{"id":85426,"date":"2021-02-25T07:35:10","date_gmt":"2021-02-25T06:35:10","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=85426"},"modified":"2021-09-09T21:09:17","modified_gmt":"2021-09-09T19:09:17","slug":"kalkindustrie-electrochaea-beteiligt-sich-an-richtungsweisendem-projekt-zur-co2-%e2%80%90einsparung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kalkindustrie-electrochaea-beteiligt-sich-an-richtungsweisendem-projekt-zur-co2-%e2%80%90einsparung\/","title":{"rendered":"Kalkindustrie: Electrochaea beteiligt sich an richtungsweisendem Projekt zur CO<sub>2\u00a0<\/sub>\u2010Einsparung"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Electrochaea liefert skalierbare Power\u2010to\u2010Methane\u2010Technologie<\/strong><\/li>\n<li><strong>90.000 Tonnen CO<sub>2<\/sub>\u2010Einsparung pro Jahr und Anlage<\/strong><\/li>\n<li><strong>Einsparungspotenzial von bis zu 3,8 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr in Deutschland m\u00f6glich<\/strong><\/li>\n<li><strong>150 Millionen Euro Investment f\u00fcr Pilotanlage<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Mit dem Ziel, die hohen CO<sub>2<\/sub>\u2010Emmissionen in der Kalk\u2010 und Zementherstellung drastisch zu reduzieren, arbeitet der Power\u2010to\u2010Methane\u2010Spezialist Electrochaea mit dem Kalkhersteller Carmeuse, dem Energieunternehmen Engie, der Engie\u2010Tochter Storengy und dem Maschinen\u2010 und Anlagenbaukonzern John Cockerill zusammen. Die Unternehmen planen den Bau der ersten fortschrittlichen, skalierten Anlage zur Umwandlung von CO<sub>2<\/sub> in erneuerbares gr\u00fcnes Gas f\u00fcr die Kalk\u2010 und Zementindustrie auf Basis der biologischen Methanisierungstechnologie. Die Anlage soll in der N\u00e4he von Charleroi in Belgien gebaut werden. Die Gesamtinvestitionskosten f\u00fcr das Projekt belaufen sich auf \u00fcber 150 Millionen Euro.<\/strong><\/p>\n<p>Das Konsortium hat eine F\u00f6rderung im Rahmen des EU\u2010Innovationsfonds und IPCEI (Important Project of Common European Interest) beantragt. Die Projektumsetzung beginnt 2022. Die Anlage soll 2025 betriebsbereit sein. Damit ist es das weltweit gr\u00f6\u00dfte Projekt seiner Art zur CO<sub>2<\/sub>\u2010Einsparung in der Kalkindustrie. Durch den Einsatz der f\u00fchrenden biologischen Power\u2010to\u2010Methane\u2010Technologie von Electrochaea k\u00f6nnen bis zu 90.000 Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr und pro Anlage recycelt werden.<\/p>\n<h3>Kalk: Wirtschaftlich wichtiger Grundstoff mit hohem CO<sub>2<\/sub>\u2010Aussto\u00df<\/h3>\n<p>Kalk wird haupts\u00e4chlich bei der Produktion von Eisen, Stahl, Glas und chemischen Produkten, aber auch im Wohnungs\u2010 und Stra\u00dfenbau, bei der Trinkwasseraufbereitung und Abwasserbehandlung sowie der industriellen Abgasreinigung eingesetzt. Das Brennen von Kalkstein (CaCO<sub>3<\/sub>) bei hohen Temperaturen zu Branntkalk (CaO) ist laut Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie allein in Deutschland f\u00fcr \u00fcber 1,5 Prozent des gesamten CO<sub>2<\/sub>\u2010Aussto\u00dfes verantwortlich. Etwa zwei Drittel des bei der Kalkherstellung freigesetzten CO<sub>2<\/sub> sind hierbei prozess\u2010 und rohstoffbedingt und lassen sich nicht vermeiden. Die Kalkindustrie setzt deswegen nach dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft auf alternative Ans\u00e4tze, wie die Abtrennung mit anschlie\u00dfender Nutzung des CO<sub>2<\/sub> (Carbon Capture Utilisation).<\/p>\n<p>Bisherige Technologien zur Wiederverwertung des CO<sub>2<\/sub> haben sich als nicht \u00f6konomisch erwiesen, da sie nur aufbereitetes, reines CO<sub>2<\/sub> nutzen k\u00f6nnen. Electrochaea ist es hingegen gelungen, eine Technologie zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die auch mit verunreinigtem CO<sub>2<\/sub> sehr gut arbeiten kann.<\/p>\n<p>\u201eDas ist ein gro\u00dfer Vorteil gegen\u00fcber allen anderen Verfahren, da wir das CO<sub>2<\/sub> nicht reinigen m\u00fcssen. Es entf\u00e4llt also ein wesentlicher, kostenaufwendiger Schritt\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Doris Hafenbradl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und technische Leiterin von Electrochaea.