{"id":85268,"date":"2021-02-18T07:23:36","date_gmt":"2021-02-18T06:23:36","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=85268"},"modified":"2021-02-17T13:32:18","modified_gmt":"2021-02-17T12:32:18","slug":"gruenen-wasserstoff-direkt-in-der-windturbine-erzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruenen-wasserstoff-direkt-in-der-windturbine-erzeugen\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnen Wasserstoff direkt in der Windturbine erzeugen"},"content":{"rendered":"<p>Die direkte Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff \u2013 Das ist das Ziel, welches mit einer neuen L\u00f6sung erreicht werden soll. Hierbei wird ein Elektrolyseur vollst\u00e4ndig in eine Offshore-Windturbine integriert, um dort direkt gr\u00fcnen Wasserstoff zu erzeugen.<\/p>\n<p>Siemens Gamesa und Siemens Energy haben bekannt gegeben, dass sie ihre Kr\u00e4fte bei laufenden Windenergie-zu-Wasserstoff-Entwicklungen b\u00fcndeln, um eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unseres Jahrzehnts gemeinsam anzugehen &#8211; die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, werden weltweit gro\u00dfe Mengen gr\u00fcnen Wasserstoffs ben\u00f6tigt. Die Windenergie wird einen gro\u00dfen Teil der daf\u00fcr ben\u00f6tigten Energie liefern. Vor diesem Hintergrund arbeiten beide Unternehmen mit ihren Entwicklungen an einer L\u00f6sung, die einen Elektrolyseur vollst\u00e4ndig in eine Offshore-Windturbine integriert, um dort direkt gr\u00fcnen Wasserstoff zu erzeugen. Dieser innovative Ansatz erm\u00f6glicht einen netzunabh\u00e4ngigen Betrieb und verringert die Herstellungskosten f\u00fcr Wasserstoff. Gleichzeitig lassen sich mehr und bessere Windstandorte f\u00fcr die Wasserstoffproduktion nutzen.<\/p>\n<p>\u00dcber einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren plant Siemens Gamesa 80 Millionen Euro und Siemens Energy 40 Millionen Euro in die Entwicklungen zu investieren. Es ist vorgesehen, bis 2025\/2026 eine Offshore-Demonstrationsanlage zu errichten. Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung hat angek\u00fcndigt, dass die Entwicklung im Rahmen des Ideenwettbewerbs \u201eWasserstoff-Republik Deutschland&#8221; umgesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Direkte Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff<\/p>\n<p>\u201eUnsere Windturbinen spielen eine gro\u00dfe Rolle bei der Dekarbonisierung des globalen Energiesystems. Die direkte Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff erm\u00f6glicht uns dies auch f\u00fcr Industrien tun zu k\u00f6nnen, die sich nur schwer dekarbonisieren lassen\u201c, sagte Andreas Nauen, CEO von Siemens Gamesa.<\/p>\n<p>Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, erkl\u00e4rte: \u201eGemeinsam mit Siemens Gamesa sind wir in einer einzigartigen Position, um diese bahnbrechende L\u00f6sung in Angriff zu nehmen. Wir sind das Unternehmen, das seine hochflexible Elektrolyseur-Technologie nutzen kann, um die Zukunft der nachhaltigen Offshore-Energieerzeugung zu gestalten und neu zu definieren. Mit diesen Entwicklungen erschlie\u00dfen wir Regionen mit reichlich Offshore-Windenergie f\u00fcr die Wasserstoffwirtschaft. Dies ist ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie wir Windenergie speichern und transportieren k\u00f6nnen, um so den CO2-Fu\u00dfabdruck der Wirtschaft zu reduzieren.\u201c<\/p>\n<p>Umsetzung des Vorhabens<\/p>\n<p>Siemens Gamesa wird die leistungsstarke Offshore-Turbine SG14-222 DD, so anpassen, dass ein Elektrolysesystem nahtlos in den Betrieb der Turbine integriert werden kann. Das umfassende Wissen und die jahrzehntelange Erfahrung von Siemens Gamesa mit Offshore-Windkraftanlagen sollen erm\u00f6glichen elektrische Verluste auf ein Minimum zu reduzieren. Ein modularer Ansatz gew\u00e4hrleistet einen zuverl\u00e4ssigen und effizienten Betriebsaufbau f\u00fcr eine skalierbare Offshore-Wind-zu-Wasserstoff-L\u00f6sung. Siemens Energy wird daf\u00fcr eine neue Elektrolyse-Plattform entwickeln. Diese soll nicht nur den Anforderungen der rauen maritimen Offshore-Umgebung gerecht werden und perfekt mit der Windturbine synchronisiert sein, sondern gleichzeitig auch einen neuen Wettbewerbs-Benchmark f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff setzen.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndig integrierte Offshore-Wind-Wasserstoff-L\u00f6sung<\/p>\n<p>Die am Ende vollst\u00e4ndig integrierte Offshore-Wind-Wasserstoff-L\u00f6sung wird gr\u00fcnen Wasserstoff mit Hilfe eines Elektrolyseur-Arrays produzieren, das sich am Fu\u00df des Turms der Offshore-Windturbine befindet. Die Entwicklung dient als Test f\u00fcr eine kosteneffiziente Wasserstoffproduktion im industriellen Ma\u00dfstab. Sie soll die Machbarkeit einer zuverl\u00e4ssigen, effektiven Einbindung von Windturbinen in Systeme zur Erzeugung gr\u00fcnen Wasserstoffs belegen.<\/p>\n<p>Die Entwicklungen sind Teil der H2Mare-Initiative. Die modular aufgebaute Initiative unter der Konsortialf\u00fchrung von Siemens Energy besteht aus mehreren Teilprojekten, an denen mehr als 30 Partner aus Industrie, Instituten und Wissenschaft beteiligt sind. Siemens Energy und Siemens Gamesa werden zur H2Mare-Initiative mit eigenen Entwicklungen in separaten Modulbausteinen beitragen.<\/p>\n<p>Wasserstoff und seine Rolle bei der Energiewende<\/p>\n<p>Derzeit werden j\u00e4hrlich 80 Millionen Tonnen Wasserstoff produziert. Mehrere Sch\u00e4tzungen gehen davon aus, dass die Produktion bis 2030 um etwa 20 Millionen Tonnen ansteigt. Nur ein Prozent dieses Wasserstoffs wird derzeit aus gr\u00fcnen Energiequellen erzeugt. Der Gro\u00dfteil wird aus Erdgas und Kohle gewonnen, wodurch 830 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausgesto\u00dfen werden. Zum Vergleich: Das ist mehr, als Deutschland oder die weltweite Schifffahrtsindustrie pro Jahr emittieren. Um diesen umweltsch\u00e4dlichen Verbrauch zu ersetzen, w\u00e4ren 820 GW Leistung an Windkraft erforderlich, 26 Prozent mehr als die derzeit weltweit insgesamt installierte Windkraftleistung. Viele Studien deuten darauf hin, dass die Wasserstoffproduktion bis zum Jahr 2050 auf etwa 500 Millionen Tonnen ansteigen wird, mit einer deutlichen Verlagerung hin zu gr\u00fcnem Wasserstoff. Das erwartete Wachstum wird bis 2050 zwischen 1.000 GW und 4.000 GW an erneuerbarer Leistung erfordern, um die Nachfrage zu decken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die direkte Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff \u2013 Das ist das Ziel, welches mit einer neuen L\u00f6sung erreicht werden soll. Hierbei wird ein Elektrolyseur vollst\u00e4ndig in eine Offshore-Windturbine integriert, um dort direkt gr\u00fcnen Wasserstoff zu erzeugen. 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