{"id":84744,"date":"2021-02-05T07:32:45","date_gmt":"2021-02-05T06:32:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=84744"},"modified":"2021-02-02T14:40:47","modified_gmt":"2021-02-02T13:40:47","slug":"aktive-forstwirtschaft-ist-die-grundlage-der-biooekonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/aktive-forstwirtschaft-ist-die-grundlage-der-biooekonomie\/","title":{"rendered":"Aktive Forstwirtschaft ist die Grundlage der Bio\u00f6konomie"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-84749\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/shutterstock_364662773-1024x683-1024x683.jpg\" alt=\"shutterstock_364662773-1024x683\" width=\"535\" height=\"357\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/02\/shutterstock_364662773-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/02\/shutterstock_364662773-1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/02\/shutterstock_364662773-1024x683-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><\/p>\n<p><strong>Die Klimakrise erfordert einen Umbau des Wirtschaftssystems von fossilen hin zu erneuerbaren Rohstoffen. Die Papierindustrie ist hier laut aktueller Studie bereits Vorreiter. In ganz Europa wurden 139 Bioraffinerien identifiziert, das sind vor allem Zellstoff \u2013 und Papierfabriken, die au\u00dfer Papier und Zellstoff noch viele weitere biobasierte Produkte aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz herstellen. Fasern, Biotreibstoffe oder Tall\u00f6lprodukte finden ihren Einsatz in zahlreichen Bereichen, von der Verpackungs- und Automobil- \u00fcber die chemische und Lebensmittel- bis hin zur Pharmaindustrie.<\/strong><\/p>\n<p>Mittlerweile entfallen 3% des Umsatzes der europ\u00e4ischen Papier- und Zellstoffindustrie auf Bioraffinerie-Produkte, mit steigender Tendenz. Grundlage all dieser biobasierten Produkte bildet der nachwachsende Rohstoff Holz aus aktiv und nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern. In der \u00d6sterreichischen Papierindustrie wird zu 100% Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft eingesetzt, das wird durch die Forstzertifizierungssysteme PEFC und FSC dokumentiert.<\/p>\n<h3>Nachwachsende Rohstoffe als Voraussetzung<\/h3>\n<p>Nachhaltige Waldbewirtschaftung hat in \u00d6sterreich und seinen Nachbarl\u00e4ndern seit Langem Tradition. Der Wald w\u00e4chst stetig, weil nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit nie mehr B\u00e4ume geerntet werden als nachwachsen. Pflegeeingriffe, wie z.B. die Durchforstung, f\u00fchren zu stabileren und resistenteren Waldbest\u00e4nden. Schwache B\u00e4ume werden geerntet, damit die verbleibenden durch bessere Wachstumsbedingungen gut gedeihen k\u00f6nnen. Dabei nehmen junge, voll im Wachstum befindliche B\u00e4ume, auch noch mehr Kohlenstoff auf. Und auch in Holzprodukten bleibt der Kohlenstoff weiter gespeichert, solange diese im Kreislauf immer wieder zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden. Erst mit der Verbrennung wird CO<sub>2<\/sub> freigesetzt. Ersetzen holzbasierte Produkte fossilbasierte, wird dadurch ebenfalls Kohlendioxid eingespart.<\/p>\n<h3>Positiver Klimaeffekt von 806 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub> j\u00e4hrlich<\/h3>\n<p>Die Studie \u201cClimate effect of the forest-based sector in the European Union\u201c beziffert den positiven Klimaeffekt des forstbasierten Sektors mit 806 Mio. Tonnen an CO<sub>2<\/sub> pro Jahr. Das entspricht 20 Prozent der gesamten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen der EU. Berechnet werden in der Studie einerseits die Emissionen w\u00e4hrend der Produktionsprozesse. Diese belaufen sich auf 51 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>. Auf der Habenseite wird dann die Speicherung von CO<sub>2<\/sub> in nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern sowie in Holzprodukten wie M\u00f6bel, Bauholz oder Papier verbucht. Hier werden 447 Mio. Tonnen CO2 vermieden. Zus\u00e4tzlich wird noch die CO<sub>2<\/sub> Einsparung durch die Substitution von fossil-basierten Produkte sowie Energietr\u00e4gern gutgeschrieben. Hier ergibt sich ein Plus von 410 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>. Insgesamt betr\u00e4gt damit der Einsparungseffekt am Ende 806 Mio. Tonnen CO<sub>2<\/sub>.<\/p>\n<p>W\u00e4lder sind wichtige Kohlenstoff-Speicher. Im Zuge ihres Wachstums absorbieren sie CO<sub>2<\/sub> aus der Atmosph\u00e4re. Die nachhaltige Nutzung spielt hier eine wesentliche Rolle, denn nur sie garantiert, dass der Wald immer weiterw\u00e4chst und nie mehr CO<sub>2<\/sub> freigesetzt wird, als aufgenommen werden kann. Wird das Holz zu Produkten verarbeitet, bleibt auch der Kohlenstoff weiter in diesen gespeichert. Und Recycling sorgt \u2013 neben m\u00f6glichst hoher Ressourceneffizienz \u2013 f\u00fcr eine weitere Verl\u00e4ngerung des CO<sub>2<\/sub>-Kreislaufes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klimakrise erfordert einen Umbau des Wirtschaftssystems von fossilen hin zu erneuerbaren Rohstoffen. Die Papierindustrie ist hier laut aktueller Studie bereits Vorreiter. In ganz Europa wurden 139 Bioraffinerien identifiziert, das sind vor allem Zellstoff \u2013 und Papierfabriken, die au\u00dfer Papier und Zellstoff noch viele weitere biobasierte Produkte aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz herstellen. 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