{"id":86240,"date":"2021-03-11T07:26:46","date_gmt":"2021-03-11T06:26:46","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=86240"},"modified":"2021-03-10T13:35:52","modified_gmt":"2021-03-10T12:35:52","slug":"cannabis-unser-schluessel-zum-endocannabinoid-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/cannabis-unser-schluessel-zum-endocannabinoid-system\/","title":{"rendered":"Cannabis: Unser Schl\u00fcssel zum Endocannabinoid-System"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-86249 alignright\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Cayman-Phytocannabinoids_600x600-300x300.jpg\" alt=\"Cayman-Phytocannabinoids_600x600\" width=\"227\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Cayman-Phytocannabinoids_600x600-300x300.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Cayman-Phytocannabinoids_600x600-150x150.jpg 150w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Cayman-Phytocannabinoids_600x600.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><strong>Die Erforschung der Hanfpflanze Cannabis sativa hat in den letzten Jahren durch die zunehmende Legalisierung einen enormen Aufschwung erfahren. Nach einer\u00a0jahrzehntelangen Verbotsphase beginnen Forscher, \u00c4rzte und Gesetzgeber, die Scheu vor einer der \u00e4ltesten Nutzpflanzen abzulegen.<sup>1<\/sup> Cannabis wird schon seit Jahrtausenden als Genussmittel und Medizin konsumiert. <\/strong><\/p>\n<p>Die Potentiale von\u00a0Cannabisberuhen auf der F\u00e4higkeit der chemischen Bestandteile, das Endocannabinoid-System (ECS) zu aktivieren und zu beeinflussen, ein hom\u00f6ostatisches Regulationssystem, das in allen Wirbeltieren vorhanden ist.1 Heutzutage wird Cannabis in einer Vielzahl von L\u00e4ndern weltweit verwendet, aber aufgrund des eingeschr\u00e4nkten Zugangs zur Forschung ist unser Verst\u00e4ndnis seines therapeutischen Potenzials und seiner Grenzen l\u00fcckenhaft. In den letzten Jahrzehnten wurden mehr Untersuchungen zum Verst\u00e4ndnis des ECS und der Rolle von Cannabis als therapeutisches Mittel durchgef\u00fchrt. Obwohl Cannabis f\u00fcr zahlreiche therapeutische Szenarien von Vorteil ist, gibt es Hinweise darauf, dass die Wirksamkeit nicht bei allen Erkrankungen gleich hoch ist.<\/p>\n<p>Cannabis ist ein evolution\u00e4res Nebenprodukt einer Pflanze, das sich entwickelt hat, um das ECS zu beeinflussen. Das ECS ist ein biologisches System aus Rezeptoren, Liganden und Enzymen, das auf aquatische Arten 400 Millionen Jahre vor der Ankunft von Pflanzen und B\u00e4umen zur\u00fcckgeht.<strong><sup>2<\/sup><\/strong> Auch der menschliche K\u00f6rper produziert st\u00e4ndig endogene Cannabinoide &#8211; Endocannabinoide. Somit brachte uns Cannabis im Labor zum ECS, aber in der Natur f\u00fchrte das ECS zu Cannabis.<\/p>\n<p>Chemisch gesehen ist Cannabis ein Gemisch aus \u00fcber 500 Verbindungen.3 Am bemerkenswertesten sind Substanzen aus drei Kategorien: Phytocannabinoide (wie \u03949-THC und CBD), Terpenoide und Flavonoide.<strong><sup>3<\/sup><\/strong> Phytocannabinoide wie \u03949-THC und CBD beeinflussen den K\u00f6rper durch ihre Aktivit\u00e4ten an G-Protein-gekoppelten Rezeptoren wie dem Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) und dem Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2) sowie dem GPR55.\u00a0Obwohl es immer mehr Hinweise auf verwandte Rezeptoren gibt, die von Cannabinoiden beeinflusst werden, wie z.B. die Transient-Receptor-Potential (TRP)-Kan\u00e4le und die Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren (PPARs), blieb dies bisher von der \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbemerkt (Abbildung 1).<strong><sup>1<\/sup><\/strong>\u00a0Sowohl TRP- als auch PPAR-Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle in vielen bioregulatorischen Abl\u00e4ufen.