{"id":8520,"date":"2005-11-22T00:00:00","date_gmt":"2005-11-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051122-07n"},"modified":"2005-11-22T00:00:00","modified_gmt":"2005-11-21T22:00:00","slug":"pflanzen-aus-afrika-bergen-wirkstoffe-gegen-tropenkrankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/pflanzen-aus-afrika-bergen-wirkstoffe-gegen-tropenkrankheiten\/","title":{"rendered":"Pflanzen aus Afrika bergen Wirkstoffe gegen Tropenkrankheiten"},"content":{"rendered":"<p><b>Erfolgreiche Kooperation zwischen Kinshasa und W\u00fcrzburg Virima Mudogo kommt aus Afrika. Vor Jahren hat er an der <a href=\"http:\/\/www.uni-wuerzburg.de\/\" >Uni W\u00fcrzburg<\/a> Chemie studiert und hier 1988 auch seinen Doktortitel erworben &#8211; heute ist er Vizepr\u00e4sident der Universit\u00e4t Kinshasa. Der Professor aus der Demokratischen Republik Kongo h\u00e4lt sich derzeit wieder in W\u00fcrzburg auf. Bei einem Treffen mit Universit\u00e4tspr\u00e4sident Axel Haase wurde nun vereinbart, die Zusammenarbeit der zwei Hochschulen weiter auszubauen.<\/b><\/p>\n<p>Seit langem unterh\u00e4lt Mudogo eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem W\u00fcrzburger Naturstoffchemiker Professor Gerhard Bringmann. Beide widmen sich der Suche nach Wirkstoffen aus der Natur gegen Infektionskrankheiten wie Malaria, Leishmaniose, Bilharziose oder die Afrikanische Schlafkrankheit &#8211; allesamt oft t\u00f6dliche Tropenkrankheiten, gegen die es bislang gar keine oder nur unzureichende Medikamente gibt.<\/p>\n<p>Die Forscher haben in Pflanzen aus Zentralafrika bereits interessante neue Naturstoffe gefunden. Es handelt sich um zwei Alkaloide, die gegen die Erreger der Orientbeule (Leishmaniose) wirksam sind: Beide t\u00f6ten selektiv die Zellen des Krankheitserregers ab, ohne dabei toxisch auf die Zellen des Menschen zu wirken. Naturstoffchemiker, Pharmazeuten und Infektionsbiologen erforschen diese Alkaloide nun im W\u00fcrzburger Sonderforschungsbereich (SFB) 630, dessen Sprecher Bringmann ist.<\/p>\n<p>Entdeckt wurden die viel versprechenden Substanzen in einer Liane, die im kongolesischen Regenwald in der Gegend um Ikela beheimatet ist. Es handelt sich dabei um eine bislang nicht n\u00e4her beschriebene Ancistrocladus-Art aus der Familie der Hakenast-Gew\u00e4chse &#8211; diese Pflanzen hangeln sich mit Haken an den Urwaldriesen nach oben. In der N\u00e4he der Stadt Ilebo wurden weitere Lianengew\u00e4chse aus dieser Familie gefunden. Auch sie sind aus botanischer Sicht und wegen ihrer Inhaltsstoffe lohnende Untersuchungsobjekte, so Bringmann.<\/p>\n<p>Seit Dezember 2003 verbindet die Universit\u00e4ten W\u00fcrzburg und Kinshasa ein Kooperationsvertrag, der eine Intensivierung der Kontakte in Forschung und Lehre anstrebt. J\u00fcngster H\u00f6hepunkt der Zusammenarbeit war ein zweit\u00e4giges internationales Symposium im Juni 2005 in Kinshasa, das Mudogo und Bringmann gemeinsam organisiert hatten. Es befasste sich mit modernen Methoden in der Naturstoffchemie und wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziell unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Zu dieser Tagung brachte Bringmann fast 400 B\u00fccher und Fachzeitschriften f\u00fcr die Bibliothek der Naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t in Kinshasa mit &#8211; ein Gastgeschenk der Uni W\u00fcrzburg, gespendet von der Fakult\u00e4t f\u00fcr Chemie und Pharmazie. Der Kongress diente auch der gemeinsamen Vorbereitung einer Tagung der panafrikanischen Naturstoffchemie-Vereinigung NAPRECA, die 2007 in Kinshasa stattfinden soll.<\/p>\n<p>Weitere Impulse f\u00fcr ihre Partnerschaft erwarten beide Seiten vom Besuch des Dekans der Naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4t Kinshasa, Professor Okuma Kasende, im Fr\u00fchjahr 2006 in W\u00fcrzburg. Sowohl Haase als auch Mudogo betonten, dass W\u00fcrzburg und Kinshasa die Kn\u00fcpfung neuer Kontakte \u00fcber die Grenzen der naturwissenschaftlichen Fakult\u00e4ten hinaus vorantreiben sollten.<\/p>\n<p><b>Kontakt<\/b><br \/>Prof. Dr. Gerhard Bringmann<br \/>Tel.: 0931-888-5323<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:bringman@chemie.uni-wuerzburg.de\">bringman@chemie.uni-wuerzburg.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Erfolgreiche Kooperation zwischen Kinshasa und W&uuml;rzburg Virima Mudogo kommt aus Afrika. 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