{"id":8649,"date":"2005-12-20T00:00:00","date_gmt":"2005-12-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051220-01n"},"modified":"2014-06-15T20:53:46","modified_gmt":"2014-06-15T18:53:46","slug":"european-industrial-hemp-association-eiha-jetzt-offiziell-gegrndet-internationale-hanf-konferenz-zeigt-optimismus-angesichts-steigender-nachfrage-nach-fasern-schben-und-same","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/european-industrial-hemp-association-eiha-jetzt-offiziell-gegrndet-internationale-hanf-konferenz-zeigt-optimismus-angesichts-steigender-nachfrage-nach-fasern-schben-und-same\/","title":{"rendered":"&#8220;European Industrial Hemp Association (EIHA)&#8221; jetzt offiziell gegr&uuml;ndet &ndash; Internationale Hanf-Konferenz zeigt Optimismus angesichts steigender Nachfrage nach Fasern, Sch&auml;ben und Samen"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 23. November 2005 wurde die &#8220;<a href=\"http:\/\/www.eiha.org\/\" >European Industrial Hemp Association<\/a>&#8221; ins Vereinsregister des Amtsgerichts Br\u00fchl unter der Nummer &#8220;VR 1397&#8221; eingetragen. Hiermit wurde der \u00fcber 5-j\u00e4hrige Status eines rein informellen Verbandes, der am 14. September 2000 in Wolfsburg gegr\u00fcndet wurde, beendet und in einen offiziellen Verband \u00fcberf\u00fchrt.<\/b><\/p>\n<p>Auf der Mitgliederversammlung am 27. November in H\u00fcrth wurden Vorstand und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Verbandes einstimmig gew\u00e4hlt. Vorsitzender des Vorstandes (&#8220;Pr\u00e4sident&#8221;) wurde John Hobson, Hemcore Ltd. (Gro\u00dfbritannien), erster Stellvertreter Cesare Tofani, Fibranova (Italien), und zweiter Stellvertreter Bernd Frank, Badische Naturfaseraufbereitung GmbH (Deutschland). Die <a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/\" >nova-Institut GmbH<\/a>, H\u00fcrth, mit ihrem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michael Karus wurde f\u00fcr zun\u00e4chst ein Jahr mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von EIHA beauftragt.<\/p>\n<p>Die European Industrial Hemp Association (EIHA) hatte bei ihrer Gr\u00fcndung sieben Mitglieder aus den EU-L\u00e4ndern Gro\u00dfbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Italien, allesamt Erstverarbeiter von Hanf (sog. Faseraufschlussbetriebe). Inzwischen liegen weitere 20 Antr\u00e4ge auf Mitgliedschaft vor, \u00fcber die in K\u00fcrze entschieden wird. Interessenten finden das Antragsformular im Internet (<a href=\"http:\/\/www.eiha.org\/\" >www.eiha.org<\/a>).<\/p>\n<p>Die Satzung unterscheidet zwischen &#8220;ordentlichen&#8221; und &#8220;beigeordneten&#8221; Mitgliedern. W\u00e4hrend jede Person oder Institution beigeordnetes Mitglied werden kann, ist &#8220;die ordentliche Mitgliedschaft auf juristische Personen oder Unternehmen beschr\u00e4nkt, die in der Weiterverarbeitung von Hanfstroh zu Fasern und Sch\u00e4ben oder Hanfrohstoffen &#8230; t\u00e4tig sind&#8221;.<\/p>\n<p>F\u00fcr das kommende Jahr hat sich EIHA eine Reihe von Aktivit\u00e4ten vorgenommen. Hier ist vor allem der Aufbau eines Content-Management-Systems zu nennen, das Studien und Hintergrundinformationen zu Anbau, Verarbeitung und Verwendung von Hanf \u00fcber das Internet bereitstellen will. Des Weiteren ist eine \u00dcbersichtsstudie zu bislang durchgef\u00fchrten \u00d6ko-Bilanzen f\u00fcr Hanfprodukte geplant sowie die Vorbereitung der n\u00e4chsten EIHA-Konferenz Ende 2006.<\/p>\n<p><b>Third International Conference of the European Industrial Hemp Association (EIHA)<\/b> \u2013 Steigendes Interesse an Hanffasern und -sch\u00e4ben<\/p>\n<p>Am 28. und 29. November 2005 fand die dritte internationale EIHA-Konferenz in H\u00fcrth bei K\u00f6ln statt, die sich als Expertentreff der Naturfaserbranche in Europa und auch weltweit etablieren konnte. Dieses Jahr trafen sich 70 Experten aus 15 L\u00e4ndern, um sich \u00fcber die aktuellsten Entwicklungen rund um Hanf und andere Naturfasern zu informieren und sich in offener und freier Atmosph\u00e4re intensiv untereinander auszutauschen. <\/p>\n<p>Das Spektrum der Teilnehmer reichte von Anbauberatung, Erst- und Weiterverarbeitung, Handel, Maschinenbau, Investoren \u00fcber zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen bis zu weltweit agierenden Automobilkonzernen und Zulieferern. Allen gemeinsam war das Interesse an der Verwendung von Hanffasern und \u2013sch\u00e4ben.<\/p>\n<p>Aufgrund der steigenden Erd\u00f6lpreise und der weltweit knappen Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Kunststoffe werden Werkstoffe auf Basis von Naturfasern zunehmend interessanter f\u00fcr die Industrie. Gerade die Vertreter der Automobil- und Baustoffindustrie, die bereits umfassende Erfahrungen mit dem Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen haben, zeigten sich sehr aufgeschlossen, in den n\u00e4chsten Jahren verst\u00e4rkt auf Werkstoffe zu setzen, die weitgehend unabh\u00e4ngig vom \u00d6lpreis sind. Nur so k\u00f6nnen die Unternehmen l\u00e4ngerfristige Liefervertr\u00e4ge mit festen Preisen eingehen.