<\/p>\n<p>Zum Beispiel ist TRPV1 f\u00fcr seine Rolle bei der Regulation der K\u00f6rpertemperatur sowie der Empfindung von Hitze und Schmerz bekannt und PPAR\u03b3, welches in fast allen Geweben exprimiert wird, ist essentiell f\u00fcr Signalwege, die an der zellul\u00e4ren Differenzierung und Entwicklung beteiligt sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86248\" aria-describedby=\"caption-attachment-86248\" style=\"width: 563px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86248\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-1-1024x305.png\" alt=\"Phytocannabinoids-Figure-1\" width=\"563\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-1-1024x305.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-1-300x89.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-1-600x179.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-1.png 1097w\" sizes=\"auto, (max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86248\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Erweitertes Endocannabinoid-System von Rezeptoren, die durch Endo- und Phytocannabinoide aktiviert werden.<\/figcaption><\/figure>\n<p>In vivo und in vitro wurde nachgewiesen, dass isolierte Cannabinoide und Cannabisextrakte in der Lage sind, die Apoptose in Krebszellen zu induzieren und als therapeutisches Mittel bei anderen chronischen Krankheiten zu wirken.<strong><sup>4<\/sup><\/strong>\u00a0Deshalb wurden bereits mehrere Arzneimittel mit Cannabinoiden oder synthetischen Cannabinoid-Verbindungen auf den Markt gebracht. Zuletzt wurde Epidiolex<sup>\u00ae<\/sup> von der FDA als erstes aus Cannabis gewonnenes Arzneimittel mit nur einem einzigen aktiven Wirkstoff (CBD) zugelassen. Obwohl immer mehr Staaten beginnen medizinisches Marihuana zu verwenden, ist unser Verst\u00e4ndnis von der Wirkung von Cannabis noch unvollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Die auff\u00e4lligsten Beobachtungen: Cannabisextrakte wirken effektiver als isolierte Cannabinoide, und nicht jede Cannabissorte oder Chemovar wirkt gleich. Diese beiden Beobachtungen sind auf ein Ph\u00e4nomen zur\u00fcckzuf\u00fchren, das als &#8220;Entourage-Effekt&#8221; bekannt ist und entsteht, wenn Cannabinoide und andere Cannabis-Verbindungen, wie Terpenoide und Flavonoide, in der Kombination miteinander eingenommen werden und eine ver\u00e4nderte Wirkung entfalten.<strong><sup>3<\/sup><\/strong>\u00a0Die zugrunde liegenden Mechanismen sind noch nicht vollst\u00e4ndig verstanden und die wichtigsten bioaktiven Verbindungen in Cannabis m\u00fcssen noch genauer charakterisiert werden, aber auch aufgrund unterschiedlicher Genetik und Wachstumsbedingungen gibt es eine Vielfalt an M\u00f6glichkeiten, die zu einer Vielzahl von verschiedenen Ergebnissen f\u00fchren. Dies zeigte sich auch in einer Studie mit 12 verschiedenen Cannabisextrakten, in welcher deren F\u00e4higkeit in Krebszelllinien den Zelltod zu induzieren, untersucht wurde (Abbildung 2).<\/p>\n<p>Basierend auf den drei Versuchsreihen k\u00f6nnen einige Aussagen getroffen werden: Nicht jeder Gewebetyp ist von Cannabis betroffen, nicht jedes Cannabisextrakt ist wirksam und f\u00fcr verschiedene Krebstypen sind verschiedene Cannabisextrakte effektiver.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86247\" aria-describedby=\"caption-attachment-86247\" style=\"width: 554px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86247\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-2-1024x407.png\" alt=\"Phytocannabinoids-Figure-2\" width=\"554\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-2-1024x407.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-2-300x119.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-2-600x238.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-2.png 1163w\" sizes=\"auto, (max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86247\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Zell\u00fcberlebensrate von drei Krebszelllinien bei 4 \u03bcg\/ml von 12 Cannabisextrakten mit unterschiedlichen Cannabinoid-Konzentrationen nach 24-st\u00fcndiger Behandlung. Beschrieben in Baram, et al.5 Bild verwendet unter CC BY 3.0.