{"id":84276,"date":"2021-01-28T07:35:34","date_gmt":"2021-01-28T06:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=84276"},"modified":"2021-01-25T12:45:10","modified_gmt":"2021-01-25T11:45:10","slug":"wasserstoffprojekt-am-standort-hamburg-moorburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wasserstoffprojekt-am-standort-hamburg-moorburg\/","title":{"rendered":"Wasserstoffprojekt am Standort Hamburg-Moorburg"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-84280\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/kw_moorburg_nr-2-1024x576.jpg\" alt=\"kw_moorburg_nr--2\" width=\"562\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/kw_moorburg_nr-2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/kw_moorburg_nr-2-300x169.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/kw_moorburg_nr-2-600x338.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/kw_moorburg_nr-2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 562px) 100vw, 562px\" \/><\/p>\n<p><strong>Die Unternehmen Shell, Mitsubishi Heavy Industries (MHI), Vattenfall sowie die kommunale W\u00e4rme Hamburg planen, wie sie k\u00fcnftig gemeinsam Wasserstoff aus Wind- und Solarkraft am Kraftwerksstandort Hamburg-Moorburg erzeugen und im Umfeld nutzen k\u00f6nnen. Dazu haben die vier Unternehmen jetzt eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet. Neben der Errichtung eines Elektrolyseurs mit einer noch skalierbaren 100 Megawatt Leistung ist auch die k\u00fcnftige Entwicklung des Standorts zu einem sogenannten \u201eGreen Energy Hub\u201c vorgesehen. Es soll dabei auch untersucht werden, inwieweit die bestehende Infrastruktur des Standorts Moorburg k\u00fcnftig zur Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien genutzt werden kann. Dabei sollen weiterf\u00fchrende Konzepte wie die notwendigen Logistikketten und Speicherm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wasserstoff mitgedacht werden. Vorbehaltlich einer finalen Investitionsentscheidung kann die Erzeugung gr\u00fcnen Wasserstoffs nach jetzigem Planungsstand nach erfolgter Baufeldfreimachung am Standort voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 erfolgen. Damit w\u00fcrde der Elektrolyseur zu den gr\u00f6\u00dften Anlagen in Europa geh\u00f6ren.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-84283\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/hhhydrogen_hub2_nr-1024x731.jpg\" alt=\"hhhydrogen_hub2_nr\" width=\"555\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/hhhydrogen_hub2_nr-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/hhhydrogen_hub2_nr-300x214.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/hhhydrogen_hub2_nr-600x428.jpg 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/hhhydrogen_hub2_nr.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 555px) 100vw, 555px\" \/><\/p>\n<p>Die Partner beabsichtigen, F\u00f6rdermittel im Rahmen des EU-Programms \u201eImportant Projects of Common European Interest\u201c (IPCEI) zu beantragen. Dies soll im ersten Quartal 2021 mit Einreichung einer ersten Projektskizze erfolgen. Der Energiestandort verf\u00fcgt aus Sicht der vier Partnerunternehmen \u00fcber ideale Voraussetzungen f\u00fcr die weitere Nutzung. Er ist sowohl an das nationale 380.000 Volt \u00dcbertragungsnetz als auch an das 110.000 Volt-Netz der Stadt Hamburg angebunden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen \u00dcberseeschiffe den Standort direkt anlaufen und die Kai- und Hafenanlage als Importterminal nutzen.