{"id":8576,"date":"2005-11-09T00:00:00","date_gmt":"2005-11-08T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051109-03n"},"modified":"2005-11-09T00:00:00","modified_gmt":"2005-11-08T22:00:00","slug":"pekinger-konferenz-setzt-signal-fuer-den-weltweiten-ausbau-der-erneuerbaren-energien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pekinger-konferenz-setzt-signal-fuer-den-weltweiten-ausbau-der-erneuerbaren-energien\/","title":{"rendered":"Pekinger Konferenz setzt Signal f\u00fcr den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien"},"content":{"rendered":"<p><b>Bundesumweltminister J\u00fcrgen Trittin hat die Ergebnisse der <a href=\"http:\/\/www.birec2005.cn\/\" >Internationalen Konferenz f\u00fcr erneuerbare Energien<\/a> in Peking als &#8220;Meilenstein&#8221; f\u00fcr den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und f\u00fcr den globalen Klimaschutz gewertet. &#8220;Die Schlusserkl\u00e4rung von Peking unterstreicht die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft zu verst\u00e4rkten Anstrengungen beim Ausbau erneuerbarer Energien&#8221;, sagte Trittin zum Abschluss der zweit\u00e4gigen Konferenz in der chinesischen Hauptstadt. Von Peking gehe zudem ein wichtiges Signal nach Montreal, wo Ende November der n\u00e4chste Klimaschutzgipfel stattfindet. Peking hat gezeigt, dass erneuerbare Energien eine unmittelbar verf\u00fcgbare Technologie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen sind. Deshalb wird der Fortschritt beim weltweiten Ausbau der Erneuerbaren in Montreal ein wichtiges Thema sein&#8221;, so Trittin.<\/b> <\/p>\n<p>Trittin hob die postive Rolle Chinas in diesem Prozess hervor. &#8220;China hat den politischen Willen, die weltweite Nutzung erneuerbarer Energien voranzubringen und gleichzeitig eine internationale Vorreiterrolle dabei zu \u00fcbernehmen&#8221;, sagte Trittin. Dies zeige sich nicht nur daran, dass China die Ausrichtung der Folgeveranstaltung zur &#8220;<a href=\"http:\/\/www.renewables2004.de\/\" >Renewables 2004<\/a> in Bonn \u00fcbernommen habe, sondern auch an den ehrgeizigen Ausbauzielen, die sich das Land gesetzt habe. <\/p>\n<p>Auf der &#8220;Beijing International Renewable Energy Conference&#8221; (BIREC) erh\u00f6hte der chinesische Vize-Energieminister nochmals die chinesischen Ausbauziele, die er im letzten Jahr bei der &#8220;Renewables&#8221;-Konferenz in Bonn verk\u00fcndet hatte: Nunmehr plant China, bis zum Jahr 2020 seinen Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch auf 15 Prozent zu steigern. <\/p>\n<p>Allein die Windkraftkapazit\u00e4t soll bis 2020 auf 30 Gigawatt (GW) ausgebaut werden. Das w\u00e4re fast das Doppelte der derzeit in Deutschland installierten Kapazit\u00e4t. Hinzukommen sollen weitere 20 GW aus Bioenergie und 4 GW aus Solarenergie. Zusammen mit gro\u00dfen Wasserkraftanlagen will China bis 2020 insgesamt mehr 30 Prozent seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Dies zeigt die enormen Wirtschaftspotenziale und Chancen gerade f\u00fcr die deutschen Unternehmen auf, die in diesem Markt weltweit f\u00fchrend sind. <\/p>\n<p>In einem &#8220;Business-Forum&#8221; parallel zur BIREC forderte der Vizeminister der Nationalen Development and Reform Commission (NDRC) Zhang Guobao die anwesenden ausl\u00e4ndischen Windenergieanlagenbauer auf, beim Ausbau der Windenergie in China mitzuhelfen. Er wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass das aktuelle Preisniveau ihrer Anlagentechnik zu hoch sei. Die europ\u00e4ischen Hersteller m\u00fcssten sich vielmehr an den Energiepreisen des chinesischen Marktes orientieren. Guobao verwies auf einen Beschluss der chinesischen Regierung, die Steuern f\u00fcr Strom aus erneuerbaren Energien zu halbieren. <\/p>\n<p>Die in Peking vertretenen Anlagenhersteller warnten indes davor, mit nichtausgereifter Technik den Aufbau der chinesischen Windenergie zu gef\u00e4hrden statt auf bew\u00e4hrte und erprobte Anlagen zur\u00fcckzugreifen. Sie verwiesen darauf, dass die Stromgestehungskosten in der Windenergiebranche