{"id":8486,"date":"2005-10-06T00:00:00","date_gmt":"2005-10-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20051006-08n"},"modified":"2005-10-06T00:00:00","modified_gmt":"2005-10-05T22:00:00","slug":"holz-heimisches-rohstoffpotenzial-jenseits-des-oelmarktes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/holz-heimisches-rohstoffpotenzial-jenseits-des-oelmarktes\/","title":{"rendered":"Holz &#8211; Heimisches Rohstoffpotenzial jenseits des \u00d6lmarktes"},"content":{"rendered":"<p><b>Die aktuelle Rekordh\u00f6he des \u00d6lpreises zeigt deutlich: Die Entwicklung alternativer Energietr\u00e4ger ist eine der wichtigsten Herausforderungen in den n\u00e4chsten Jahren, um Unabh\u00e4ngigkeit vom \u00d6lmarkt zu erreichen. Mit Holz hat Deutschland einen marktf\u00e4higen Alternativbrennstoff, der sogar in gro\u00dfen Mengen vorhanden ist. &#8220;Holz w\u00e4chst nach, ist lokal verf\u00fcgbar und hat vielf\u00e4ltige \u00f6kologische Vorteile. Damit ist es der ideale Brennstoff der Zukunft &#8211; insbesondere im Waldland Deutschland&#8221;, so Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des <a href=\"http:\/\/www.haf.de\/\" >Holzabsatzfonds<\/a> in Bonn.<\/b><\/p>\n<p>Seit Jahren erlebt der \u00d6lpreis einen rasanten H\u00f6henflug. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind politische Krisen, der steigende Energiebedarf in China und Indien sowie nicht zuletzt die Endlichkeit der fossilen Energietr\u00e4ger. Von 1999 bis Oktober 2004 hat sich der \u00d6lpreis von rund 10 Dollar auf weit \u00fcber 50 Dollar pro Barrel verf\u00fcnffacht. Aktuell liegt er bei 66 Dollar pro Barrel. Entsprechend sind auch die Preise f\u00fcr Heiz\u00f6l in Deutschland gestiegen. W\u00e4hrend 3.000 Liter Heiz\u00f6l 1998 noch unter 750 Euro kosteten, waren es 2004 bereits \u00fcber 1.250 Euro und aktuell \u00fcber 1.625 Euro.<\/p>\n<p>Der Preis f\u00fcr eine vergleichbare Energiemenge von Holzpellets liegt dagegen seit 2004 konstant unter 1.250 Euro. Pellets sind im Schnitt 40 Prozent g\u00fcnstiger als Heiz\u00f6l und sogar 50 Prozent preiswerter als Gas. Heizen mit Holz ist jedoch nicht nur preiswerter und krisensicher, sondern auch umweltfreundlicher als mit \u00d6l und Gas. Die Pellets verbrennen CO<sub>2<\/sub>-neutral. Es wird nur so viel klimasch\u00e4dliches Kohlendioxid freigesetzt, wie die B\u00e4ume w\u00e4hrend ihres Wachstums gebunden haben. Die freigesetzte Menge wird wiederum von wachsenden B\u00e4umen aufgenommen und gespeichert. Damit belastet der Brennstoff Holz das Klima nicht zus\u00e4tzlich, wie es fossile Energietr\u00e4ger tun. Ein weiterer Vorteil der Pellets ist die St\u00e4rkung der lokalen Wirtschaft, da das Holz meist aus der Region stammt. Derzeit boomt der Markt f\u00fcr Holzpellet-Heizungen. In diesem Jahr wird ein Wachstum von 30 Prozent erwartet.<\/p>\n<p>Damit ist das energetische Potenzial von Holz jedoch l\u00e4ngst nicht ausgesch\u00f6pft. Die Forschung zur Herstellung von synthetischem Kraftstoff aus Biomasse, vor allem Waldrestholz, l\u00e4uft auf Hochtouren. Biogene Kraftstoffe bringen ebenso wie Holzpellets kein zus\u00e4tzliches Kohlendioxid in die Atmosph\u00e4re ein.<\/p>\n<p><b>Holzprodukte sind Plusenergieprodukte<\/b><\/p>\n<p>Im Bauwesen wirken sich die \u00f6kologischen Vorteile von Holz schon heute aus &#8211; mit wachsendem Marktanteil. W\u00e4hrend bei der Herstellung von technischen Rohstoffen stets fossile Energietr\u00e4ger eingesetzt werden, wird Holz ausschlie\u00dflich aus Sonnenenergie produziert. Holzprodukte sind so genannte Plusenergieprodukte. Das hei\u00dft: Zur Herstellung, Nutzung, Instandhaltung und Entsorgung wird weniger Energie ben\u00f6tigt, als aus dem Holzprodukt und den Reststoffen der Herstellung erzeugt werden kann. In Holz steckt mehr Energie, als es auf seinem gesamten Lebensweg verbraucht. <\/p>\n<p>Auch das im Bauholz gespeicherte Treibhausgas CO<sub>2<\/sub>&#8211; bleibt \u00fcber die gesamte Nutzungsdauer gebunden und somit der Erdatmosph\u00e4re entzogen. Alfter. &#8220;Durch technische und konstruktive Weiterentwicklungen ist im modernen Holzbau heute alles m\u00f6glich. Vom Einfamilienhaus \u00fcber mehrgeschossige Wohn- und B\u00fcrogeb\u00e4ude bis hin zu Schulen, Br\u00fccken und Parkh\u00e4user k\u00f6nnen alle Bauwerke in Holzbauweise errichtet werden.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Insgesamt tr\u00e4gt die Verwendung von Holzprodukten nicht nur zur Unabh\u00e4ngigkeit vom \u00d6lmarkt und seinen Preisschwankungen bei, sondern reduziert auch den Verbrauch von endlichen fossilen Rohstoffen. Das entlastet aktiv das Klima&#8221;, so der Vorstandsvorsitzende des Holzabsatzfonds. Daher sei es dringend geboten, den Verbrauch von heimischem Holz im Sinne der Charta f\u00fcr Holz zu steigern. Diese Charta ist eine gemeinsame Initiative von Politik, Wirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Verwendung von Holz aus heimischen W\u00e4ldern. <\/p>\n<p>Ziel ist es, den Holzverbrauch in Deutschland zugunsten von Klima, Lebensqualit\u00e4t, Innovation und Arbeitspl\u00e4tzen in den n\u00e4chsten zehn Jahren um 20 Prozent zu steigern. &#8220;Das Rohstoffpotenzial daf\u00fcr ist ausreichend vorhanden. Deutschland hat derzeit mit 3,4 Milliarden Kubikmetern den europaweit gr\u00f6\u00dften Holzvorrat, der zur nachhaltigen Nutzung bereit steht&#8221;, so Alfter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die aktuelle Rekordh&ouml;he des &Ouml;lpreises zeigt deutlich: Die Entwicklung alternativer Energietr&auml;ger ist eine der wichtigsten Herausforderungen in den n&auml;chsten Jahren, um Unabh&auml;ngigkeit vom &Ouml;lmarkt zu<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8486"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8486\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8486"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}