{"id":84005,"date":"2021-01-21T07:26:33","date_gmt":"2021-01-21T06:26:33","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=84005"},"modified":"2021-01-18T13:21:25","modified_gmt":"2021-01-18T12:21:25","slug":"coole-verpackungen-wissenschaftler-der-tu-dresden-entwickeln-nachhaltiges-isolationsmate%c2%adrial-zum-versand-von-kuehlpflichtigen-produkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/coole-verpackungen-wissenschaftler-der-tu-dresden-entwickeln-nachhaltiges-isolationsmate%c2%adrial-zum-versand-von-kuehlpflichtigen-produkten\/","title":{"rendered":"Coole Verpackungen: Wissenschaftler der TU Dresden entwickeln nachhaltiges Isolationsmate\u00adrial zum Versand von k\u00fchlpflichtigen Produkten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_84007\" aria-describedby=\"caption-attachment-84007\" style=\"width: 554px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-84007\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/b63fc25e-a891-42f3-b971-3bed3cbc1cb5.jpg\" alt=\"b63fc25e-a891-42f3-b971-3bed3cbc1cb5\" width=\"554\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/b63fc25e-a891-42f3-b971-3bed3cbc1cb5.jpg 630w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/b63fc25e-a891-42f3-b971-3bed3cbc1cb5-300x90.jpg 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/b63fc25e-a891-42f3-b971-3bed3cbc1cb5-600x181.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 554px) 100vw, 554px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-84007\" class=\"wp-caption-text\">3 cm dicke Faserisoliermatten (links aus Basis von Altpapier; rechts auf Basis von Cellulose), trocken aufbereitet, mit einer Dichte von ca. 30 Kilogramm pro Kubikmeter.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Forscher des Instituts f\u00fcr Naturstofftechnik der TU Dresden haben ein Isoliermaterial aus Altpapier f\u00fcr den Versand von temperaturempfindlichen Lebensmitteln und Medikamenten entwickelt. Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes konnten die Grundlagen f\u00fcr die Herstellung \u00f6kologisch nachhaltiger Frischeversandverpackungen und damit eine Alternative zu umweltsch\u00e4dlichen Styropor- und Kunststoffverpackungen geschaffen werden.<\/strong><\/p>\n<p>Thermoisolierte Verpackungen halten Versandg\u00fcter in einem bestimmten Temperaturbereich. Die Verpackungen gew\u00e4hrleisten eine passive K\u00fchlung, oftmals mit zus\u00e4tzlichen K\u00fchlmitteln, ohne Energieeintrag. F\u00fcr den temperaturgef\u00fchrten Versand werden gegenw\u00e4rtig \u00fcberwiegend umweltbelastende Verpackungen aus schwer recycelbaren Rohstoffen eingesetzt.<\/p>\n<p>Innerhalb des Forschungsprojektes wurde auf Grundlage eines speziellen Trockenprozesses Altpapier so aufbereitet, dass daraus faserbasierte Isolationselemente entstehen. Thomas Schrinner, Projektkoordinator an der Professur f\u00fcr Holztechnik und Faserwerkstofftechnik: \u201eDie besondere Herausforderung bestand darin, den Aufbereitungsprozess anzupassen und spezielle Faserstoffrezepturen zu entwickeln, damit die Fasermatten eine besonders geringe Dichte bei ausreichend enger Porengr\u00f6\u00dfenverteilung aufweisen und die Isoliereigenschaften ihr Optimum erreichen.\u201c Funktionstests unter praxisrelevanten Bedingungen haben gezeigt, dass die entwickelten Isolierelemente aufgrund ihrer geringen W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit in der Lage sind, konventionelle Isoliermaterialien wie Styropor zu ersetzen. \u201eDurch die geringe Temperaturleitf\u00e4higkeit und dem h\u00f6heren W\u00e4rmespeicherverm\u00f6gen von Cellulose \u00fcbertreffen die Isoliereigenschaften der nachhaltigen Fasermatten sogar die der meisten anderen Materialien\u201c, so Schrinner.