{"id":8382,"date":"2005-09-05T00:00:00","date_gmt":"2005-09-04T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050905-06n"},"modified":"2005-09-05T00:00:00","modified_gmt":"2005-09-04T22:00:00","slug":"bundesumweltminister-trittin-foerdert-bundesweit-einzigartigen-hawk-master-studiengang-nachwachsende-rohstoffe-und-erneuerbare-energien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bundesumweltminister-trittin-foerdert-bundesweit-einzigartigen-hawk-master-studiengang-nachwachsende-rohstoffe-und-erneuerbare-energien\/","title":{"rendered":"Bundesumweltminister Trittin f\u00f6rdert bundesweit einzigartigen HAWK Master-Studiengang Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Benzinpreise steigen in astronomische H\u00f6hen, das Roh\u00f6l muss bald in &#8220;Rohgold&#8221; umbenannt werden. Wo sind die Alternativen, fragen sich nicht mehr nur Alternative. Innovative Forschung, Entwicklung und Ausbildung auf diesem Sektor muss voran getrieben werden: Bundesumweltminister J\u00fcrgen Trittin f\u00f6rdert jetzt den bundesweit einzigartigen Master-Studiengang Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien, den die <a href=\"http:\/\/www.hawk-hhg.de\/\" >HAWK Hochschule<\/a> f\u00fcr angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim\/Holzminden\/G\u00f6ttingen in Kooperation mit der <a href=\"http:\/\/www.fh-hannover.de\/de\/\" >Fachhochschule Hannover<\/a> zu diesem Wintersemester voll ausgelastet startet.<\/b><\/p>\n<p>Trittin besucht am kommenden Donnerstag, 8. September, um 10 Uhr die G\u00f6ttinger HAWK-Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement. Der Minister \u00fcbergibt eine Finanzierungszusage und informiert sich \u00fcber Forschungsergebnisse und -entwicklungen beispielsweise von Biomasse-Projekten in Niedersachsen. <\/p>\n<p>Am Donnerstag, 8. September, wird Bundesumweltminister J\u00fcrgen Trittin die G\u00f6ttinger Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement der HAWK Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim\/Holzminden\/G\u00f6ttingen besuchen und dort feierlich eine Finanzierungszusage \u00fcber rund 36.000 Euro \u00fcbergeben. <\/p>\n<p>Das Geld soll den weiteren Aufbau und die Entwicklung des neuen und bundesweit einzigartigen Master-Studienganges Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien (NREE) unterst\u00fctzen, den die HAWK in Kooperation mit der Fachhochschule Hannover anbietet. Der Studiengang startet erfolgreich erstmals zu diesem Wintersemester. <\/p>\n<p>Trittin, der auch Mitglied im Gr\u00fcndungsbeirat des innovativen Studienangebots war, informiert sich bei seinem Besuch \u00fcber aktuelle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Fachgebiets Technischer Umweltschutz der Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement im Bereich der Bioenergie. Ein Projekt ist dabei die neue Biogasversuchsanlage.<\/p>\n<p><b>Master-Studiengang NREE &#8211; die Ausbildung f\u00fcr eine Wachstumsbranche<\/b><\/p>\n<p>Der innovative und bundesweit einzigartige Master-Studiengang Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien (NREE) startet zu diesem Wintersemester voll ausgelastet. Zum 20. September werden 27 Studierende das viersemestrige Studium aufnehmen. Damit ist der Studiengang NREE das erfolgreichste Master-Angebot der HAWK. Es schlie\u00dft mit dem akademischen Grad eines Masters of Engineering ab.