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dies konnte in einer vergleichbaren Untersuchung, die sich auf eine der wichtigsten bioaktiven Verbindungen in Cannabis, \u03949-THC, konzentrierte, best\u00e4tigt werden. In dieser in vitro\u00a0Studie mit 14 Extrakten, die mindestens 18 % \u03949-THC enthielten, und reinem \u03949-THC wurde festgestellt, dass die Cannabisextrakte den Zelltod in A549-Lungenkrebszellen besser induzieren (Abbildung 3). Nach 24 Stunden reichten 4 \u03bcg\/ml Extrakt aus, um den Zelltod mit mehreren Extrakten zu induzieren. Von den 14 getesteten Extrakten waren drei in der Lage, mehr als die H\u00e4lfte der Krebszellen zu t\u00f6ten, wobei einer sogar 80 % abt\u00f6tete. Dies steht in direktem Gegensatz zu reinem \u03949-THC. Zus\u00e4tzlich konnte kein Zusammenhang zwischen erh\u00f6hter \u03949-THC-Konzentration und erh\u00f6hter Effektivit\u00e4t gefunden werden, was auf die Aktivit\u00e4t von zus\u00e4tzlichen bioaktiven Verbindungen hindeutet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86246\" aria-describedby=\"caption-attachment-86246\" style=\"width: 534px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86246\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-3.png\" alt=\"Phytocannabinoids-Figure-3\" width=\"534\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-3.png 717w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-3-300x245.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-3-600x490.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86246\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3: Zell\u00fcberlebensrate von A549 Lungenkrebszellen bei 4 \u03bcg\/ml von 14 hochkonzentrierten \u03949-THC Cannabisextrakten nach 24-st\u00fcndiger Behandlung. Beschrieben in Baram, et al.5 Bild verwendet unter CC BY 3.0.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die gleichen Trends lassen sich bei Pflanzen mit hohem CBD-Gehalt erkennen.\u00a0In einer in vivo Studie wurden f\u00fcnf Pflanzen mit hohem CBD-Gehalt und vergleichbaren Konzentration an CBD und \u03949-THC (50% und 2%) auf ihre Wirksamkeit zur Behandlung von Epilepsiesymptomen untersucht (Abbildung 4). Obwohl alle f\u00fcnf Extrakte ungef\u00e4hr den gleichen Gehalt an den wichtigsten bioaktiven Substanzen, \u03949-THC und CBD, aufwiesen, waren die Ergebnisse unterschiedlich. Trotzdem verlangen die meisten Beh\u00f6rden auf der ganzen Welt nur, dass die \u03949-THC- und CBD-Werte getestet werden, w\u00e4hrend biologische Studien zeigen, dass in Wirklichkeit viel mehr Wirkstoffe beteiligt sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_86245\" aria-describedby=\"caption-attachment-86245\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86245\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-4-1024x500.png\" alt=\"Phytocannabinoids-Figure-4\" width=\"550\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-4-1024x500.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-4-300x147.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-4-600x293.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-4.png 1034w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86245\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4:\u00a0Wirkung von Cannabisextrakten mit gleich hohem CBD-Gehalt auf Pentylentetrazol (PTZ)-induzierte Konvulsionen. Beschrieben in Berman, et al.6 Bild verwendet unter CC BY 4.0.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das therapeutische Potenzial von Cannabis und seinen Bestandteilen wird nie vollst\u00e4ndig ausgesch\u00f6pft werden k\u00f6nnen, solange nicht s\u00e4mtliche bioaktive Verbindungen identifiziert oder eingehendere Tests zum Standard werden. Dar\u00fcber hinaus ist unser Verst\u00e4ndnis des ECSs unvollst\u00e4ndig.