe L357 in Gutenberg bei Weiz erprobt, hie\u00df es in einer Mitteilung des Landespressedienstes.<\/p>\n<p>Enzyme werden vor allem eingesetzt, um beim Stra\u00dfenbau Bodenuntergr\u00fcnde tragf\u00e4hig und frostsicher zu machen &#8211; und zwar, indem sie chemische und chemisch-physikalische Prozesse im vorhandenen Untergrund aktivieren. Bei den Enzymen handelt es sich um Nebenprodukte der Zuckerproduktion, die Idee dazu stammt aus Amerika. Nun vertreibt auch ein Linzer Anbieter diese Biokatalysatoren, so Heinz Rossbacher von der Landesabteilung im Gespr\u00e4ch mit der APA<\/p>\n<p>Nach dem Einbringen der Enzyme in den Boden w\u00fcrden diese in dessen innere Struktur eindringen und eine rasche Verdichtung des Untergrundes durch die Verkittung &#8211; die feste Bindung der im Boden vorhandenen Mineralstoffe &#8211; bewirken. Dadurch werde die Oberfl\u00e4chenspannung des im Boden enthaltenen Wassers verringert und damit die Frostsicherheit der Fahrbahn gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>70 Prozent der Materialverdichtung als Grundlage der notwendigen Bodenfestigkeit werden bereits nach drei Tagen erreicht, zeigten erste Versuche. Nun will man die Methode und ihre Wirkung erst einmal mehrere Jahre beobachten. Bei gleichem Budgetaufwand sollte eine Zeitersparnis im Stra\u00dfenbau von bis zu 50 Prozent m\u00f6glich sein. Weitere Kosten w\u00fcrden eingespart, weil die durch den bisher notwendigen Materialaustausch n\u00f6tigen Transporte entfallen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Zur Herstellung von rund 630 Kubikmeter Untergrundmaterial ben\u00f6tigt man nur 19 Liter des vollbiologischen Konzentrats. &#8220;Bei durchschnittlichen Randbedingungen kann der Schlussbelag sofort aufgebracht werden&#8221;, schildert Robert Rast, Leiter der Fachabteilung des Landes einen weiteren Vorteil von Enzymen im Stra\u00dfenbau. <\/p>\n<p>In der Steiermark will man die neue Methode vor allem im Bau von Landstra\u00dfen und l\u00e4ndlicher Wege einsetzen, da bisher der Bauaufwand einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Verkehrsdichte gegen\u00fcberstand und viele Projekte auf Grund der Kosten lange aufgeschoben werden mussten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Einsatzspektrum von Enzymen im medizinischen und im Nahrungsmittelbereich ist gro&szlig;. 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