{"id":84970,"date":"2020-09-14T07:22:14","date_gmt":"2020-09-14T05:22:14","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=84970"},"modified":"2021-02-08T15:04:12","modified_gmt":"2021-02-08T14:04:12","slug":"bioabfaelle-als-wertvoller-rohstoff-fuer-hightech-produkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioabfaelle-als-wertvoller-rohstoff-fuer-hightech-produkte\/","title":{"rendered":"Bioabf\u00e4lle als wertvoller Rohstoff f\u00fcr Hightech-Produkte"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-84973 alignright\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_w2v-03_0c297dc1e0-300x160.png\" alt=\"csm_w2v-03_0c297dc1e0\" width=\"197\" height=\"105\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/02\/csm_w2v-03_0c297dc1e0-300x160.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/02\/csm_w2v-03_0c297dc1e0.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/>Der Hochschule Kaiserslautern ist es mit ihren Verbundpartnern \u201ePr\u00fcf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI)\u201c und \u201eZukunftsregion Westpfalz e.V. (ZRW)\u201c gelungen, eine F\u00f6rderung f\u00fcr die Entwicklung einer Konzeption f\u00fcr ein Innovationscluster \u201eWaste2Value \u2013 Mikroorganismen ver\u00e4ndern die Westpfalz\u201c zu gewinnen, bei dem es um wirtschaftlichen Strukturwandel durch biotechnologische \u2013 bioverfahrenstechnische Innovationen geht.<\/strong><\/p>\n<p>Die Projektpartner erhalten hierbei 250.000.- Euro aus dem <a href=\"https:\/\/www.innovation-strukturwandel.de\/de\/wir---wandel-durch-innovation-in-der-region-2061.html\" target=\"_blank\">F\u00f6rderprogramm \u201eWIR!\u201c<\/a> (Wandel durch Innovation in der Region) des Bundesforschungs- und Bildungsministeriums. Bei erfolgreicher Bewertung des Konzepts stehen f\u00fcr insgesamt sechs Jahre Umsetzungsphase bis zu bis 16 Mio. \u20ac F\u00f6rdermittel bereit. Dies h\u00e4tte weitreichende Folgen f\u00fcr die Innovationsdynamik und den Technologietransfer der (Bio)\u00d6konomie in der Westpfalz so Projektpartner Arne Schw\u00f6bel von der ZRW.<\/p>\n<p>Inhaltlich geht es bei &#8220;<a href=\"https:\/\/www.hs-kl.de\/forschung\/forschungsprojekte-kompetenzen\/verbundvorhaben\/waste-to-value\/aktuelles\" target=\"_blank\">Waste2Value \u2013 Mikroorganismen ver\u00e4ndern die Westpfalz<\/a>&#8221; um biotechnologisch gewonnene und verwertbare Materialien aus diversen Bioabf\u00e4llen der Forst- und Landwirtschaft sowie der Lebensmittelproduktion, die f\u00fcr Kunst- und Klebstoffe, f\u00fcr smarte Werkstoffverbunde und als hochwertige Zusatzstoffe f\u00fcr die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie der Region eingesetzt werden k\u00f6nnen. Kooperationspartner sind vor allem Unternehmen, aber auch die Zivilgesellschaft und \u00f6ffentliche Verwaltungen sind integriert.<\/p>\n<p>Das Verbundprojekt kn\u00fcpft an die aktuelle Forschung zur Rohstoffgewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) im Fachbereich Angewandte Logistik und Polymerwissenschaften am Campus in Pirmasens unter der Leitung von Dr. Michael Lakatos an. Die Grundlage der NawaRo\u2018s bilden in luftgef\u00fchrten Photobioreaktoren wachsende terrestrische Mikroalgen, mit denen Neuland in der Verwendung von NawaRo\u2019s betreten wird. Diese Kombination der technischen mit der physiologischen Komponente erlaubt gegen\u00fcber der weit verbreiteten algenbasierten Biomasseproduktion in aquatischen Systemen, d.h. im Wasser lebende Mikroalgen, eine wesentlich ressourcen- und kostenschonendere Kultivierung sowie die Ausbeutung des riesigen, zum Gro\u00dfteil noch unerforschten Potentials der terrestrischen Mikroalgen, das von der Gewinnung von Farbstoffen bis hin zur Entwicklung neuer Wirkstoffe reicht.<\/p>\n<p>Lakatos, der auch das Verbundvorhaben leitet, sieht hier gro\u00dfes Potential, vorhandene Kompetenzen in eine neue nachhaltige Richtung zu f\u00f6rdern. Mithilfe der aus Cyanobakterien und den Bioabf\u00e4llen generierten Biomasse sollen in Kombination mit Kunststoffen hybride Materialien hergestellt werden, die Sollbruchstellen enthalten sollen, mit deren Hilfe sie sich besser abbauen, recyceln und weiterverarbeiten lassen, sodass konventionelles Plastik verzichtbar wird.<\/p>\n<p>Auch im PFI hat man langj\u00e4hrige Erfahrungen mit Mikroorganismen und der Entwicklung von Fermentationsverfahren auf der Basis von Reststoffen. Zahlreiche am PFI entwickelte biotechnologische Prozesse und Verfahren basieren auf den vielf\u00e4ltigen Stoffwechselleistungen spezifischer Bakterien und Pilze. \u201eWir nutzen Mikroorganismen beispielsweise bei der Optimierung von Biogasanlagen, bei der Gewinnung von Biomethan aus <sub>CO2<\/sub> im Rahmen von Power-to-Gas Verfahren oder bei der Umwandlung von Lebensmittelresten in Treibstoffe und Grundchemikalien\u201c so Dr. Stefan Dr\u00f6ge, Projektleiter im PFI.<\/p>\n<p>\u201eWaste to Value\u201c wird die Kreislaufwirtschaft mit der Bio\u00f6konomie und dem Klimaschutz verkn\u00fcpfen. So er\u00f6ffnen Mikroorganismen den Megatrend der biobasierten Konversion und leiten dabei den Wirtschaftswandel hin zu einer zukunftstr\u00e4chtigen Bio\u00f6konomie ein \u2013 eine greifbare Chance f\u00fcr die Region!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-84976 alignleft\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/csm_Urban_Next_Generation_Biofilm_by_Xoio_2a5612f216-300x169.jpg\" alt=\"csm_Urban_Next_Generation_Biofilm_by_Xoio_2a5612f216\" width=\"220\" height=\"124\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/09\/csm_Urban_Next_Generation_Biofilm_by_Xoio_2a5612f216-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/09\/csm_Urban_Next_Generation_Biofilm_by_Xoio_2a5612f216.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/>Ende September ist dazu eine Kick-Off-Veranstaltung geplant, in der besonders Unternehmen, aber auch die Zivilgesellschaft und \u00f6ffentliche Verwaltungen als zuk\u00fcnftige Kooperationspartner gewonnen werden sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hochschule Kaiserslautern ist es mit ihren Verbundpartnern \u201ePr\u00fcf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. 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