{"id":8614,"date":"2006-01-10T00:00:00","date_gmt":"2006-01-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20060110-03n"},"modified":"2006-01-10T00:00:00","modified_gmt":"2006-01-09T22:00:00","slug":"fraunhofer-umsicht-544-000-euro-foerdermittel-fuer-entwicklung-von-nr-kunststoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/fraunhofer-umsicht-544-000-euro-foerdermittel-fuer-entwicklung-von-nr-kunststoffen\/","title":{"rendered":"Fraunhofer UMSICHT: 544.000 Euro F\u00f6rdermittel f\u00fcr Entwicklung von NR-Kunststoffen"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"http:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/presse\/bericht.php?titel=060105_pulverfass\" >Fraunhofer UMSICHT<\/a> erh\u00e4lt Ziel-II-F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 544.000 Euro zur Errichtung einer Compoundiereinheit. Diese Anlage versetzt Fraunhofer UMSICHT in die Lage, pulver- und faserf\u00f6rmige Stoffe zu verarbeiten, um daraus unter industrie\u00e4hnlichen Bedingungen neue, ressourcenschonende Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe herzustellen.<\/b><\/p>\n<p>Kunststoffe begegnen uns auf Schritt und Tritt. Ob als Verpackung, im Auto oder als CD, t\u00e4glich trifft man auf die langkettigen Molek\u00fcle, die exquisite Materialeigenschaften, gute Verarbeitbarkeit und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis in sich vereinen. <\/p>\n<p>2003 verbrauchte durchschnittlich jeder Westeurop\u00e4er rund 98 Kilo Kunststoff \u2013 Tendenz steigend. Doch keine Erfolgsstory ohne Haken: Das Gros der Kunststoffe besteht aus Polymeren und deren Rohstoff, das Erd\u00f6l, wird knapper. Umweltfreundliche Alternativen sind gefragt.<\/p>\n<p>Fraunhofer UMSICHT setzt bei der systematischen Entwicklung neuer Werkstoffe in ausgesuchten Bereichen der Kunststofftechnik auf nachwachsende Rohstoffe und das Design ressourcenschonender Werkstoffe. <\/p>\n<p>Die mit 544.000 Euro zu 40 Prozent aus Mitteln der EU sowie zu 60 Prozent aus Mitteln des Landes NRW gef\u00f6rderte Compoundiereinheit erm\u00f6glicht es Fraunhofer UMSICHT die am Institut praxisnah auf die Bed\u00fcrfnisse des Marktes zugeschnittenen Compounds auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die auf zuvor im Werkstofflabor entwickelten Rezepturen beruhen, neu bzw. weiter zu entwickeln und unter industrie\u00e4hnlichen Bedingungen herzustellen. <\/p>\n<p>Damit wird die L\u00fccke zwischen der Herstellung sehr kleiner Versuchsmengen unter Laborbedingungen und der Umsetzung in eine industrielle Produktion eines Spezialcompounds geschlossen.<\/p>\n<p><b>Was versteht man unter Compoundierung?<\/b><\/p>\n<p>Bei der Verarbeitung von Kunststoffen zu Produkten wie z.B. Plastikbestecken werden aus den pulverf\u00f6rmigen oder fl\u00fcssigen Rohmaterialien Mischungen hergestellt, die den Endprodukten ihre typischen Eigenschaften verleihen. <\/p>\n<p>Diese Rezepturen sind das Geheimnis eines jeden Kunststoffes. Derartige Mischungen kann man erreichen, indem die Rohkunststoffe in den gew\u00fcnschten Mengenverh\u00e4ltnissen gemeinsam geschmolzen und vermischt werden. Anschlie\u00dfend wird die Schmelze in einen spaghettif\u00f6rmigen Strang gepresst, welcher abgek\u00fchlt wird und dabei erstarrt. Durch Zerkleinern des Stranges erh\u00e4lt man ein Granulat, das Compound, mit Partikelgr\u00f6\u00dfen von 5-8 mm.<\/p>\n<p><b>Vorteile der gef\u00f6rderten Compoundieranlage<\/b><\/p>\n<p>Die vom Land NRW gef\u00f6rderte Anlage erm\u00f6glicht diesen Prozess f\u00fcr Kleinserienproduktionen mit typischen Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. Celluloseacetat aus Cellulose oder Polymilchs\u00e4ure aus Mais, die zunehmend Erd\u00f6lbasierte Kunststoffe wie Polystyrol oder Polyethylen ersetzen sollen. Das Compound wird in weiteren Verarbeitungsschritten z.B. in Spritzgussmaschinen zur Herstellung der Formlinge (z.B. besagtem Besteck) eingesetzt.<\/p>\n<p>Damit neue Rezepturen nicht nur im Labor hergestellt und gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen, ist die Herstellung gr\u00f6\u00dferer Mengen zur Bemusterung der Endprodukte in Kleinserien erforderlich. Dies ist wichtig, da die Fertigung der Endprodukte nicht im Kleinen gepr\u00fcft werden kann.<\/p>\n<p>Mit der gef\u00f6rderten Anlage ist UMSICHT nun in der Lage, in kurzer Zeit auch einige hundert Kilogramm eines v\u00f6llig neuen Materials bereitzustellen, mit dem ein Produzent direkt eine Musterserie seines neuen Kunststoffproduktes herstellen kann. Dadurch werden Entwicklungszeiten f\u00fcr neue Produkte verk\u00fcrzt und das Risiko f\u00fcr neue Investitionen z.B. f\u00fcr spezielle Compoundieranlagen im Produktionsma\u00dfstab verringert.<\/p>\n<p>Die geplante Compoundierlinie <b>PulverFasS<\/b> (Compoundierung <b>pulver<\/b>&#8211; und <b>fas<\/b>erf\u00f6rmiger <b>S<\/b>toffe) enth\u00e4lt folgende Komponenten:<\/p>\n<ul>\n<li>Doppelschneckenextruder zur Compoundierung nachwachsender Rohstoffe incl. Vakuumpumpe, Siebwechsler und Granulierung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zubeh\u00f6r:<\/p>\n<ul>\n<li>Pflugscharmischer<\/li>\n<li>F\u00f6rderger\u00e4te<\/li>\n<li>Granulatdosierung, gravimetrisch<\/li>\n<li>Pulver- und Fl\u00fcssigkeitsdosierungen gravimetrisch, volumetrisch<\/li>\n<li>Seitenbeschickung<\/li>\n<li>Silo- und Absackstation<\/li>\n<li>Waagen<\/li>\n<li>Anlageninfrastruktur<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Fraunhofer UMSICHT erh&auml;lt Ziel-II-F&ouml;rdermittel in H&ouml;he von 544.000 Euro zur Errichtung einer Compoundiereinheit. 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