<\/p>\n<p>Die Hanfindustrie kann allerdings aktuell nur gerade eben mit der steigenden Nachfrage nach Naturfasern Schritt halten. Zwar konnten Anbau, Ernte und Verarbeitung in den letzten 10 Jahren so weit professionalisiert und modernisiert werden, dass gute Qualit\u00e4ten \u00fcber das ganze Jahr garantiert werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Um aber die Nachfrage gro\u00dfer Unternehmen bedienen zu k\u00f6nnen, muss die Branche nachhaltig wachsen und die kleinen Unternehmen m\u00fcssen Kooperationen eingehen, um den Gro\u00dfen Liefersicherheit geben zu k\u00f6nnen. Dies war ein wichtiges Thema auf der EIHA-Konferenz und es war un\u00fcbersehbar, dass verschiedene Unternehmen hier bereits erste Schritte unternahmen und die EIHA-Struktur selbst eine wichtige Rolle spielen kann.<\/p>\n<p>Rege Diskussionen gab es auch bez\u00fcglich der zuk\u00fcnftigen Verarbeitungsbeihilfe f\u00fcr Hanffasern durch die EU. Christian Renault, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von AND-International (Paris) und Hauptautor der Ernst &#038; Young-Studie &#8220;Evaluation of the Common Market Organisation for flax and hemp&#8221; f\u00fcr die EU-Kommission, stellte die wichtigsten Ergebnisse der Studie vor. Die anwesenden Experten stimmten seiner Analyse der M\u00e4rkte, der Wertsch\u00f6pfungen und der Preise weitgehend zu und erg\u00e4nzten die Analyse durch ihre eigenen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Hanf-Kurzfasern, die f\u00fcr technische Anwendungen wie W\u00e4rmed\u00e4mmung oder Verbundwerkstoffe produziert werden, haben es trotz steigender Nachfrage schwer, mit den Preisen von asiatischen Importfasern wie Jute und Kenaf zu konkurrieren. <\/p>\n<p>Technische Hanf-Kurzfasern werden von kleinen regionalen Unternehmen produziert, die in Verarbeitung, Produktentwicklung und Marketing erheblich investiert sowie eine Vielzahl von Arbeitspl\u00e4tzen geschaffen haben \u2013 die Ernst &#038; Young-Studie zeigte an diesem Punkt, dass die Verarbeitung von Flachs und Hanf regional 4 bis 5 mal so viele Arbeitspl\u00e4tze generiert wie der Anbau und die Verarbeitung von Weizen (bezogen auf dieselbe Anbaufl\u00e4che). Die regional produzierten Hanfwerkstoffe und \u2013produkte haben zudem gegen\u00fcber z.B. Erd\u00f6l-basierten Produkten erhebliche \u00f6kologische Vorteile.<\/p>\n<p>Ein vorschnelles Ende der Verarbeitungsbeihilfe w\u00fcrde daher Strukturen gef\u00e4hrden, die in den n\u00e4chsten 5 bis 10 Jahren erhebliche Wachstumspotenziale besitzen, wichtig f\u00fcr den Erhalt und Schaffung regionaler Arbeitspl\u00e4tze, eine umweltfreundliche Landwirtschaft sowie f\u00fcr die Bereitstellung \u00f6kologischer Werkstoffe sind.<\/p>\n<p>Die Hanfexperten unterst\u00fctzten daher den Vorschlag der Studie, die Verarbeitungsbeihilfe f\u00fcr Flachs- und Hanf-Kurzfasern im n\u00e4chsten Jahr nicht abzuschaffen, sondern eine einheitliche Verarbeitungsbeihilfe (Single-Aid) f\u00fcr Lang- und Kurzfasern einzuf\u00fchren. Es wird erwartet, dass die EU-Kommission hierzu in K\u00fcrze einen Vorschlag unterbreiten wird.<\/p>\n<p>Anfang 2006 erscheint die CD-ROM zum Dritten EIHA-Kongress mit s\u00e4mtlichen Pr\u00e4sentationen und weiteren Informationen; sie kann \u00fcber die EIHA-Internetseite bezogen werden.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.eiha.org\/\" >European Industrial Hemp Association (EIHA)<\/a><br \/>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor:<br \/>Michael Karus (<a href=\"http:\/\/www.nova-institut.de\/\" >nova-Institut GmbH<\/a>)<br \/>Goldenbergstr. 2<br \/>50354 H\u00fcrth<br \/>Tel.: +49-(0)2233-100 620, Fax: +49-(0)2233-94 36 83<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@eiha.org\">info@eiha.org<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20051220-01\/05-12-20%20EIHA%20PM%20d.pdf\" >Hier PDF-Download der Pressemitteilung<\/a><\/p>\n<p>Fotos von John Hobson (Pr\u00e4sident), Cesare Tofani (1. Stellvertreter), Bernd Frank (2. Stellvertreter) and Michael Karus (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer) k\u00f6nnen unter der Internet-Adresse <a href=\"http:\/\/www.eiha.org\/\" >www.eiha.org<\/a> (&#8220;statute and application form&#8221;) heruntergeladen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Am 23. November 2005 wurde die &#8220;European Industrial Hemp Association&#8221; ins Vereinsregister des Amtsgerichts Br&uuml;hl unter der Nummer &#8220;VR 1397&#8221; eingetragen. Hiermit wurde der &uuml;ber<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,7192],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-novapress"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8649\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8649"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}