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von HAWK-Studiendekan Prof. Dr. J\u00fcrgen Horsch ist diese Nachfrage letztlich nicht \u00fcberraschend, &#8220;weil die Breite des Ausbildungsprofils auf den beiden Gebieten Rohstoffe und Energie eine gute Positionierung der Absolventinnen und Absolventen dieses Studienganges auf dem internationalen Arbeitsmarkt erwarten l\u00e4sst und der Studiengang so in seiner Art in Deutschland kein zweites Mal angeboten wird&#8221;. <\/p>\n<p>Zu den innovativen Aspekten des Studiengangs z\u00e4hlt insbesondere die Verkn\u00fcpfung der Ausbildungsinhalte auf dem Gebiet der Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen im stofflichen Bereich mit denen zur Energiebereitstellung aus biogenen und anderen erneuerbaren Ressourcen. Von Bedeutung sei au\u00dferdem die Projektierung entsprechender Anlagen, betont Horsch. <\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des weltweit drastisch ansteigenden Bedarfs an Rohstoffen und Energie, den hohen Energiepreisen auch auf dem Roh\u00f6lsektor und der Notwendigkeit eines verst\u00e4rkten Klimaschutzes werden Fragen einer Ressourcen schonenden, umweltvertr\u00e4glichen Versorgung von wachsender Bedeutung sein. Dabei wendet sich der Studiengang an Studierende mit einem ersten berufsqualifizierenden ingenieurwissenschaftlichen Hochschulabschluss.<\/p>\n<p>Mehrere wissenschaftliche Studien prognostizieren laut Horsch ein hohes Arbeitsmarktpotenzial. Bislang sind im Bereich der erneuerbaren Energien rund 120.000 Menschen besch\u00e4ftigt. Allein in der Bioenergienutzung k\u00f6nnten danach weitere 50.000 Arbeitspl\u00e4tze entstehen, bei einem offensiven Ausbau sogar mehr. Auch im Hinblick auf die letzten Jahre sei festzustellen, dass es sich bei der gesamten erneuerbaren-Energien-Branche um eine der wenigen Technologiebranchen mit Arbeitsplatzzuwachs handelt.<\/p>\n<p><b>Fachgebiet Technischer Umweltschutz an der HAWK<\/b><\/p>\n<p>Die Ausbildungs- und Forschungsinhalte des Master-Studiengangs NREE im Bereich Erneuerbare Energien sind ma\u00dfgeblich aus dem Fachgebiet Technischer Umweltschutz an der HAWK-Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement entwickelt worden. Das Fachgebiet ist im Jahr 2000 gegr\u00fcndet worden und hat inzwischen 25 Mitarbeiter. <\/p>\n<p>&#8220;Wir haben den Ausbau unserer Aktivit\u00e4ten im Bereich der Bioenergie, beispielsweise bei der Energieholzverwertung oder der Biogastechnik, konsequent voran getrieben&#8221;, sagt Prof. Dr. Michael Nelles, der Leiter des Fachgebietes. Unter anderem f\u00fcr den Auf- und Ausbau des umweltanalytischen Labors und Technikums konnte das Fachgebiet auf dem Sektor Bioenergie rund vier Millionen Euro Drittmittel einwerben. <\/p>\n<p>Das Fachgebiet Technischer Umweltschutz ist bis Ende dieses Jahres Tr\u00e4ger der Fachinformationsstelle Bioenergie Niedersachsen (BEN) und von 2006 an einer von vier Tr\u00e4gern des Niedersachsen Netzwerkes Nachwachsende Rohstoffe (3N). <\/p>\n<p>Au\u00dferdem betreibt das Fachgebiet das Umwelttechnologie-Transferb\u00fcro an der HAWK-Partneruniversit\u00e4t im chinesischen Hefei mit dem Arbeitsschwerpunkt Nachwachsende Rohstoffe. Neu sind au\u00dferdem das Bioenergie-Projekt &#8220;Optimierung der Abw\u00e4rmenutzung aus der Biogasanlage des Bioenergiedorfs J\u00fchnde und die Einf\u00fchrung eines Qualit\u00e4tssicherungssystems f\u00fcr Holzhackschnitzel f\u00fcr Niedersachsen als erstem Bundesland. (Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bioenergiedorf-juehnde-437-000-euro-fuer-die-wissenschaftliche-begleitforschung\/\" >2005-04-01<\/a>.)<\/p>\n<p><b>Die Biogasversuchsanlage<\/b><\/p>\n<p>Zu den Projekten und Bioenergie-Aktivit\u00e4ten des Fachgebiets Technischer Umweltschutz geh\u00f6rt die neue Biogasversuchsanlage, die Anfang Juli dieses Jahres in Betrieb genommen wurde. Es handelt sich dabei um eine Versuchsanlage zur Ermittlung von Biogasertr\u00e4gen, mit der in Reaktoren mit einem Volumen von bis zu 60 Litern derzeit 35 Proben gleichzeitig analysiert werden k\u00f6nnen. &#8220;Damit hat das Fachgebiet Technischer Umweltschutz die in Deutschland einmalige M\u00f6glichkeit, Gasertr\u00e4ge in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung nach der VDI-Norm 4630 durchzuf\u00fchren&#8221;, betont Nelles. <\/p>\n<p>Genutzt wird die Anlage derzeit prim\u00e4r im Rahmen der Kooperation mit dem Biogaskraftwerkbetreiber ProEn Soltau GmbH. Innerhalb dieses Projektes werden insgesamt 300 Energiepflanzenproben auf ihr Potenzial zur Bildung von Biomethan untersucht. <\/p>\n<p>Die Anlage soll im Rahmen des Technologietransfers weiteren Anlagenplanern, -bauern, betreibern und Investoren zur Verf\u00fcgung stehen. Somit ist das Fachgebiet Technischer Umweltschutz in der Lage, Gasertragstests oder G\u00e4rgutachten f\u00fcr interessierte Kunden durchzuf\u00fchren und leistet somit eine weiteren Beitrag zur Verbreitung der Biogastechnologie.