{"id":8597,"date":"2005-11-02T00:00:00","date_gmt":"2005-11-01T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051102-06n"},"modified":"2005-11-02T00:00:00","modified_gmt":"2005-11-01T22:00:00","slug":"zmp-hohes-rapsangebot-in-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zmp-hohes-rapsangebot-in-der-eu\/","title":{"rendered":"ZMP: Hohes Rapsangebot in der EU"},"content":{"rendered":"<p><b>In Europa war die Rapsernte besser als erwartet, wenngleich niedriger als im Vorjahr. Das Gesamtangebot d\u00fcrfte aber aufgrund der Best\u00e4nde gr\u00f6\u00dfer als im letzten Wirtschaftsjahr ausfallen. Im Gegensatz zur vorigen Saison tendieren die Kurse am Rapsmarkt bisher dennoch fest, da Raps\u00f6l und -schrot sehr gefragt sind. Doch die Erntesch\u00e4tzungen f\u00fcr Sojabohnen in den USA und S\u00fcdamerika entfalten zunehmend Marktwirkung.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20051102-06\/Ernten%20Raps%20Soja.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Tabelle\"\/><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20051102-06\/Erzeugerpreise%20Food-raps.jpg\" align=\"right\" style=\"margin-left:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Grafik\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Nach der Rekordernte von 2004 konnten die deutschen Rapserzeuger auch in diesem Jahr eine \u00fcberdurchschnittliche Ernte einfahren. So wurden nach vorl\u00e4ufigen offiziellen Angaben 5,05 Mio. t geerntet, 4% weniger als im Rekordjahr 2004, jedoch rund 22% mehr als im langj\u00e4hrigen Durchschnitt.<\/p>\n<p>Auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern war die Rapsernte besser als zun\u00e4chst erwartet. So wird die EU-Erzeugung auf gut 15,1 Mio. t veranschlagt, nur 0,1 Mio. t niedriger als 2004. Damit w\u00e4ren bereits zum zweiten Mal in Folge in der EU-25 mehr als 15 Mio. t Raps eingefahren, rund 25% mehr als im 5-Jahres-Mittel.<\/p>\n<p>Bessere Ergebnisse als im Vorjahr wurden in Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Finnland erzielt. Demgegen\u00fcber fuhren neben den deutschen die Erzeuger in D\u00e4nemark und \u00d6sterreich weniger Raps ein als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Trotz der niedrigeren Erzeugung d\u00fcrfte das Angebot in der EU-25 2005\/06 eine neue Rekordh\u00f6he erreichen. Denn aus dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr stehen noch gesch\u00e4tzte 1,2 bis 1,3 Mio. t zur Verf\u00fcgung, die das Gesamtangebot auf 16,5 Mio. t erh\u00f6hen. Das sind 1 Mio. t mehr als im Vorjahr. Auch unter der Annahme einer um 9% auf 14 Mio. t gesteigerten Verarbeitung und h\u00f6herer Exporte d\u00fcrften die Endbest\u00e4nde zum Schluss des Wirtschaftsjahres 2005\/06 damit erneut \u00fcber der Linie von 1 Mio. t liegen.<\/p>\n<p><b>Hohes Angebot aus \u00dcbersee<\/b><\/p>\n<p>Die EU wird auch in dieser Saison mit rund einem Drittel der weltweiten Ernte der gr\u00f6\u00dfte Erzeuger von Raps sein. Dahinter folgen China mit gut einem Viertel vor Kanada mit knapp einem F\u00fcnftel und Indien mit gut einem Siebtel der Weltproduktion.