{"id":86352,"date":"2021-03-17T07:35:07","date_gmt":"2021-03-17T06:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=86352"},"modified":"2021-03-12T14:31:43","modified_gmt":"2021-03-12T13:31:43","slug":"windwasserstoff-salzgitter-windh2-ein-wichtiger-schritt-auf-dem-weg-zur-dekarbonisierung-der-stahlindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/windwasserstoff-salzgitter-windh2-ein-wichtiger-schritt-auf-dem-weg-zur-dekarbonisierung-der-stahlindustrie\/","title":{"rendered":"\u201eWindwasserstoff Salzgitter \u2013 WindH2\u201c &#8211; Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/www.salzgitter-ag.com\/fileadmin\/footage\/MEDIA\/presse\/szag_pressemeldung\/2021\/windwasserstoff_salzgitter_content.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  alignright wp-image-86359\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/csm_windwasserstoff_salzgitter_content_4379e6f274-300x200.jpg\" alt=\"csm_windwasserstoff_salzgitter_content_4379e6f274\" width=\"251\" height=\"167\" \/><\/a>Salzgitter AG, Avacon und Linde haben einen wichtigen und beispielgebenden Schritt auf dem Weg in die Dekarbonisierung der Stahlindustrie vollzogen. Mit der Inbetriebnahme des in Deutschland einzigartigen Sektorkopplungsprojekts \u201e<a href=\"https:\/\/www.windh2.de\/de.html\" target=\"_blank\">Windwasserstoff Salzgitter &#8211; WindH2<\/a>\u201c wird auf dem Gel\u00e4nde des H\u00fcttenwerks in Salzgitter k\u00fcnftig gr\u00fcner Wasserstoff mit Strom aus Windenergie erzeugt.<\/strong><\/p>\n<p>WindH2 bildet einen zentralen Baustein des von der Salzgitter AG entwickelten Technologieprojektes <a href=\"https:\/\/salcos.salzgitter-ag.com\/de\/index.html\" target=\"_blank\">SALCOS<sup>\u00ae<\/sup> &#8211; SAlzgitter Low CO<sub>2<\/sub> Steelmaking<\/a> ab. SALCOS<sup>\u00ae<\/sup> beschreibt den effizientesten und zeitnah umsetzbaren Weg zu einer Reduzierung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, langfristig sogar zu einer fast CO<sub>2<\/sub>-freien Stahlherstellung. Dabei wird regenerativ erzeugter Wasserstoff den bislang f\u00fcr die Verh\u00fcttung von Eisenerzen erforderlichen Kohlenstoff substituieren. Die bislang betriebenen drei Hoch\u00f6fen m\u00fcssen daf\u00fcr schrittweise durch eine Kombination aus Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogen\u00f6fen ersetzt werden. \u00dcber eine solche Transformation der Stahlerzeugung k\u00f6nnten deren CO<sub>2<\/sub>-Emissionen bis zum Jahr 2050 um etwa 95% verringert werden.<\/p>\n<p>Die neu errichteten Anlagen wurden heute in Salzgitter der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Zugegen waren u. a. Staatssekret\u00e4r Andreas Feicht, Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (in Vertretung f\u00fcr Peter Altmaier MdB, Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Energie); Dr. Bernd Althusmann, Nieders\u00e4chsischer Minister f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitales; Olaf Lies, Nieders\u00e4chsischer Minister f\u00fcr Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz; Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.ON SE; Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender Avacon AG sowie Prof. Dr.-Ing. Heinz J\u00f6rg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender Salzgitter AG.<\/p>\n<p>Avacon, ein Unternehmen der E.ON-Gruppe, betreibt auf dem Gel\u00e4nde der Salzgitter AG sieben neu errichtete Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 30 Megawatt. Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat zentral auf dem Werksgel\u00e4nde zwei Siemens 1,25 Megawatt-PEM-Elektrolyse-Einheiten installiert, die pro Stunde rund 450 m3 hochreinen Wasserstoff erzeugen werden. Schon heute wird in der Stahlherstellung Wasserstoff f\u00fcr Gl\u00fchprozesse und in den Feuerverzinkungsanlagen eingesetzt. Der Industriegasproduzent Linde liefert das Gas zurzeit per Lkw und wird auch k\u00fcnftig die kontinuierliche Versorgung des Wasserstoffbedarfs absichern. S\u00e4mtliche Anlagen sind derzeit im Probebetrieb.<\/p>\n<p>Mit \u201cWindH2\u201c wollen die Partner Know-how sowie Erfahrungen mit der Vor-Ort-Produktion von Windstrom und Wasserstoff, sowie deren Integration in die komplexen Abl\u00e4ufe und Prozesse eines integrierten H\u00fcttenwerks sammeln.<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr das gesamte Projekt \u2013 Errichtung der Windr\u00e4der und der Wasserstoffanlagen inklusive deren Einbindung in die bestehenden Leitungsnetze &#8211; belaufen sich auf rund 50 Mio. Euro. Der Bau der Elektrolyse wurde <a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/stories\/umwelt\/erneuerbare-energien\/salzgitter-ag\/\" target=\"_blank\">von der KfW gef\u00f6rdert<\/a>.