in den letzten 15 Jahren mehr als halbiert haben. Entscheidend f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit sei aus Sicht der Betreiber nicht die H\u00f6he der unmittelbaren Investitionskosten, sondern die Summe der \u00fcber die gesamte Betriebsdauer der Anlage anfallenden Kosten. <\/p>\n<p>Bei der BIREC wurde erstmals ein umfassender \u00dcberblick \u00fcber den Stand der erneuerbaren Energien weltweit vorgestellt. Danach kommt gut ein Sechstel des weltweiten Prim\u00e4renergieverbrauchs (17 Prozent) aus regenerativen Quellen. Diese verteilen sich auf sogenannte &#8220;neue Erneuerbare&#8221; (kleine Wasserkraft, Wind, Solar, Biomasse: 2 Prozent), gro\u00dfe Wasserkraft (6 Prozent) sowie traditionelle Nutzung von Biomasse in Entwicklungsl\u00e4ndern (9 Prozent). <\/p>\n<p>Derzeit werden weltweit 160 GW Stromerzeugungskapazit\u00e4t aus erneuerbaren Energien (ohne gro\u00dfe Wasserkraft) bereitgestellt. Das entspricht einem Anteil von 4 Prozent. Knapp die H\u00e4lfte davon befindet sich in Entwicklungsl\u00e4ndern. Hinzu kommen 16 Prozent aus gro\u00dfen Wasserkraftanlagen. Die Technologien der neuen Erneuerbaren wachsen weltweit am rasantesten, davon Solarenergie mit einer Zuwachsrate von 60 Prozent pro Jahr seit 2000 sowie Windenergie mit knapp 30 Prozent Zuwachs in den letzten Jahren. <\/p>\n<p>Die Investitionen f\u00fcr erneuerbare Energien steigen seit Jahren und erreichten 2004 weltweit mit 30 Milliarden US-Dollar einen neuen H\u00f6chststand. Gut 1,7 Millionen Menschen arbeiten in diesem Sektor, davon 900.000 bei der Produktion von Biotreibstoffen. Biotreibstoffe haben derzeit bereits einen Anteil von weltweit 3 Prozent am Treibstoffverbrauch. Weltmarktf\u00fchrer ist hier Brasilien mit einem Anteil von 44 Prozent des Gesamtverbrauchs an Ottokraftstoff. Weltweit haben 45 L\u00e4nder besondere Politiken und Strategien f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren einschlie\u00dflich konkreten Ausbauzielen, darunter 10 Entwicklungsl\u00e4nder. <\/p>\n<p>In der heute verabschiedeten &#8220;Pekinger Erkl\u00e4rung&#8221; wird von den Vereinten Nationen die Einrichtung eines \u00dcberpr\u00fcfungsmechanismus&#8221; gefordert, um Klarheit \u00fcber Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen. Die Erkl\u00e4rung unterstreicht die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie fordert daher Regierungen, Wirtschaft und andere Akteure auf, ihre Anstrengungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, F\u00f6rderpolitik, Finanzierung und Entwicklung von M\u00e4rkten national wie international zu verst\u00e4rken. <\/p>\n<p>Weitere Informationen im Netz unter <a href=\"http:\/\/www.birec2005.cn\/\" >www.birec2005.cn<\/a>. <\/p>\n<p>Abschlussrede von J\u00fcrgen Trittin &#8220;<a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/reden\/bundesumweltminister_juergen_trittin\/doc\/36191.php\" >Synergy of Renewable Energy<\/a>&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/erneuerbare_energien\/downloads\/doc\/36168.php\" >Hintergrundpapier zur Konferenz<\/a><\/p>\n<p>Er\u00f6ffnungsrede von J\u00fcrgen Trittin: &#8220;&#8221;<a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/reden\/bundesumweltminister_juergen_trittin\/doc\/36186.php\" >Make it real in China and worldwide<\/a>&#8220;<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ein-signal-fuer-den-weltweiten-ausbau-der-erneuerbaren-energien-und-globalen-klimaschutz\/\" >2005-11-03<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Bundesumweltminister J&uuml;rgen Trittin hat die Ergebnisse der Internationalen Konferenz f&uuml;r erneuerbare Energien in Peking als &#8220;Meilenstein&#8221; f&uuml;r den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und f&uuml;r<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8576","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8576"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8576\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8576"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}