{"id":83690,"date":"2021-01-12T07:26:00","date_gmt":"2021-01-12T06:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=83690"},"modified":"2021-01-11T10:48:55","modified_gmt":"2021-01-11T09:48:55","slug":"kein-rapsmethylester-bedeutet-erheblich-weniger-rapsschrot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kein-rapsmethylester-bedeutet-erheblich-weniger-rapsschrot\/","title":{"rendered":"Kein Rapsmethylester bedeutet erheblich weniger Rapsschrot"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83692\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/GdW_5320.jpg\" alt=\"GdW_5320\" width=\"549\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/GdW_5320.jpg 549w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2021\/01\/GdW_5320-300x205.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><\/p>\n<p><strong>Der deutsche und europ\u00e4ische Futtermittelmarkt profitiert ma\u00dfgeblich von der Biodieselherstellung aus Raps. Denn in dieser Wertsch\u00f6pfungskette f\u00e4llt Rapsschrot als Koppelprodukt der \u00d6lgewinnung an, betont die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP). Gentechnikfreies Rapsschrot ist in Deutschland die wichtigste Proteinquelle in der Tierern\u00e4hrung. Auch f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung k\u00f6nnte Rapsextraktionsschrot zuk\u00fcnftig eine wichtige Rolle spielen, unterstreicht die UFOP mit Hinweis auf Forschungsvorhaben, die der Verband unterst\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland ist in der Europ\u00e4ischen Union der bedeutendste Standort f\u00fcr die Rapssaatverarbeitung, 2019 wurden rund 9,0 Mio. t Raps verarbeitet. Daraus entstanden gut 3,8 Mio. t Raps\u00f6l und knapp 5,2 Mio. t Rapsschrot. Da in Europa nur Sorten ohne Gentechnik gez\u00fcchtet und zugelassen werden, ist das Nachprodukt Rapsschrot \u201egentechnikfrei\u201c (GVO-frei). Das f\u00f6rdert den Einsatz vor allem in der Milchviehf\u00fctterung. Sojaschrot kann hier vollst\u00e4ndig ohne Einbu\u00dfen bei der Milchleistung durch Rapsschrot ersetzt werden. Inzwischen ist ein Gro\u00dfteil der Milchprodukte mit dem Label \u201eohne Gentechnik\u201c gekennzeichnet. Die starke Verbrauchernachfrage nach diesen Produkten unterst\u00fctzt damit die regionale Produktion und Verarbeitung von Raps, ganz im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes. Gleichzeitig wird die Abh\u00e4ngigkeit von Importen an GVO-Soja bzw. GVO-Sojaschrot erheblich reduziert. 5,2 Mio. t Rapsschrot entsprechen einer Sojaanbaufl\u00e4che von etwa 1,6 Mio. ha, rechnet die UFOP vor.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Verwendung von Rapsschrot zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe in der Tierern\u00e4hrung geworden ist, ist der Absatz von Raps\u00f6l an die Verwendung im Biokraftstoffmarkt gebunden. Das Raps\u00f6langebot \u00fcbersteigt bei weitem die Aufnahmef\u00e4higkeit der Nahrungsmittelm\u00e4rkte (Speise\u00f6l, Fertigprodukte), stellt die F\u00f6rderunion fest. Sollte der Bedarf an Raps\u00f6l zur Biodieselproduktion k\u00fcnftig schrumpfen, weil Biodiesel als Beitrag zur Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor nicht mehr angerechnet wird, h\u00e4tte dies nat\u00fcrlich Auswirkungen auf die Rapsverarbeitung. Zuk\u00fcnftig w\u00fcrden zwei Drittel der heute produzierten Rapsschrotmenge, d.h. etwa 3,4 Mio. t, wegfallen. Diese L\u00fccke m\u00fcsste mit Importen von GVO-Soja geschlossen werden. Rein rechnerisch w\u00e4ren das im zur\u00fcckliegenden Jahr etwa 1,1 Mio. ha \u201eSojaanbaufl\u00e4che\u201c gewesen. Der nachhaltige Rapsanbau in erweiterten Fruchtfolgen mit Getreide reduziert folglich den Fl\u00e4chendruck in den Herkunftsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die UFOP kritisiert, dass dieser Effekt nach wie vor in der aktuellen Diskussion um die k\u00fcnftige Biokraftstoffpolitik zu wenig beachtet wird. Stattdessen werde eine wenig sachgerechte \u201eiLUC\u201c- und \u201eTank-Teller\u201c-Diskussion gef\u00fchrt, von der sich die Politik endlich befreien m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Die UFOP begr\u00fc\u00dft nachdr\u00fccklich die Eiwei\u00dfpflanzenstrategie der Europ\u00e4ischen Union und der Bundesregierung. Der Raps als mit Abstand wichtigste regionale Eiwei\u00dfquelle in der EU geh\u00f6re zwingend dazu. Erg\u00e4nzt um K\u00f6rnerleguminosen k\u00f6nnten Raps und Sonnenblumen zusammen als Bl\u00fchpflanzen Fruchtfolgen vielf\u00e4ltiger gestalten. Biodiversit\u00e4t und Bodenfruchtbarkeit k\u00f6nnten verbessert werden. Die UFOP fordert deshalb diese Optionen ganzheitlich zu denken und nicht voreilig die notwendigen Nutzungsoptionen auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Diese Kritik richtet die UFOP auch an den Vizepr\u00e4sidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans, dessen Politik zur Umsetzung des Green Deal zu mehr Auflagen und wettbewerbsverzerrenden Bedingungen f\u00fcr den Ackerbau f\u00fchren. Er sollte vielmehr die M\u00f6glichkeiten der regionalen Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr einen nachhaltigen Ackerbau insgesamt in den Blick nehmen \u2013 nachhaltige Biokraftstoffe aus europ\u00e4ischen Anbau m\u00fcssen dazugeh\u00f6ren, fordert die UFOP.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche und europ\u00e4ische Futtermittelmarkt profitiert ma\u00dfgeblich von der Biodieselherstellung aus Raps. Denn in dieser Wertsch\u00f6pfungskette f\u00e4llt Rapsschrot als Koppelprodukt der \u00d6lgewinnung an, betont die Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP). 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