{"id":8592,"date":"2005-11-04T00:00:00","date_gmt":"2005-11-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051104-01n"},"modified":"2005-11-04T00:00:00","modified_gmt":"2005-11-03T22:00:00","slug":"bau-einer-neuen-anlage-fuer-synthetische-biokraftstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bau-einer-neuen-anlage-fuer-synthetische-biokraftstoffe\/","title":{"rendered":"Bau einer neuen Anlage f\u00fcr synthetische Biokraftstoffe"},"content":{"rendered":"<p><b>Anfang November wurde am <a href=\"http:\/\/www.fzk.de\/\" >Forschungszentrum Karlsruhe<\/a> mit dem Bau einer neuen Anlage zur Biomasseaufbereitung f\u00fcr synthetische Kraftstoffe begonnen. Die insgesamt 5,6 Millionen Euro umfassende Erstinvestition wird vom <a href=\"http:\/\/www.verbraucherministerium.de\/\" >Bundesministerium f\u00fcr Verbraucherschutz (BMVEL)<\/a> \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" >Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)<\/a> mit gut zwei Millionen Euro gef\u00f6rdert. Das Forschungszentrum verfolgt mit dem Projekt einen neuen dezentralen Ansatz. Zwei weitere Bestandteile der Gesamtanlage sollen in einem nachfolgenden Schritt errichtet werden.<\/b> <\/p>\n<p>Synthetische Krafttstoffe aus Biomasse, auch BTL (Biomass-to-liquid)-Kraftstoffe genannt, gelten aufgrund ihres gro\u00dfen Mengenpotenzials und ihrer technischen Eigenschaften als Hoffnungstr\u00e4ger unter den Biokraft-stoffen. Derzeit werden in verschiedenen Pilotanlagen in Deutschland unterschiedliche Herstellungsverfahren getestet. <\/p>\n<p>In der Karlsruher Anlage soll Biomasse zu einem energiereichen Slurry verdichtet werden, um so den Transportaufwand f\u00fcr die gro\u00dfvolumigen pflanzlichen Rohstoffe zu verringern. Wenn die Einspareffekte gr\u00f6\u00dfer sind als der Energieaufwand der zus\u00e4tzlichen Verarbeitungsstufe, k\u00f6nnte Biomasse f\u00fcr BTL-Kraftstoffe k\u00fcnftig dezentral aufbereitet werden. In anderen Pilotanlagen, zum Beispiel bei der Firma <a href=\"http:\/\/www.choren.de\/\" >Choren<\/a> in Freiberg oder beim geplanten Vorhaben der <a href=\"http:\/\/www.tu-freiberg.de\/\" >TU Bergakademie Freiberg<\/a>, wird die Biomasse bislang im Rohzustand direkt zur Synthesegaserzeugung angeliefert. (Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/synthetische-biokraftstoffe-engineering-studie-fuer-btl-pilotanlage\/\" >2005-10-07<\/a>.)<\/p>\n<p>F\u00fcr den dezentralen Ansatz sind Pyrolyse-Einheiten mit einer Leistung von jeweils 40 \u2013 50 MW angedacht, die 50.000 t Biomasse pro Jahr aus einem Umkreis von etwa 25 km zu Slurry verarbeiten k\u00f6nnten. Zum Vergleich: Bei geplanten zentralen BTL-Anlagen mit Anlieferung unverdichteter Biomasse rechnet man mit einem j\u00e4hrlichen Bedarf von einer Millionen Tonnen Rohstoffe. <\/p>\n<p>Noch sind alle diese Anlagen Zukunftsmusik, beim Demonstrationsvorhaben in Karlsruhe wird vorerst nur mit einem Biomassebedarf von etwa 350 t im ersten Betriebsjahr gerechnet. Die Anlage kann im Volllastbetrieb bis zu 500 kg Biomasse pro Stunde verarbeiten. In der bereits bestehenden Laboranlage wurde nur Stroh genutzt, zuk\u00fcnftig wird das Biomassespektrum jedoch durch Holz und Energiegetreide erweitert. Die pro Stunde entstehenden rund 400 kg Slurry sollen in einem Flugstromvergaser vergast und das Synthesegas anschlie\u00dfend zu Methanol umgewandelt werden, aus dem dann wiederum Benzin oder Diesel hergestellt werden kann. Die f\u00fcr diese Teilprozesse notwendigen Anlagen werden in einem zweiten Schritt errichtet. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungszentrum-karlsruhe-intelligentes-konzept-macht-kraftstoff-aus-biomasse-wirtschaftlich\/\" >2005-11-04<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ueberblicksreport-biogene-kraftstoffe\/\" >2005-11-03<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungszentrum-karlsruhe-weniger-fleisch-mehr-bioenergie\/\" >2004-10-04<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/forschungszentrum-karlsruhe-studie-erweist-biogene-rest-und-abfallstoffe-als-energietraeger-mit-zukunft\/\" >2003-08-29<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Anfang November wurde am Forschungszentrum Karlsruhe mit dem Bau einer neuen Anlage zur Biomasseaufbereitung f&uuml;r synthetische Kraftstoffe begonnen. 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