{"id":84050,"date":"2021-01-22T07:35:45","date_gmt":"2021-01-22T06:35:45","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=84050"},"modified":"2021-01-21T12:17:12","modified_gmt":"2021-01-21T11:17:12","slug":"goodbye-granulat-hallo-wasserstoff-leuna-setzt-auf-power-to-x","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/goodbye-granulat-hallo-wasserstoff-leuna-setzt-auf-power-to-x\/","title":{"rendered":"Goodbye Granulat, hallo Wasserstoff: Leuna setzt auf Power-to-X"},"content":{"rendered":"<p>Technische Gase gibt&#8217;s in Zukunft auch in gr\u00fcn: Gasriese Linde will zum f\u00fchrenden Namen in Sachen Wasserstoff werden. Ein Schritt dazu soll die weltgr\u00f6\u00dfte PEM-Elektrolyse f\u00fcr bis zu 3200 Tonnen gr\u00fcner Wasserstoff pro Jahr werden, die der Konzern im ostdeutschen Chemiepark Leuna bauen will. Die Lage an einem der \u00e4ltesten und gr\u00f6\u00dften Industriecluster sei geradezu perfekt als Keimzelle der Wasserstoffwirtschaft, erkl\u00e4rt die Firma.<\/p>\n<p>Firmen zum Thema<\/p>\n<p>Der eine geht, die anderen kommen: W\u00e4hrend die BASF ihren Traditionsstandort Leuna (die Ludwigshafener stellen an der Saale Kunststoffgranulat her) schlie\u00dfen will, hat Linde gro\u00dfe Pl\u00e4ne: Am Chemiestandort in der N\u00e4he von Merseburg plant der Gaseriese das Zentrum einer regionalen Wasserstoffwirtschaft und legt daf\u00fcr mit dem Bau einer 24 Megawatt-Elektrolyse vor (zum Vergleich: Moderne Windkraftwerke leisten etwa 3 MW, was dem Strombedarf von 2.000 Haushalten entspricht. Die PEM-Anlage soll zu Beginn mithilfe von zertifiziertem \u00d6kostrom, sp\u00e4ter mit in der N\u00e4he erzeugten erneuerbaren Energien ab Mitte 2022 bis zu 3.200 Tonnen gr\u00fcnen Wasserstoff pro Jahr herstellen.<\/p>\n<p>Wasserstoff im Chemiepark<\/p>\n<p>Vom Chemie- zum Energiepark: Werden die Chemie-Standorte zum Wasserstoff-Hub?<br \/>\nAuf diese Wiese entst\u00fcnde die gr\u00f6\u00dfte Power-to-X-Anlage der Welt in Sachsen-Anhalt: \u201eLeuna eignet sich als Standort hervorragend f\u00fcr eine solche Anlage, denn wir versorgen seit vielen Jahrzehnten \u2013 eingebunden in eines der gr\u00f6\u00dften Industriecluster in Deutschland \u2013 mit einem kompletten Produktportfolio von Industriegasen unsere dort ans\u00e4ssigen Kunden sowie das umliegende Netzwerk. Durch die Elektrolyse-Anlage im industriellen Ma\u00dfstab, insbesondere in Verbindung mit der aktuell erweiterten Verfl\u00fcssigung, wird dieses Portfolio perfekt erg\u00e4nzt\u201c, sagte Jens Waldeck, bei Linde zust\u00e4ndig f\u00fcr das Gasegesch\u00e4ft in Westeuropa. \u201eF\u00fcr Leuna sprechen au\u00dferdem das gut ausgebaute Rohrleitungsnetz und die hervorragende Infrastrukturanbindung.\u201c<\/p>\n<p>Denn: Wasserstoff kann mehr als &#8220;nur&#8221; Fahrzeuge mit Brennstoffzelle antreiben. Das leichteste Element des Periodensystems ist auch als Rohstoff f\u00fcr die Chemie- oder Stahlindustrie begehrt. Konstruktion, Bau und Betrieb der Anlage erfolgen aus einer Hand durch Linde. Die PEM (Proton Exchange Membrane)-Technologie der Elektrolyse stammt dabei von Lindes Joint-Venture-Partner ITM Power. Dank komplement\u00e4rer Technologien wie der Verfl\u00fcssigung, dem Tankstellenbau und der Logistik ist Linde in der Lage, die komplette Wasserstoff-Wertsch\u00f6pfungskette abzudecken.<\/p>\n<p>Zentraler Baustein der H2-Wertsch\u00f6pfungskette ist aber die Elektrolyse-Technologie: \u201eDank der Kombination aus erstklassiger EPC (Engineering, Beschaffung, Errichtung)-Kompetenz und Technologieexpertise auf Seiten der ITM Linde Electrolysis GmbH k\u00f6nnen wir individuelle Kundenl\u00f6sungen f\u00fcr elektrolysebasierte Wasserstoff- und Sauerstoff- Erzeugungsanlagen anbieten\u201c, erkl\u00e4rt Michael Schaeffer, Leiter des Bereiches Wasserstoff- und Synthesegasanlagen bei Linde Engineering.<\/p>\n<p>Der Spezialgase-Konzern will in Zukunft Industriekunden \u00fcber das bestehende Pipeline-Netz oder per Lkw mit dem gr\u00fcnen Elektrolyse-Wasserstoff beliefern, mit dem auch Wasserstofftankstellen in der Region versorgt werden sollen. Deswegen geh\u00f6ren zu dem Projekt auch ein Wasserstoff-Verfl\u00fcssiger, der bereits Anfang 2021 in Betrieb gehen wird, sowie infrastrukturelle Ma\u00dfnahmen in Leuna in Zusammenarbeit mit dem Standortbetreiber Infraleuna. Das Projekt wird aus Landes- und Bundesmitteln gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Technische Gase gibt&#8217;s in Zukunft auch in gr\u00fcn: Gasriese Linde will zum f\u00fchrenden Namen in Sachen Wasserstoff werden. Ein Schritt dazu soll die weltgr\u00f6\u00dfte PEM-Elektrolyse f\u00fcr bis zu 3200 Tonnen gr\u00fcner Wasserstoff pro Jahr werden, die der Konzern im ostdeutschen Chemiepark Leuna bauen will. 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