<\/p>\n<p><b>Die Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement<\/b><\/p>\n<p>Das Fachgebiet Technischer Umweltschutz ist neben Fertigungstechnik und Elektrotechnik einer von drei w\u00e4hlbaren Studienschwerpunkten im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der G\u00f6ttinger HAWK-Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement. <\/p>\n<p>Auf die 78 Studienpl\u00e4tze haben sich zu diesem Wintersemester rund 300 junge Leute beworben. Die Fakult\u00e4t bietet neben dem Bachelor-Studiengang Forstwirtschaft (ebenfalls rund 300 Bewerbungen auf 80 Studienpl\u00e4tze) au\u00dferdem den europaweit einmaligen Bachelor-Studiengang Arboristik an, bei dem es um die Pflege, Erhaltung und Entwicklung von st\u00e4dtischem Gr\u00fcn geht. Dieser Studiengang besteht seit zwei Jahren mit jetzt 35 Studienpl\u00e4tzen und ist zu diesem Wintersemester wieder voll ausgelastet. <\/p>\n<p>Neben dem neuen Master-Studiengang NREE besteht seit zwei Jahren auch der Master-Studiengang Regionalmanagement und Wirtschaftsf\u00f6rderung an der Fakult\u00e4t. <\/p>\n<p>&#8220;Die Fakult\u00e4t Ressourcenmanagement hat sich in den vergangenen Jahren in einem au\u00dferordentlich dynamischen Entwicklungsprozess den neuen Anforderungen an eine erfolgreiche akademische Ausbildungsst\u00e4tte gestellt. Sie hat sich von einem Fachbereich mit einem Studiengang Forstwirtschaft in eine Fakult\u00e4t mit drei Bachelor- und zwei Master-Studieng\u00e4ngen entwickelt&#8221;, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Dekan der Fakult\u00e4t, Prof. Dr. Ulrich Weihs.<\/p>\n<p><b>Kooperationspartner Fachhochschule Hannover<\/b><\/p>\n<p>Den Master-Studiengang Nachwachsende Rohstoffe und Erneuerbare Energien bietet die HAWK gemeinsam mit der Fachhochschule Hannover (FHH) an. Die FHH stellt rund vierzig Prozent des Lehrangebotes aus ihrem Fachbereich Bioverfahrenstechnik. <\/p>\n<p>Dort liegen die Forschungsschwerpunkte im Bereich der Qualit\u00e4tssicherung nachwachsender Rohstoffe, wie zum Beispiel Pflanzen\u00f6le, und der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe, d.h. Erzeugung, Verarbeitung und Anwendung von kompostierbaren Polymerwerkstoffen auf Basis von Cellulose oder St\u00e4rke sowie naturfaserverst\u00e4rkten Verbundwerkstoffen.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr aktuelle Forschungsvorhaben sind die Entwicklung eines Qualit\u00e4tssicherungssystems f\u00fcr Sonnenblumensaat auf Basis der Nahinfrarotspektroskopie (Verbund), die Entwicklung und Erzeugung von neuartigen, kurzfaserverst\u00e4rkten, thermoplastischen Verbundwerkstoffen auf Basis von Cellulosefasern und Abfallstoffen, die Erfassung der Biogasnutzung in Niedersachsen und die Untersuchung der werkstofftechnische Eigenschaften von Bambus(fasern). <\/p>\n<p><b>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.hawk-hhg.de\/\" >www.hawk-hhg.de<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.fh-hannover.de\/de\/\" >www.fh-hannover.de\/<\/a><\/b><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/studiengang-technologie-nachwachsender-rohstoffe\/\" >2004-12-06<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die Benzinpreise steigen in astronomische H&ouml;hen, das Roh&ouml;l muss bald in &#8220;Rohgold&#8221; umbenannt werden. Wo sind die Alternativen, fragen sich nicht mehr nur Alternative. 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