{"id":8615,"date":"2006-01-10T00:00:00","date_gmt":"2006-01-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060110-02n"},"modified":"2006-01-10T00:00:00","modified_gmt":"2006-01-09T22:00:00","slug":"volkswagen-shell-und-iogen-pruefen-machbarkeit-der-produktion-von-zellulose-ethanol-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/volkswagen-shell-und-iogen-pruefen-machbarkeit-der-produktion-von-zellulose-ethanol-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Volkswagen, Shell und Iogen pr\u00fcfen Machbarkeit der Produktion von Zellulose-Ethanol in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"http:\/\/www.volkswagen.de\/\" >Volkswagen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.shell.de\/\" >Shell<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.iogen.ca\/\" >Iogen Corporation<\/a> k\u00fcndigten heute an, gemeinsam die wirtschaftliche Machbarkeit der Produktion von Zellulose-Ethanol in Deutschland zu pr\u00fcfen. Dieser fortschrittliche, von Iogen hergestellte Biokraftstoff kann in den Automobilen von heute eingesetzt werden und kann die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen um 90% gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Kraftstoffen reduzieren.<\/b> <\/p>\n<p>   Das ZelluIose-Ethanol von Iogen ist ein erneuerbarer, fortschrittlicher Biokraftstoff, der aus nicht f\u00fcr die Lebensmittelproduktion verwendbaren landwirtschaftlichen Abfallprodukten wie Getreide- und Maisstroh hergestellt wird und so auf ausgesprochen kosteng\u00fcnstige Weise den Aussto\u00df von Treibhausgasen im Stra\u00dfenverkehr reduziert. <\/p>\n<p>Das Herstellungsverfahren von Iogen f\u00fcr Zellulose-Ethanol ist das Ergebnis einer \u00fcber 25-j\u00e4hrigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Das Unternehmen betreibt die weltweit einzige Demonstrationsanlage f\u00fcr die Herstellung von Zellulose-Ethanol und konnte diesen Kraftstoff erstmals im April 2004 kommerziell vertreiben. <\/p>\n<p>   &#8220;Wir verfolgen konsequent das Ziel, die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und suchen nach den wirkungsvollsten L\u00f6sungen, um diese Brennstoffe durch innovative Biokraftstoffe zu ersetzen. Nur so k\u00f6nnen wir langfristig die individuellen Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnisse der Menschen kosteng\u00fcnstig befriedigen&#8221;, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Dr. Bernd Pischetsrieder anl\u00e4sslich der Unterzeichnung der Absichtserkl\u00e4rung auf der North American International Auto Show (NAIAS) 2006 in Detroit. <\/p>\n<p>   &#8220;Wir sind stolz darauf, dass VW sich uns und unserem langj\u00e4hrigen Partner Iogen angeschlossen hat, um die Machbarkeit der Errichtung einer Produktionsanlage f\u00fcr Zellulose-Ethanol in Deutschland zu untersuchen&#8221;, erkl\u00e4rte Rob Routs, Executive Director Downstream (Oil Products and Chemicals) der Royal Dutch Shell. <\/p>\n<p>&#8220;Wir konzentrieren uns jetzt als Unternehmen auf solche erneuerbaren Kraftstoffe und Technologien, die unser Kraftstoffgesch\u00e4ft erg\u00e4nzen, indem wir unsere vorhandenen Anlagen, die Infrastruktur und unsere Erfahrungen bei der Entwicklung der weltweit innovativsten und fortschrittlichsten Kraftstoffe einbringen. Diese Partnerschaft baut auf unserer betr\u00e4chtlichen Investition in die Arbeiten bei Iogen auf und ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg, der f\u00fchrende Hersteller von Kraftstoffl\u00f6sungen der n\u00e4chsten Generation zu werden.&#8221; <\/p>\n<p>   &#8220;Iogen hat bewiesen, dass saubere, erneuerbare Kraftstoffe im Stra\u00dfenverkehr nicht mehr l\u00e4nger ein Traum sind, sondern bereits Wirklichkeit&#8221;, erkl\u00e4rte Brian Foody, President von Iogen. &#8220;Die Ank\u00fcndigung von heute ist ein erstes Signal f\u00fcr eine m\u00f6gliche Ver\u00e4nderung auf dem europ\u00e4ischen Kraftstoffmarkt. Es wird sich zeigen, dass wir mit der Verbindung von Automobil- und Kraftstofftechnologien das ehrgeizige, aber absolut notwendige Ziel erreichen k\u00f6nnen, die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.&#8221; <\/p>\n<p>   &#8220;Die Verf\u00fcgbarkeit von synthetischen Biokraftstoffen hoher Qualit\u00e4t, die nach besonders strengen Spezifikationen hergestellt werden, ist die Voraussetzung f\u00fcr den Einsatz von fortschrittlichen Motorengenerationen. Die Kombination von Biokraftstoffen der zweiten Generation fortschrittlichen Kraftstoff- und Antriebstechnologien stellt einen Quantensprung in Sachen Umweltvertr\u00e4glichkeit dar. Nur mit einem integrierten Ansatz, der Motorentechnologie, Kraftstoffeigenschaften aber auch Verbraucherverhalten einschlie\u00dft, werden wir die k\u00fcnftigen, noch strengeren Anforderungen u.a. der Europ\u00e4ischen Union erf\u00fcllen k\u00f6nnen&#8221;, erl\u00e4uterte Pischetsrieder.<\/p>\n<p>   Alle Automobilhersteller garantieren den Einsatz von Zellulose-Ethanol-Gemischen: 10% (E10) in Nordamerika und 5% (E5) in Europa. Im Jahr 2003 gab die Europ\u00e4ische Union eine Biokraftstoffrichtlinie heraus und reagierte damit auf die absehbare Verknappung und die weiter steigenden Preise f\u00fcr fossile Brennstoffe.<\/p>\n<p>Laut dieser Richtlinie soll der Anteil der Biokraftstoffe bis 2010 bei 5,75% liegen. Im Rahmen des US Energy Policy Act von 2005 wurde ein landesweiter Standard f\u00fcr erneuerbare Energien (RFS) eingef\u00fchrt, durch den der Einsatz von Ethanol und Biodiesel bis zum Jahr 2012 verdoppelt werden soll. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wenn-autos-stroh-und-aeste-tanken-koennten\/\" >2005-10-13<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Volkswagen, Shell und die Iogen Corporation k&uuml;ndigten heute an, gemeinsam die wirtschaftliche Machbarkeit der Produktion von Zellulose-Ethanol in Deutschland zu pr&uuml;fen. 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