<\/p>\n<h3>2 Mikroorganismen machen aus CO<sub>2<\/sub> und gr\u00fcnem Wasserstoff klimaneutrales Gas<\/h3>\n<p>Mit der Electrochaea\u2010Methode kann der CO<sub>2<\/sub>\u2010Aussto\u00df der Kalkproduktion langfristig drastisch reduziert werden. Statt das CO<sub>2<\/sub> aus dem Prozess als Treibhausgas freizusetzen, wandeln Mikroorganismen das CO<sub>2<\/sub> in Bioreaktoren unter Zusatz von gr\u00fcnem Wasserstoff in treibhausgasneutrales Methan um, das die gleichen Nutzeigenschaften wie Erdgas besitzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Wasserstoff\u2010Versorgung baut das Projektkonsortium au\u00dferdem eine der gr\u00f6\u00dften Elektrolyseanlagen der Welt mit einer Leistung von 75 Megawatt. Das gr\u00fcne Methan aus der Anlage in Charleroi kann direkt in das nationale Netz eingespeist werden und bis zu 15.000 Vier\u2010Personen\u2010Haushalte mit Gas zum Heizen, f\u00fcr Warmwasser und zum Kochen versorgen. Das entspricht in etwa 240 Gigawattstunden Gas pro Jahr.<\/p>\n<p>Auch als Rohstoff f\u00fcr industrielle Nutzer sowie als Kraftstoff f\u00fcr den Transportsektor ist das Gas sehr gut einsetzbar. Baustart f\u00fcr die Anlage ist 2022.<\/p>\n<h3>Deutsche Kalkindustrie k\u00f6nnte bis zu 3,8 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr einsparen<\/h3>\n<p>Um die Klimaziele 2050 aus dem Klimaschutzplan zu erreichen, soll Deutschland bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral sein. Auch die deutsche Kalkindustrie verst\u00e4rkt daher ihre Anstrengungen zur CO<sub>2<\/sub>\u2010Minderung. F\u00fcr die Kalkindustrie in Deutschland bietet die Electrochaea\u2010Methode eine enorme Chance zur CO<sub>2<\/sub>\u2010Einsparung. Laut einem aktuellen Navigant Energiewendebericht wird in Deutschland an 42 Standorten von 22 Unternehmen Kalk hergestellt. Rechnerisch k\u00f6nnte die deutsche Kalkindustrie durch den Einsatz der Electrochaea\u2010Technologie pro Jahr bis zu 3,8 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> einsparen.<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, unsere L\u00f6sung zur CO<sub>2<\/sub>\u2010Reduktion weltweit und \u00fcberall dort zu anzubieten, wo sehr viel CO<sub>2<\/sub> ausgesto\u00dfen wird. Unsere Technologie ist effizient, sehr flexibel und zuverl\u00e4ssig. Davon k\u00f6nnte auch die Kalk\u2010 und Zementindustrie in Deutschland stark profitieren\u201c, erkl\u00e4rt Mich Hein, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und CEO von Electrochaea.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber Electrochaea<\/h3>\n<p>Die Electrochaea GmbH wurde 2014 gegr\u00fcndet und bietet eine innovative, patentierte Technologie zur Produktion von hochwertigem, erneuerbarem Methan, das wie Erdgas gespeichert und bei Bedarf \u00fcber das bestehende Gasnetz genutzt werden kann. Pilotanlagen im industriellen Ma\u00dfstab wurden bereits in den USA, der Schweiz und D\u00e4nemark betrieben. Das Unternehmen plant, bis 2025 mehr als 15 Milliarden Kubikfu\u00df pro Jahr an erneuerbarem Methan zu produzieren.<\/p>\n<p>Die Technologie von Electrochaea wurde mit dem Schweizer Energiepreis Watt d&#8217;Or ausgezeichnet und vom Magazin FOCUS als eine der wichtigsten Technologien f\u00fcr Klima und Umwelt gelistet. Der Hauptsitz von Electrochaea befindet sich in M\u00fcnchen\u2010Planegg, Deutschland, mit Niederlassungen in D\u00e4nemark und den USA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Electrochaea liefert skalierbare Power\u2010to\u2010Methane\u2010Technologie 90.000 Tonnen CO2\u2010Einsparung pro Jahr und Anlage Einsparungspotenzial von bis zu 3,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr in Deutschland m\u00f6glich 150 Millionen Euro Investment f\u00fcr Pilotanlage Mit dem Ziel, die hohen CO2\u2010Emmissionen in der Kalk\u2010 und Zementherstellung drastisch zu reduzieren, arbeitet der Power\u2010to\u2010Methane\u2010Spezialist Electrochaea mit dem Kalkhersteller Carmeuse, dem Energieunternehmen Engie, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572,5571],"tags":[12546,10744,11841,13385,10743,13255],"supplier":[17890,11764,16327,17891,18218],"class_list":["post-85426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based","category-co2-based","tag-baustoffe","tag-carboncapture","tag-kreislaufwirtschaft","tag-methan","tag-useco2","tag-wasserstoff","supplier-carmeuse","supplier-electrochaea-gmbh","supplier-engie-laborelec","supplier-john-cockerill","supplier-storengy"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85426"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85426\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85426"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=85426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}