\u00a0Wenn wir die Ergebnisse strikt auf der Basis von Interaktionen mit CB1 und CB2 betrachten, ignorieren wir die eigentlichen Grundlagen der Mechanismen. Von den von Baram et al. untersuchten Krebszelllinien zeigten zwei, die stark auf Cannabis reagierten, keine nachweisbare Expression von CB1 oder CB2(Abbildung 5).<strong><sup>5<\/sup><\/strong> In LNCaP zum Beispiel wurden weder CB1, CB2 noch GPR55 exprimiert (Figure 5).<\/p>\n<figure id=\"attachment_86244\" aria-describedby=\"caption-attachment-86244\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86244\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-5-1024x592.png\" alt=\"Phytocannabinoids-Figure-5\" width=\"560\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-5-1024x592.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-5-300x173.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-5-600x347.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/03\/Phytocannabinoids-Figure-5.png 1221w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-86244\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 5:\u00a0Cannabimimetika-Rezeptoren TRPV1, TRPV2, GPR55, TRPM8 und TRPA1 sowie die mRNA-Konzentration von CNR1 (CB1) und CNR2 (CB2) wurden mittels qPCR untersucht. Die Expressionsniveaus wurden als \u0394CT-Werte der Rezeptoren dargestellt. Beschrieben in Baram, et al.5 (UD = unter detektierbaren Wert). Bild verwendet unter CC BY 3.0.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die effektive Anwendung von Cannabis hat noch einen langen Weg vor sich, aber Cannabis enth\u00e4lt Verbindungen, die vielversprechende therapeutische Mittel f\u00fcr eine Vielzahl von Erkrankungen sein k\u00f6nnen. Mit einem breiteren Blick auf das ECS, der \u00fcber CB1 und CB2 hinausgeht, und dem Verst\u00e4ndnis, dass viele Eigenschaften auf mehr als \u03949-THC und CBD zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, werden wir in der Lage sein, Cannabinoid-basierte Therapien zu verbessern und anzuwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Referenzen<\/h3>\n<ol>\n<li>Di Marzo, V. and Piscitelli, F. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s13311-015-0374-6\" target=\"_blank\">The endocannabinoid system and its modulation by phytocannabinoids. Neurotherapeutics<\/a> 12(4), 692-698 (2015).<\/li>\n<li>McPartland, J.M. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.brainresrev.2003.11.005\" target=\"_blank\">Phylogenomic and chemotaxonomic analysis of the endocannabinoid system<\/a>. Brain Res. Rev. 45(1), 18-29 (2004).<\/li>\n<li>Russo, E.B. Taming <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1111\/j.1476-5381.2011.01238.x\" target=\"_blank\">THC: Potential cannabis synergy and phytocannabinoid\u2010terpenoid entourage effects.<\/a> Br. J. Pharmacol. 163(7), 1344-1364 (2011).<\/li>\n<li>Mechoulam, R. (Ed.) <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1201\/9780429260667\" target=\"_blank\">Cannabinoids as therapeutic agents.<\/a> CRC Press (2019).<\/li>\n<li>Baram, L., Peled, E., Berman, P., et al. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.18632\/oncotarget.26983\" target=\"_blank\">The heterogeneity and complexity of Cannabis extracts as antitumor agents.<\/a> Oncotarget 10(41), 4091-4106 (2019).<\/li>\n<li>Berman, P., Futoran, K., Lewitus, G.M., et al. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41598-018-32651-4\" target=\"_blank\">A new ESI-LC\/MS approach for comprehensive metabolic profiling of phytocannabinoids in Cannabis.<\/a> Sci. Rep. 8(1), 14280 (2018).<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erforschung der Hanfpflanze Cannabis sativa hat in den letzten Jahren durch die zunehmende Legalisierung einen enormen Aufschwung erfahren. Nach einer\u00a0jahrzehntelangen Verbotsphase beginnen Forscher, \u00c4rzte und Gesetzgeber, die Scheu vor einer der \u00e4ltesten Nutzpflanzen abzulegen.1 Cannabis wird schon seit Jahrtausenden als Genussmittel und Medizin konsumiert. 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