<\/p>\n<p>Die st\u00e4dtische Gasnetzgesellschaft will zudem binnen zehn Jahren ein Wasserstoffnetz im Hafen ausbauen und arbeitet damit schon jetzt an der n\u00f6tigen Verteil-Infrastruktur. Im Umkreis des Standorts sind zahlreiche potenzielle Abnehmer f\u00fcr gr\u00fcnen Wasserstoff angesiedelt, so dass die gesamte Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette &#8211; von der Erzeugung \u00fcber die Speicherung und den Transport hin zur konkreten Anwendung in den unterschiedlichen Sektoren &#8211; vor Ort abgebildet werden kann. Mit diesen Voraussetzungen ist der Standort Moorburg in Hamburg und Norddeutschland optimal und kann sich zu einem potentiellen Startpunkt f\u00fcr den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft entwickeln.<\/p>\n<p>Moorburg war viele Jahre Standort eines Gaskraftwerks der Hamburgischen Electricit\u00e4ts-Werke, 2015 nahm Vattenfall hier ein Kohlekraftwerk in Betrieb. Dessen kommerzieller Betrieb wurde beendet, nachdem das Kraftwerk im Dezember 2020 einen Zuschlag in der Auktion zum bundesweiten Steinkohleausstieg erhielt. Eine Entscheidung des \u00dcbertragungsnetzbetreibers \u00fcber die Systemrelevanz der Anlage wird f\u00fcr M\u00e4rz 2021 erwartet. Die Stadt Hamburg und Vattenfall streben an, die [Teil]-Fl\u00e4chen des Standorts zeitnah f\u00fcr das Projekt zur Erzeugung gr\u00fcnen Wasserstoffs und eines Green Energy Hubs freizur\u00e4umen und weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>Die vier Unternehmen k\u00f6nnen bei ihrem Vorhaben zur Bildung eines Konsortiums auch auf die Unterst\u00fctzung des Hamburger Senats z\u00e4hlen. Die Koalitionspartner hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verst\u00e4ndigt, die Machbarkeit von Sektorenkopplung und den Aufbau einer Wasserstofferzeugung am Standort zu pr\u00fcfen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Jens Kerstan, Aufsichtsratsvorsitzender der W\u00e4rme Hamburg GmbH sowie der Gasnetz Hamburg GmbH und Senator der Freien und Hansestadt Hamburg f\u00fcr Energie und Umwelt:<\/strong> \u201eDiese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt f\u00fcr die Energiewendestadt Hamburg. Am Standort Moorburg wollen wir mit erfahrenen Partnern aus der Wirtschaft gr\u00fcnen Wasserstoff im gro\u00dfen Ma\u00dfstab erzeugen und gleichzeitig dort einen Green Energy Hub f\u00fcr klimafreundliche Energie aufbauen. Das sind ehrgeizige Pl\u00e4ne, die wir jetzt mit Leben f\u00fcllen m\u00fcssen. Hier liegt ein gro\u00dfer Hebel zur Erreichung unserer Klimaziele. Das Gasleitungsnetz im Hafen und rund um Moorburg wird ab sofort ausgebaut f\u00fcr Wasserstoff, um Industrie und gro\u00dfe Betriebe zu beliefern. Der Startschuss in die Wasserstoffzukunft ist gefallen, Hamburg will und wird hier vorn dabei sein. Der Hamburger Senat unterst\u00fctzt dies und die \u00f6ffentlichen Unternehmen der Stadt spielen hierbei eine ma\u00dfgebliche Rolle.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Michael Westhagemann, Senator der Freien und Hansestadt Hamburg f\u00fcr Wirtschaft und Innovation:<\/strong> \u201eIch habe immer an das Projekt am Standort Moorburg geglaubt. In Hamburg gibt es keine bessere Lage f\u00fcr einen skalierbaren Elektrolyseur dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung.\u00a0 \u00dcber den 380 kV Anschluss und die Verbindung zu Brunsb\u00fcttel haben wir direkten Zugriff auf die Versorgung mit gr\u00fcnem Strom aus der Windkraft \u2013 und damit die M\u00f6glichkeit, tats\u00e4chlich gr\u00fcnen Wasserstoff in relevanten Mengen zu produzieren. Mit dieser Ank\u00fcndigung wird ein gro\u00dfer Schritt hin zu einer langfristigen Dekarbonisierung des Hafens sowie einer wettbewerbsf\u00e4higen Wasserstoffwirtschaft in der Metropolregion Hamburg geleistet und ich begl\u00fcckw\u00fcnsche die Partner zu diesem zukunftsweisenden