{"id":85206,"date":"2021-02-19T06:41:25","date_gmt":"2021-02-19T05:41:25","guid":{"rendered":"http:\/\/rss.nova-institut.net\/public.php?url=https%3A%2F%2Fwww.chemie.de%2Fnews%2F1169805%2Fbasf-und-siemens-energy-wollen-bei-carbon-management-zusammenarbeiten.html%3FWT.mc_id%3Dca0065"},"modified":"2021-09-09T21:09:44","modified_gmt":"2021-09-09T19:09:44","slug":"basf-und-siemens-energy-wollen-bei-carbon-management-zusammenarbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/basf-und-siemens-energy-wollen-bei-carbon-management-zusammenarbeiten\/","title":{"rendered":"BASF und Siemens Energy wollen bei Carbon Management zusammenarbeiten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft wollen BASF und Siemens Energy die kommerzielle Umsetzung neuer Technologien zur Senkung von Treibhausgasemissionen beschleunigen. Durch die Kombination der technologischen Kompetenzen der BASF und des innovativen Portfolios von Siemens Energy will BASF ihre f\u00fchrende Rolle bei der Verringerung des CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00dfes in der chemischen Produktion ausbauen. Im Fokus der Gespr\u00e4che stehen mehrere Pilotprojekte am Standort Ludwigshafen. Der BASF-Stammsitz ist weltweit einer der gr\u00f6\u00dften Produktionsstandorte der chemischen Industrie.<\/strong><\/p>\n<p>M\u00f6gliche Pilotprojekte sind der Bau eines PEM-Elektrolyseurs (Proton Exchange Membrane) f\u00fcr die Wasserstoffproduktion mit einer Leistung von 50 Megawatt und der M\u00f6glichkeit modularer Erweiterungen sowie der Einbau einer Hochtemperatur-W\u00e4rmepumpe in eine Produktionsanlage mit einer thermischen Leistung von 50 Megawatt, die Abw\u00e4rme zur Erzeugung von Prozessdampf nutzt. Zudem wird eine Modernisierung des elektrischen Netzes am Standort Ludwigshafen unter Einbeziehung des digitalen und CO<sub>2<\/sub>-optimierten Produktportfolios von Siemens Energy evaluiert. Dar\u00fcber hinaus werden Potenziale einer gemeinsamen Systemund Katalysatorentwicklung zur Steigerung der Effizienz von Elektrolyseanlagen (PEM-Elektrolyse) sowie eine Zusammenarbeit bei der Stromerzeugung aus Windenergie gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Dr. Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG: \u201eBASF ist f\u00fchrend in der Chemieindustrie und Vorreiter der Branche, wenn es um Innovationen f\u00fcr eine klimaschonende Chemieproduktion geht. Viele Zukunftstechnologien befinden sich noch in einer fr\u00fchen Phase. Gemeinsam mit der BASF wollen wir die Erfahrungen aus den Pilotprojekten als Basis f\u00fcr die Umsetzung neuer Technologien und Konzepte nutzen und so die Energiewende in der Prozessindustrie aktiv mitgestalten. Unser strategisches Ziel ist es, als verl\u00e4sslicher und kompetenter Partner f\u00fcr alle Energiesysteme den wachsenden Bedarf an G\u00fctern zu decken und gleichzeitig zum Erreichen der Klimaschutzziele auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Martin Bruderm\u00fcller, Vorstandsvorsitzender der BASF SE: \u201eDurch eine Zusammenarbeit mit Siemens Energy holen wir uns die Expertise eines erstklassigen Partners f\u00fcr die Umsetzung unseres Carbon Managements an Bord, mit dem wir Projekte in kommerzieller Gr\u00f6\u00dfenordnung stemmen k\u00f6nnen. Wir wollen bei BASF neue CO<sub>2<\/sub>-arme Technologien so schnell wie m\u00f6glich erschlie\u00dfen und einsetzen. Wenn wir solche Technologien in der Breite anwenden wollen, brauchen wir entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen und eine zielgerichtete F\u00f6rderung. Denn wir ben\u00f6tigen daf\u00fcr erneuerbaren Strom in gro\u00dfen Mengen, und wir ben\u00f6tigen ihn zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen.\u201c<\/p>\n<p>BASF steuert ihre Aktivit\u00e4ten zur weiteren Absenkung der Treibhausgasemissionen seit 2018 im Rahmen ihres Carbon Managements. Bis zum Jahr 2030 soll die absolute H\u00f6he der BASF-Emissionen das Niveau des Jahres 2018 nicht \u00fcberschreiten. Aufgrund eines geplanten deutlichen Zuwachses der erzeugten Produktmengen bedeutet dies eine weitere Senkung der spezifischen Emissionen von voraussichtlich 30 % je produzierter Einheit im betrachteten Zeitraum. Mit Verf\u00fcgbarkeit neu entwickelter Technologien und durch die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energie will BASF ihre Emissionen nach 2030 auch absolut weiter senken. Dies wird zu einer signifikanten Erh\u00f6hung des Bedarfs der BASF an Strom aus erneuerbaren Quellen f\u00fchren.<\/p>\n<p>BASF und Siemens Energy haben ein Memorandum of Understanding \u00fcber die strategische Partnerschaft unterzeichnet, in deren Mittelpunkt die Unterst\u00fctzung des Chemieunternehmens beim Erreichen ambitionierter Klimaziele steht. F\u00fcr Siemens Energy bedeutet die Partnerschaft einen weiteren wichtigen Schritt zur Verfolgung der strategischen Ziele: der emissionsarmen bzw. -freien Erzeugung von Strom und W\u00e4rme, der Strom\u00fcbertragung und -speicherung, einem geringen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck und Energieverbrauch in industriellen Prozessen sowie der Gestaltung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft.<\/p>\n<p>BASF und Siemens Energy streben an, die identifizierten Pilotprojekte schnellstm\u00f6glich auf technische und \u00f6konomische Machbarkeit zu pr\u00fcfen, um den notwendigen Investitionsbedarf fundiert quantifizieren zu k\u00f6nnen und die Umsetzung der unter den geltenden Rahmenbedingungen realisierbaren Pilotprojekte zu starten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft wollen BASF und Siemens Energy die kommerzielle Umsetzung neuer Technologien zur Senkung von Treibhausgasemissionen beschleunigen. 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