<\/p>\n<p>In dieser Saison wird insbesondere ein hohes Angebot aus Kanada erwartet. So wird die dortige Rapserzeugung von offizieller Seite auf 8,4 Mio. t gesch\u00e4tzt, das w\u00e4ren nur 0,35 Mio. t weniger als im Rekordjahr 1999. Damit d\u00fcrften Kanadas Rapsexporte in diesem Wirtschaftsjahr um knapp 30% auf 4,35 Mio. t steigen, wobei nun auch gr\u00f6\u00dfere Ausfuhren nach Europa m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p><b>Feste Stimmung am Rapsmarkt h\u00e4lt an<\/b><\/p>\n<p>Die Rapskurse tendieren in dieser Saison im Gegensatz zum Vorjahr fest. Untermauert wurde der kr\u00e4ftige Kursanstieg am europ\u00e4ischen Terminmarkt durch eine sehr lebhafte Umsatzt\u00e4tigkeit. Verst\u00e4rkte Aktivit\u00e4ten zeigen vor allem die \u00d6lm\u00fchlen, angetrieben durch ein sehr lebhaftes Produktgesch\u00e4ft. So zeigte sich der Rapsschrotmarkt in den vergangenen Wochen trotz eines deutlich h\u00f6heren Aussto\u00dfes der \u00d6lm\u00fchlen leergefegt.<\/p>\n<p>Der st\u00e4rkste Aufwind f\u00fcr die Rapspreise kommt allerdings aus dem Biokraftstoffsektor. Steigende Roh\u00f6lpreise sorgten in den vergangenen Wochen f\u00fcr einen enormen Nachfrageschub bei Biodiesel, der sich wiederum auch auf den Raps\u00f6lmarkt auswirkte. Mit Blick auf die Raps\u00f6lnachfrage deutet sich daher \u00fcber das Jahr 2005 hinaus kr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung an, die den Preisen weiterhin Aufwind verleihen d\u00fcrfte. <\/p>\n<p>Doch auch, wenn sich die Preise in Europa zwischenzeitlich von der Entwicklung am Weltmarkt abkoppelten, werden insbesondere vom US-Sojamarkt weiterhin Impulse ausgehen.<\/p>\n<p><b>Kurse f\u00fcr Sojabohnen in Chicago zogen an<\/b><\/p>\n<p>Traditionell erlangen Sojaangebotssch\u00e4tzungen f\u00fcr die USA im Herbst gr\u00f6\u00dfere Marktbedeutung, bevor gegen Jahresende Ernteprognosen f\u00fcr S\u00fcdamerika zunehmend an Gewicht gewinnen. Das US-Landwirtschaftsministerium setzte in seinem Oktober-Bericht die Soja-Erntesch\u00e4tzung f\u00fcr die USA gegen\u00fcber der vorangegangenen Sch\u00e4tzung um 3 Mio. t auf 80,75 Mio. t herauf. <\/p>\n<p>Viele Marktteilnehmer waren jedoch von einer noch h\u00f6heren Prognose ausgegangen, so dass die Notierungen im Anschluss an die Ver\u00f6ffentlichung des Berichtes deutlich anzogen.<\/p>\n<p>Weitere Aufw\u00e4rtskorrekturen k\u00f6nnten den Druck auf die Sojakurse allerdings verst\u00e4rken, zumal ersten Prognosen zufolge auch in S\u00fcdamerika hohe Ernten m\u00f6glich sein sollen. So wird die brasilianische Ernte auf eine H\u00f6he von 60 Mio. t gesch\u00e4tzt. Zugleich wurde die Prognose f\u00fcr Argentinien im Oktober um 1,5 Mio. t auf 40,5 Mio. t heraufgesetzt.<\/p>\n<p>Die Angebotsprognosen f\u00fcr Nord- und S\u00fcdamerika d\u00fcrften die \u00d6lsaatenm\u00e4rkte weiter in Atem halten und auch Einfluss auf den Rapsmarkt aus\u00fcben. Doch die rege Raps\u00f6lnachfrage aus dem Biokraftstoffbereich d\u00fcrfte anhalten und den Raps\u00f6lpreisen damit Unterst\u00fctzung geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>In Europa war die Rapsernte besser als erwartet, wenngleich niedriger als im Vorjahr. 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