{"id":8602,"date":"2005-10-31T00:00:00","date_gmt":"2005-10-30T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051031-02n"},"modified":"2005-10-31T00:00:00","modified_gmt":"2005-10-30T22:00:00","slug":"erschwerte-bedingungen-fuer-biogas-ins-erdgasnetz-etablierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erschwerte-bedingungen-fuer-biogas-ins-erdgasnetz-etablierung\/","title":{"rendered":"Erschwerte Bedingungen f\u00fcr Biogas-ins-Erdgasnetz-Etablierung"},"content":{"rendered":"<p><b>Wie am Donnerstagabend von der <a href=\"http:\/\/www.e-control.at\/\" >Energie-Control GmbH<\/a> in einem Pressegespr\u00e4ch ver\u00f6ffentlicht, wirft die Idee, Biogas in heimische Erdgasnetze einzuspeisen, gro\u00dfe Probleme auf. Die Ergebnisse zweier von E-Control in Auftrag gegebener Studien beweisen, dass nicht nur die Frage der Finanzierung des Projekts offen liegt, es bestehen auch erhebliche technische Schwierigkeiten.<\/b><\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/www.energetik-leipzig.de\/\" >Institut f\u00fcr Energetik und Umwelt in Leipzig<\/a> besch\u00e4ftigte sich mit dem Potenzial von Biogas. Die Studie zeigt, dass es im Bestfall m\u00f6glich ist, rund 1,4 Prozent von insgesamt neun Mrd. Kubikmetern &#8211; das ist der \u00f6sterreichische Inlandgasverbrauch &#8211; als Biogas in das Erdgasnetz einzuspeisen. Im Bundesl\u00e4ndervergleich schwankt dieses Ergebnis aufgrund der strukturellen Unterschiede und betr\u00e4gt f\u00fcr den absatzst\u00e4rksten Netzbereich Wien 0,6 Prozent des Erdgasabsatzes. <\/p>\n<p>&#8220;In diesem hypothetischen &#8220;Idealzustand&#8221; m\u00fcssten allerdings alle Biogasanlagen optimal nach den Gegebenheiten der Erdgasnetze verteilt sein und keine anlagenrechtlichen Genehmigungsprobleme etc. vorhanden sein. Das tats\u00e4chliche Potenzial wird also leider noch wesentlich geringer sein&#8221;, so Walter Boltz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von E-Control.<\/p>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/info.tuwien.ac.at\/ite\" >Institut f\u00fcr Thermodynamik und Energiewandlung der Technischen Universit\u00e4t Wien (TU-Wien)<\/a> beleuchtete die technisch-wirtschaftlichen Aspekte des Projekts. Was die Aufbereitung des Biogas anbelangt, gibt es je zwei Anlagen in der Schweiz und in Schweden, was auf geringe Erfahrungswerte schlie\u00dfen l\u00e4sst. Daher wird in \u00d6sterreich seit kurzem in einem Forschungsprojekt die Machbarkeit mittels einer Versuchsanlage untersucht. Doch alleine die Kosten der Gasaufbereitung liegen etwa bei den doppelten Gestehungskosten f\u00fcr Erdgas von 1,5 Cent pro Kilowattstunde.<\/p>\n<p>Die Anlagenerrichtung zur Erzeugung von einspeisbarem Biogas ist sehr komplex und mit erheblichem Material- und Personaleinsatz verbunden. Deshalb kommen die Forscher der TU-Wien zu dem Schluss, dass ohne massive F\u00f6rderma\u00dfnahmen auch in Zukunft kein wirtschaftlicher Betrieb zu erwarten ist. Zudem muss es zu einem Engpass an biogenen Rohstoffen kommen, wenn nur die heimischen Quellen angezapft werden. In der Folge f\u00fchrt das zu einer Importabh\u00e4ngigkeit an Biomasse.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/neue-studie-belegt-biogas-ist-treibstoff-der-zukunft\/\" >2005-10-27<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Wie am Donnerstagabend von der Energie-Control GmbH in einem Pressegespr&auml;ch ver&ouml;ffentlicht, wirft die Idee, Biogas in heimische Erdgasnetze einzuspeisen, gro&szlig;e Probleme auf. 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