{"id":8493,"date":"2005-10-04T00:00:00","date_gmt":"2005-10-03T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051004-02n"},"modified":"2005-10-04T00:00:00","modified_gmt":"2005-10-03T22:00:00","slug":"energiepreiskrise-nachwachsende-rohstoffe-sparen-die-heizung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/energiepreiskrise-nachwachsende-rohstoffe-sparen-die-heizung\/","title":{"rendered":"Energiepreiskrise: Nachwachsende Rohstoffe sparen die Heizung!"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20051004-02\/Lehmhaus.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild\"\/><b>Das Haus der Zukunft verbraucht kaum Energie, ist naturnah, biologisch nachhaltig, und unabh\u00e4ngig vom \u00d6lpreis. Und das sch\u00f6nste: es existiert bereits. Den Beweis findet man im s\u00fcdlichen Nieder\u00f6sterreich.<\/b><\/p>\n<p>Roland Meingast kann der kommenden Heizsaison gelassen entgegenblicken. W\u00e4hrend viele Eigenheimbesitzer derzeit unter den immer horrender werdenden Heizkosten-Rechnungen st\u00f6hnen, kann sich der Unternehmer aus Tattendorf bei Baden (N\u00d6) beruhigt zur\u00fccklehnen. Sein Firmensitz ist n\u00e4mlich eines der Vorzeigeobjekte einer neuen Generation von Haus. Bei der Errichtung wurde auf eine optimale Mischung aus Tradition und High-Tech gebaut: Die Kombination aus Lehm &#8211; einem der \u00e4ltesten Baustoffe der Welt &#8211; und modernster W\u00e4rmetausch-Technik macht die Heizung \u00fcberfl\u00fcssig. <\/p>\n<p>F\u00fcr k\u00fchle Rechner: Die neue Bauweise bringt es auf einen j\u00e4hrlichen Heizkostenaufwand von 12 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das entspricht einem 20tel des \u00f6sterreichischen Durchschnittsverbrauchs. Im konkreten Fall verbraucht der gesamte Geb\u00e4udekomplex mit insgesamt 315 Quadratmetern Energie im Gegenwert von etwa 350 Litern Heiz\u00f6l pro Jahr. Roland Meingast: &#8220;Dieser Wert w\u00e4re sogar f\u00fcr ein Einfamilienhaus in Normalgr\u00f6\u00dfe sensationell&#8221;. <\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich zeigt ein Vergleich mit einem konventionellen Haus den drastischen Unterschied: Von insgesamt 3,2 Millionen Haushalten in \u00d6sterreich heizen derzeit etwa 30 Prozent mit Heiz\u00f6l. Gerade sie trifft dieser Winter besonders hart: Der fossile Brennstoff ist um 40 Prozent teurer als noch im Jahr zuvor. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2.400 Litern im Jahr sind das 480 Euro Mehrausgaben. Und die Preisspirale dreht sich immer schneller: Schon 2004 lag der Preis f\u00fcr einen Liter Heiz\u00f6l um 30 Prozent \u00fcber dem Wert des Vorjahres. Zahlen die geeignet sind, einem &#8211; trotz wohliger Raumtemperaturen &#8211; k\u00fchle Schauer \u00fcber den R\u00fccken laufen zu lassen. <\/p>\n<p>Den Sparmeister Roland Meingast lassen solche enormen Kosten naturgem\u00e4\u00df kalt. Mit seiner Firma &#8220;<a href=\"http:\/\/www.lehm.at\/\" >natur &#038; lehm<\/a>&#8221; ist er nicht nur Vorreiter f\u00fcr nachhaltiges und naturnahes Bauen sondern auch \u00d6sterreichischer Marktf\u00fchrer in der Sparte Lehmbaustoffe und Lehmputze. Meingast: &#8220;Das Sch\u00f6ne daran ist, dass neben dem Spareffekt alle beim Bau verwendeten Materialien auch noch nat\u00fcrlich, umweltfreundlich und wieder verwertbar sind. Das ist einerseits Lehm, als unbegrenzt wieder verwendbarer Baustoff, das sind die reichlich nachwachsenden D\u00e4mmstoffe Stroh und Flachs, und das ist andererseits nat\u00fcrlich Holz f\u00fcr die tragende Konstruktion.&#8221; <\/p>\n<p>Mit dieser Philosophie ist die Tattendorfer Ideenschmiede eines der ganz wenigen Unternehmen, das 100% biologische Baustoffe herstellt. Mit Erfolg. Denn vor allem eine Eigenschaft des Lehms schl\u00e4gt alle synthetisch hergestellten Baustoffe um L\u00e4ngen. Meingast: &#8220;Das Raumklima in einem Lehmhaus ist un\u00fcberbietbar. Wir haben es mit einem atmenden Material zu tun und zus\u00e4tzlich fallen &#8211; wenn wie bei <b>natur &#038; lehm<\/b> keine k\u00fcnstlich stabilisierten Lehmimitationen verwendet werden &#8211; alle Giftstoffe, wie etwa L\u00f6sungsmittel, v\u00f6llig weg. Ges\u00fcnder und sparsamer kann man nicht bauen.&#8221;<\/p>\n<p>Die Methode aus dem s\u00fcdlichen Nieder\u00f6sterreich liegt also voll im Trend.<\/p>\n<p>Denn immer mehr private und gewerbliche Bauherren vertrauen auf die neuen Lehmh\u00e4user. Dass es sich dabei um eine Technik handelt, die h\u00f6chsten Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt, beweist etwa die Errichtung des Schiestlhauses am Hochschwab. Beim Neubau der auf 2.200 Meter hoch gelegenen Schutzh\u00fctte wurde auch auf Lehmtechnik aus Tattendorf gesetzt. Meingast: &#8220;Die klimatischen Bedingungen am Hochschwab sind wirklich extrem, vergleichbar mit Bedingungen in der Arktis. Ein Baustoff der hier bestehen soll, muss wirklich besonders widerstandsf\u00e4hig sein.&#8221; <\/p>\n<p>Auch der ORF w\u00fcrdigt die revolution\u00e4re Baumethode mit einem Programmschwerpunkt. Die Dokumentation &#8220;Bauen mit Hausverstand&#8221; am Montag, dem 31. Oktober, um 22.25 Uhr in 3sat, begleitet ambitionierte Pilotprojekte aus dem Impulsprogramm <b>&#8220;Nachhaltig Wirtschaften &#8211; Haus der Zukunft&#8221;<\/b> des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie vom ersten Spatenstich bis zu ihrer Fertigstellung. Wer nicht so lange warten will um sich ein Bild vom Haus der Zukunft zu machen, kann direkt in der Firmenzentrale von <b>&#8220;natur &#038; lehm&#8221;<\/b> in Tattendorf vorbeischauen. Jeden Dienstag zwischen 13 und 20 Uhr gibt es F\u00fchrungen durch das Vorzeigeobjekt. <\/p>\n<p>Weitere Informationen gibt es auch auf der Firmenhomepage <a href=\"http:\/\/www.lehm.at\/\" >www.lehm.at<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Das Haus der Zukunft verbraucht kaum Energie, ist naturnah, biologisch nachhaltig, und unabh&auml;ngig vom &Ouml;lpreis. Und das sch&ouml;nste: es existiert bereits. 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