{"id":8556,"date":"2005-11-11T00:00:00","date_gmt":"2005-11-10T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051111-04n"},"modified":"2005-11-11T00:00:00","modified_gmt":"2005-11-10T22:00:00","slug":"verfahren-fuer-wirtschaftlichere-biodieselproduktion-entwickelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/verfahren-fuer-wirtschaftlichere-biodieselproduktion-entwickelt\/","title":{"rendered":"Verfahren f\u00fcr wirtschaftlichere Biodieselproduktion entwickelt"},"content":{"rendered":"<p><b>So, wie Raps\u00f6l aus der Saat gepresst wird, vertr\u00e4gt der normale Motor es nicht. Insbesondere die Glyzerinbindungen m\u00fcssen mit Hilfe von chemischen Katalysatoren aufgebrochen und das Glyzerin durch Methanol ersetzt werden. Der danach entstandene Methylester erst ist Biodiesel in Treibstoffqualit\u00e4t.<\/b> <\/p>\n<p>Aber in der technischen Umsetzung stecken einige T\u00fccken: Schlie\u00dflich muss der Biodiesel von den Katalysatormolek\u00fclen und dem anfallenden Glyzerin getrennt werden. Ein kostspieliger Vorgang, bei dem au\u00dferdem chemische Abf\u00e4lle entstehen. Leichter ginge es, wenn der Katalysator fest w\u00e4re und sich schlicht herausfiltern lie\u00dfe.<\/p>\n<p>Daher forschen verschiedene Arbeitsgruppen seit einiger Zeit schon an entsprechenden Versionen, die leider bislang alle zu teuer, zu instabil oder zu reaktionstr\u00e4ge waren. <\/p>\n<p>Wie j\u00fcngst in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift <a href=\"http:\/\/www.nature.com\/\" >Nature<\/a> ver\u00f6ffentlicht, haben nun japanische Forscher um Masakazu Toda vom <a href=\"http:\/\/www.titech.ac.jp\/\" >Tokyo Institute of Technology<\/a> einen viel versprechenden festen Katalysator entwickelt, mit dem der relativ aufw\u00e4ndige Produktionsprozess von Biodiesel \u00f6konomischer und umweltfreundlicher ablaufen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Ausgangsstoffe sind die Zucker Glukose und Saccharose, denen bei Temperaturen \u00fcber 300 Grad Celsius ein Teil ihres Wasserstoffs und Sauerstoffs entzogen wird. Es entsteht ein starres dreidimensionales Kohlenstoffger\u00fcst, auf das S\u00e4uren Sulfons\u00e4uregruppen (-SO<sub>3<\/sub>H) \u00fcbertragen. Diese \u00fcbernehmen die eigentliche katalytische Aufgabe. <\/p>\n<p>Dieses Tr\u00e4germaterial behandelten sie f\u00fcr mehrere Stunden bei etwa 150 Grad mit konzentrierter Schwefels\u00e4ure. Dabei entsteht ein schwarzes Pulver, das als Wasser unl\u00f6slicher Katalysator die Fetts\u00e4uren des \u00d6les bei 80 Grad Celsius mit einer vergleichbar hohen Ausbeute wie fl\u00fcssige Schwefels\u00e4ure verestert, aber in Kombination mit bindenden Polymeren zu Pellets oder d\u00fcnnen Filmen gepresst werden kann. <\/p>\n<p>Mit einer katalytischen Aktivit\u00e4t, die bei mehr als der H\u00e4lfte von fl\u00fcssigen Katalysatoren liegt, ist der Zuckerkatalysator deutlich reaktiver als andere feste Beschleuniger. Au\u00dferdem erwies er sich in den bisherigen Laborversuchen als recht ausdauernd. Der fertige Biodiesel lie\u00df sich deutlich leichter vom festen Katalysator trennen als die bislang verwendete Schwefels\u00e4ure. <\/p>\n<p>Die Ausgangsprodukte f\u00fcr den festen Katalysator k\u00f6nnen nach Informationen des Instituts aus Ernteabf\u00e4llen gewonnen werden. Da die Reinigung des gewonnenen Treibstoffes mit Hilfe des Katalysators leichter ist, k\u00f6nnte das Produktionsverfahren dadurch auch schneller und kosteng\u00fcnstiger werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>So, wie Raps&ouml;l aus der Saat gepresst wird, vertr&auml;gt der normale Motor es nicht. Insbesondere die Glyzerinbindungen m&uuml;ssen mit Hilfe von chemischen Katalysatoren aufgebrochen und<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8556","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8556"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8556\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8556"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}