Projekt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kentaro Hosomi, President und CEO Energy Systems, Mitsubishi Heavy Industries:<\/strong> &#8220;Wir freuen uns auf die M\u00f6glichkeit, unser Engineering- und Technologiewissen einsetzen zu k\u00f6nnen, um dieses Projekt gemeinsam mit unseren Partnern zu verwirklichen. Die Errichtung einer gr\u00fcnen Wasserstofferzeugung, die voll in die Hamburger Industrie-Infrastruktur integriert ist, w\u00fcrde Europa und der Welt zeigen, dass die Wasserstoffwirtschaft real ist und erheblich zur Dekarbonisierung des Energiesystems und der Schwerindustrie beitragen kann.\u201c<\/p>\n<p><strong>Fabian Ziegler, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Shell in Deutschland:<\/strong> \u201eGr\u00fcner Wasserstoff wird zuk\u00fcnftig eine sehr gro\u00dfe Rolle im Energiesystem spielen und damit auch f\u00fcr uns. Wir haben die Entwicklung der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette f\u00fcr Wasserstoff im Blick; vom Einstieg in die Stromproduktion mittels Offshore-Wind \u00fcber den Ausbau der Kapazit\u00e4t f\u00fcr gr\u00fcne Wasserstoffproduktion bis hin zum Vertrieb f\u00fcr Mobilit\u00e4ts- bzw. Transportanwendungen und andere Industrien. Daf\u00fcr m\u00fcssen und wollen wir mit starken Partnern zusammenarbeiten. Wir halten das Projekt des Konsortiums\u00a0zusammen mit der Stadt Hamburg f\u00fcr beispielhaft.\u201c<\/p>\n<p><strong>Christian Barth\u00e9l\u00e9my, Senior Vice President und Deutschland-Chef von Vattenfall:<\/strong> \u201eDie Gewinnung von Wasserstoff aus erneuerbarem Strom ist ein Schl\u00fcssel f\u00fcr die Dekarbonisierung der Industrie und des Transportsektors. Vattenfall will innerhalb einer Generation ein fossilfreies Leben erm\u00f6glichen und wir werden unsere Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter ausbauen. In Projekten wie diesem wollen wir zeigen, wie erneuerbarer Strom zuk\u00fcnftig bestm\u00f6glich zu fossilfreien, industriellen Produktionsprozessen f\u00fchren kann und sich integrieren l\u00e4sst. Der Standort Moorburg verf\u00fcgt hier \u00fcber die Infrastruktur, die f\u00fcr die Produktion von Wasserstoff in gro\u00dfem Stil aus erneuerbaren Energien wie Offshore-Wind n\u00f6tig ist. Deshalb freuen wir uns, dass wir die Stadt und den Industriestandort Hamburg darin unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, ihre ambitionierten Klimaziele umzusetzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Christian Heine, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der W\u00e4rme Hamburg GmbH sowie der Gasnetz Hamburg GmbH<\/strong>: \u201eWasserstoff hat ein enormes Zukunftspotenzial und das nicht nur als Stromspeicher. Die W\u00e4rme Hamburg hat sich auf die Fahnen geschrieben, Abw\u00e4rmequellen in jeglicher Form zu erschlie\u00dfen und diese klimaneutrale W\u00e4rme zu nutzen. Unter diesem Aspekt beteiligt sich die W\u00e4rme Hamburg am geplanten Elektrolyseur. Dar\u00fcber hinaus wollen wir pr\u00fcfen, inwieweit wir die Infrastruktur am Standort Moorburg nutzen k\u00f6nnen, um vor Ort weitere Erneuerbare Energien zur Energieerzeugung einzusetzen. Moorburg hat das Potenzial f\u00fcr einen innovativen urbanen Hub f\u00fcr Erneuerbare Energien.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unternehmen Shell, Mitsubishi Heavy Industries (MHI), Vattenfall sowie die kommunale W\u00e4rme Hamburg planen, wie sie k\u00fcnftig gemeinsam Wasserstoff aus Wind- und Solarkraft am Kraftwerksstandort Hamburg-Moorburg erzeugen und im Umfeld nutzen k\u00f6nnen. Dazu haben die vier Unternehmen jetzt eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet. 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