<\/p>\n<p>Auch wenn die Faserisolierelemente aufgrund eines m\u00f6glichen Lebensmittelkontaktes mit Folie ummantelt werden, ist die durch einen Au\u00dfenkarton stabilisierte Frischeversandverpackung ein vollst\u00e4ndig recycelbares Endprodukt. \u201eDer Anteil der Folie am Gesamtsystem ist mit sieben Prozent so gering, dass die Versandverpackung bedenkenlos dem Altpapierkreislauf zugef\u00fchrt werden kann. Dennoch stellt die Folienummantelung nur eine Zwischenl\u00f6sung dar. Mit der Entwicklung nachhaltiger Alternativen, wie cellulose-basierte Barriereschichten, haben wir bereits begonnen.\u201c<\/p>\n<p>Die bestehende Isolierkonstruktion hat sich bereits als Systeml\u00f6sung f\u00fcr den Versandhandel bewiesen. Die Frischeversandverpackungen werden von der easy2cool\u00a0GmbH vertrieben, welche als Kooperationspartner den Herstellungsprozess f\u00fcr konfigurierbare Isolierelemente und Gesamtverpackungssysteme erprobten und entwickelten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00dcber die TU Dresden<\/h3>\n<p>Die TU Dresden ist eine der Spitzenuniversit\u00e4ten Deutschlands und Europas: stark in der Forschung, erstklassig in der Vielfalt und der Qualit\u00e4t der Studienangebote, eng vernetzt mit Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Als moderne Universit\u00e4t bietet sie mit ihren f\u00fcnf Bereichen in 18 Fakult\u00e4ten ein breit gef\u00e4chertes wissenschaftliches Spektrum wie nur wenige Hochschulen in Deutschland. Sie ist die gr\u00f6\u00dfte Universit\u00e4t Sachsens. Die gro\u00dfe Campus-Familie der TU Dresden setzt sich zusammen aus rund 32.000 Studierenden und ca. 8.000 Mitarbeitern &#8211; davon 600 Professoren. Die TU Dresden ist seit 2012 eine der elf Exzellenzuniversit\u00e4ten Deutschlands. Am 19. Juli 2019 konnte sie diesen Titel erfolgreich verteidigen.<\/p>\n<h3>\u00dcber die Die Professur f\u00fcr Holztechnik und Faserwerkstofftechnik<\/h3>\n<p>Die Professur f\u00fcr Holztechnik und Faserwerkstofftechnik, einschlie\u00dflich der Arbeitsgruppe Papiertechnik, lehrt und forscht unter der Leitung von Professor Andr\u00e9 Wagenf\u00fchr auf dem Gebiet der Werkstoffentwicklung und \u2013verarbeitung. Dabei stehen Werkstoffe auf lignocelluloser Basis sowie aus anderen Naturfasern im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung aber auch in der Lehre. Neben relevanten Themen zur Gestaltung und Herstellung von unterschiedlich strukturierten Werkstoffen werden auch technologische Aspekte der Weiterverarbeitung und des Anlagen- und Maschinenbaus bis hin zur Werkzeugentwicklung untersucht. Einen Schwerpunkt bildet die Verg\u00fctung von bereits existierenden Werkstoffen wie bspw. natives Holz zur anwendungsbezogenen Eigenschaftsver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakt<\/h3>\n<p>Thomas Schrinner<br \/>\nInstitut f\u00fcr Naturstofftechnik<br \/>\nProfessur f\u00fcr Holztechnik und Faserwerkstofftechnik<br \/>\nTel.: +49 351 463-38026<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:thomas.schrinner@\u200btu-dresden.de\" target=\"_blank\">thomas.schrinner@\u200btu-dresden.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forscher des Instituts f\u00fcr Naturstofftechnik der TU Dresden haben ein Isoliermaterial aus Altpapier f\u00fcr den Versand von temperaturempfindlichen Lebensmitteln und Medikamenten entwickelt. 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