{"id":8507,"date":"2005-09-28T00:00:00","date_gmt":"2005-09-27T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050928-05n"},"modified":"2018-02-21T10:16:36","modified_gmt":"2018-02-21T09:16:36","slug":"erste-karosserieaussenbauteile-aus-hanf-mit-innovationspreis-geehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/erste-karosserieaussenbauteile-aus-hanf-mit-innovationspreis-geehrt\/","title":{"rendered":"Erste Karosserieau\u00dfenbauteile aus Hanf mit Innovationspreis geehrt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px;\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050928-05\/270905113945ec34.jpg\" alt=\"Bild\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Mit Pfeilen markiert: Das Sto\u00dfb\u00fcgelteil aus Naturharz mit Pflanzenfasern als sichtbarer Teil der Busfront. Das Karosseriebauteil wird im Fahrbetrieb an Stadtbussen der Braunschweiger Verkehrs-AG einem einj\u00e4hrigen Praxistest unterzogen<br style=\"clear: left;\" \/><br \/>\n<b>Bei der achten internationalen Tagung der <a href=\"http:\/\/www.avk-tv.de\/www_avktv\/home_1_1_1_f.htm\">Arbeitsgemeinschaft Verst\u00e4rkte Kunststoffe &#8211; Technische Vereinigung e.V. (AVK-TV)<\/a> in Baden-Baden wurden gestern Abend ein Projekt der <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/\">Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)<\/a> in der Kategorie Umwelt mit dem zweiten Preis der j\u00e4hrlich in den Kategorien Industrie, Umwelt und Universit\u00e4t vergebenen Innovationspreise der AVK-TV ausgezeichnet.<\/b><\/p>\n<p><b>Kooperationspartner in einem interdisziplin\u00e4ren Projektteam<\/b><\/p>\n<p>Unter Federf\u00fchrung der <a href=\"http:\/\/www.iglu-goettingen.de\/\">Ingenieurgemeinschaft f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (IGLU)<\/a>, G\u00f6ttingen) war mit DBU-F\u00f6rderung ein neuartiger Verbundwerkstoff aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt worden, der erstmals glasfaserverst\u00e4rkte Kunststoffe f\u00fcr Karosserieau\u00dfenbauteile ersetzen kann. Um das Entwicklungsteam von Dr. J\u00f6rg M\u00fcssig (<a href=\"http:\/\/www.faserinstitut.de\/\">Faserinstitut Bremen e.V.<\/a>, Bremen) und Uwe Sch\u00f6nfeld (Bio-Composites And More GmbH (BAM), Ipsheim) konnte ein Werkstoffsystem entwickelt werden, welches in g\u00e4ngigen Fertigungsverfahren eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Meike Schmehl von der TU-Braunschweig (<a href=\"http:\/\/www.tu-braunschweig.de\/geooekologie\/studium\">Institut f\u00fcr Geo\u00f6kologie<\/a>) zeigte in ihrer \u00d6kobilanz deutliche \u00f6kologische Vorteile dieses Systems gegen\u00fcber dem konventionellen Glas\/Polyester-Verbundwerkstoff auf. In einer ersten Prototypserie konnte zusammen mit den Industriepartnern NAFGO GmbH, Neerstedt und <a href=\"http:\/\/www.bkt-gmbh.de\/\">Braunschweiger Kunststoff-Technik<\/a> (BKT), Braunschweig, ein Omnibus-Element hergestellt werden, welches in einer weiteren Phase des Projekts einem einj\u00e4hrigen Praxistest im Fahrbetrieb an Stadtbussen der <a href=\"http:\/\/www.braunschweiger-verkehrs-ag.de\/\">Braunschweiger Verkehrs-AG<\/a> unterzogen wird.<\/p>\n<p><b>&#8220;Nachhaltige Alternative zu etablierten Systemen&#8221;<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Mit unserem umweltfreundlichen Werkstoff aus Hanffasern und einem Spezialharz auf Basis von Pflanzen\u00f6len und Kohlenhydraten bieten wir ein innovatives Werkstoffkonzept an, das in einem bedeutenden Segment der Kunststoffverarbeitung f\u00fcr den technisch anspruchvolleren Bereich eine nachhaltige Alternative zu etablierten Systemen darstellt&#8221;, freut sich Dr. Hans-Bernhard von Buttlar (IGLU).<\/p>\n<p><b>Entscheidender Durchbruch f\u00fcr au\u00dfen gelegene Karosseriebauteile<\/b><\/p>\n<p>Werkstoffe aus Naturfasen w\u00fcrden als Tr\u00e4germaterial f\u00fcr Verkleidungselemente in Fahrzeuginnenr\u00e4umen bereits eingesetzt. Der entscheidende Durchbruch sei, dass der entwickelte Werkstoff f\u00fcr au\u00dfen gelegene Karosseriebauteile verwendet werden k\u00f6nne, die Feuchtigkeit, K\u00e4lte, Hitze, Streusalz und Schlagbelastungen ausgesetzt seien, erl\u00e4uterte DBU-Referent Dr. Holger Wurl. Damit tr\u00e4ten \u00d6ko-Kunststoffe aus nachwachsende Rohstoffen zunehmend auch in Konkurrenz zu Bauteilen, die traditionell aus Stahl oder faserverst\u00e4rkten Kunststoffen gefertigt werden.<\/p>\n<p><b>&#8220;Keine verfahrenstechnischen \u00c4nderungen im Vergleich zur konventionellen Bauteilfertigung notwendig&#8221;<\/b><\/p>\n<p>Mit besonderem Stolz verweist von Buttlar darauf, dass es gelungen sei, den umweltfreundlichen Werkstoff nach dem g\u00e4ngigen, so genannten SMC-Verfahren (Sheet-Moulding-Compound) zu pressen. Mit dieser verbreiteten Methode, die auch bei der Herstellung faserverst\u00e4rkter Kunststoffe eingesetzt werde, h\u00e4tten sich Naturfasern bisher nicht verarbeiten lassen. &#8220;Dieses Optimierungsergebnis bringt einen entscheidenden Vorteil: Es sind keine verfahrenstechnischen \u00c4nderungen im Vergleich zur konventionellen Bauteilfertigung notwendig.&#8221;<\/p>\n<p><b>Ansprechpartner f\u00fcr Fragen zum Projekt (AZ 08448):<\/b><br \/>\nDr. Hans-Bernhard von Buttlar<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.iglu-goettingen.de\/\">Ingenieurgemeinschaft f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) GbR<\/a><br \/>\nTelefon: 0551\/54885-22, Fax: 0551\/54885-11<br \/>\nE-Mail <a href=\"mailto:hb.vonbuttlar@iglu-goettingen.de\">hb.vonbuttlar@iglu-goettingen.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/leistungsfaehige-und-nachhaltige-werkstoffkonzepte-aus-nachwachsenden-rohstoffen-fuer-karosserieanwendungen\/\">2004-06-18<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Pfeilen markiert: Das Sto&szlig;b&uuml;gelteil aus Naturharz mit Pflanzenfasern als sichtbarer Teil der Busfront. 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