<\/p>\n<h3>Statements der Redner der Er\u00f6ffnungsveranstaltung<\/h3>\n<p><strong>Prof. Dr.-Ing. Heinz J\u00f6rg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG<\/strong>: \u201eWir sind stolz darauf, Vorreiter der industriellen Nutzung von gr\u00fcnem Wasserstoff in der Stahlindustrie zu sein. Wie mit unserem SALCOS<sup>\u00ae<\/sup>-Projekt aufgezeigt, sind wir technologisch in der Lage, mittels Wasserstoff signifikante CO<sub>2<\/sub>-Reduzierungen zu erzielen. Die bislang in Deutschland einzigartige Sektorkopplung \u201eWindwasserstoff Salzgitter-WindH2\u201c ist ein bedeutender Baustein auf dem Weg in eine klimafreundliche Stahlproduktion.\u201c<\/p>\n<p><strong>Staatssekret\u00e4r Andreas Feicht, Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie<\/strong>: \u201eDas Projekt \u201eWindwasserstoff Salzgitter \u2013 WindH2\u201c wurde durch das Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie mit 1,1 Mio. Euro aus der Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr Energieeffizienz in der Wirtschaft unterst\u00fctzt. Mit der Sektorkopplung von Windenergie und Wasserstofferzeugung setzt das Vorhaben eines der Ziele der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung um: Die Verwendung von klimafreundlich hergestelltem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist ein Schl\u00fcsselelement f\u00fcr die Dekarbonisierung in der Industrie.\u201c<\/p>\n<p><strong>Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.ON SE<\/strong>: \u201eGr\u00fcne Gase haben das Zeug, zum \u201eGrundnahrungsmittel\u201c der Energiewende zu werden und einen erheblichen Beitrag zur Dekarbonisierung von Industrie Mobilit\u00e4t und W\u00e4rme zu leisten. Das gemeinsam realisierte Projekt symbolisiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einer nahezu CO2-freien Stahlherstellung und zeigt, dass durch intelligente Sektorkopplung fossile Brennstoffe ersetzt werden k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Dr. Bernd Althusmann, Nieders\u00e4chsischer Minister f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitales<\/strong>: \u201eMit Blick auf die Klimaziele ist die Dekarbonisierung der Stahlherstellung mithilfe von gr\u00fcnem Wasserstoff f\u00fcr die deutsche Stahlindustrie ein Meilenstein. Umso mehr freue ich mich, dass Niedersachsen durch die Salzgitter AG bundesweit Wegbereiter dieser Entwicklung ist und mit WindH2 ein vielversprechendes Projekt an den Start bringt. Salzgitter liefert mit seiner Pionierarbeit die Blaupause f\u00fcr zuk\u00fcnftige klimaschonende Produktionstechnologien am deutschen Industriestandort und sichert damit gleichzeitig qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze in Niedersachsen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender Avacon AG<\/strong>: \u201eMit dem Windpark auf dem Industriegel\u00e4nde der Salzgitter AG liefern wir regenerativen Strom zur Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff. Dieser wird unmittelbar innerhalb der Produktionsprozesse eingesetzt und ersetzt fossile Energietr\u00e4ger. Der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft entsteht in regionalen Insell\u00f6sungen wie in Salzgitter, die sich zunehmend zu einem Gesamtsystem verbinden. Wir werden diesen Prozess gemeinsam mit unseren Partnern in Politik, Wissenschaft und Industrie weiter vorantreiben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Olaf Lies, Nieders\u00e4chsischer Minister f\u00fcr Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz<\/strong>: \u201eDas, was viele vor einigen Jahren f\u00fcr eine wilde Zukunftsvision gehalten haben, geschieht hier: die schrittweise Dekarbonisierung der Stahlerzeugung. Klimaschutz im Energie- und Industriesektor ist viel mehr, als nur Strom aus Erneuerbaren Quellen. Hier geht es um die Sicherung von hochqualifizierten Arbeitspl\u00e4tzen und die Weiterentwicklung unseres Industriestandortes. Mit steigenden Kosten f\u00fcr CO<sub>2<\/sub> wird auch gr\u00fcner Stahl zudem immer wirtschaftlicher werden. Die Welt schaut daher gespannt darauf, was hier entsteht. Die hier geleistete Pionierarbeit hat alle Chancen, sich zu einem Exportschlager \u201aMade in Germany\u2018 zu entwickeln.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Salzgitter AG, Avacon und Linde haben einen wichtigen und beispielgebenden Schritt auf dem Weg in die Dekarbonisierung der Stahlindustrie vollzogen. Mit der Inbetriebnahme des in Deutschland einzigartigen Sektorkopplungsprojekts \u201eWindwasserstoff Salzgitter &#8211; WindH2\u201c wird auf dem Gel\u00e4nde des H\u00fcttenwerks in Salzgitter k\u00fcnftig gr\u00fcner Wasserstoff mit Strom aus Windenergie erzeugt. 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