{"id":8364,"date":"2005-09-08T00:00:00","date_gmt":"2005-09-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050908-07n"},"modified":"2005-09-08T00:00:00","modified_gmt":"2005-09-07T22:00:00","slug":"miscanthus-soll-europas-energiebedarf-decken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/miscanthus-soll-europas-energiebedarf-decken\/","title":{"rendered":"Miscanthus soll Europas Energiebedarf decken"},"content":{"rendered":"<p><b>London\/Dublin\/Wien (pte\/07.09.2005\/12:32) &#8211; Begeistert \u00e4u\u00dfern sich Experten aus Gro\u00dfbritannien und den USA \u00fcber eine Verwertung von Elefantengras zur Herstellung von Strom. Beim derzeit in Dublin stattfindenden <a href=\"http:\/\/www.the-ba.net\/\" >Festival of Sciences<\/a> wurde das <a href=\"http:\/\/www.miscanthus.de\/\" >Miscanthus<\/a>-Gras jedenfalls als Option zur Eind\u00e4mmung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen genannt. Ein wesentlicher Vorteil liegt nach Ansicht der Forscher auch darin, dass das Gras extrem schnell w\u00e4chst.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050908-07\/1126089132i4505.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild\"\/>Bis zu vier Meter hoch wird das Miscanthus-Gras, das eigentlich ein Zufallsprodukt aus der Kreuzung von zwei der insgesamt 180 Miscanthus-Arten ist, erkl\u00e4rt Peter Liebhard vom Institut f\u00fcr Planzenbau an der <a href=\"http:\/\/www.boku.ac.at\/\" >Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur<\/a> (Wien) im Interview. Wie der irische Pflanzenexperte Mike Jones berichtet, liegt der Vorteil darin, dass dieses Gras sehr wenig D\u00fcnger braucht und hohe Ertr\u00e4ge aufweist. Der amerikanische Wissenschaftler Steve Long von der University of Illinois gibt an, dass pro Hektar Ertr\u00e4ge von bis zu 60 Tonnen getrocknete Pflanzen zu erzielen sind. In Europa sch\u00e4tzen die Experten den Output auf rund 12 Tonnen pro Hektar.<\/p>\n<p>&#8220;Wenn wir Miscanthus auf nur zehn Prozent der Anbaufl\u00e4chen in den 15 EU-Staaten ansetzen, k\u00f6nnte sie neun Prozent zur Stromherstellung beitragen&#8221;, so Jones. Biomasse liegt bei den Forschern bei der Energiegewinnung ganz oben, denn das CO<sub>2<\/sub>, das die Pflanzen beim wachsen verbrauchen, wird durch ihre Verbrennung wieder ausgeschieden. Dadurch ist die Emission gleich Null. Nach Angaben von Long haben auch 12 Tonnen des Grases einen Energiegehalt von umgerechnet 36 Barrels Roh\u00f6l. Wenn der Roh\u00f6l-Preis bei rund 60 Dollar liegt, w\u00fcrde der potenzielle Wert eines Hektars Miscanthus mehr als 2.100 Dollar ausmachen. <\/p>\n<p>&#8220;Die Bewertung einer Pflanze als Biomasselieferant muss jedoch sehr genau \u00fcberpr\u00fcft werden&#8221;, gibt der Experte Herbert Braun vom Institut f\u00fcr Verfahrens- und Energietechnik an der Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur-Wien zu bedenken. Die Zusammensetzung einer Pflanze sei letztlich entscheidend daf\u00fcr, wie gut sie sich eignet. Es gehe mehr als um Energieinhalte, meint Braun. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich laufen bereits Untersuchungen mit Miscanthus in der EU. &#8220;Allerdings ist Miscanthus nicht unbedingt das optimale Produkt zur thermisch-energetischen Verwertung&#8221;, sagt Liebhard. Es gebe einige Nachteile: &#8220;Zum einen bereitet die Ascheausbringung Probleme, zum anderen f\u00fchrt der hohe Kalium- und Silziumgehalt zu einer h\u00f6heren Versottung im Heizraum. Dort kommt es zur Ablagerung einer glasartigen Schicht&#8221;, erkl\u00e4rt der Wissenschaftler. Der relativ hohe Wassergehalt, der zwischen 25 und 40 Prozent liegt, mache eine Nachtrocknung erforderlich. <\/p>\n<p>Hinsichtlich der Ertr\u00e4ge sei Miscanthus allerdings tats\u00e4chlich positiv zu beurteilen. Dass die in Europa nicht heimische Pflanze zu einer Umweltkatastrophe f\u00fchren kann, schlie\u00dft Liebhard aus, denn beim Miscanthus-Gras gibt es keine Samenbildung. Der hohe Kaliumgehalt sorgt au\u00dferdem daf\u00fcr, dass die Pflanze kaum unter Sch\u00e4dlingsbefall leidet. <\/p>\n<p>Liebhard sieht in der stofflichen Verwertung von Miscanthus jedenfalls gro\u00dfe Chancen. &#8220;Die Pflanze eignet sich zum Beispiel hervorragend zur Herstellung von Zellulose&#8221;. Liebhard schlie\u00dft eine thermische Verwertung nicht grunds\u00e4tzlich aus, meint jedoch, dass der wirtschaftliche Nutzen derzeit nicht gegeben sei.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/uk-erstes-miscanthus-biomasse-kraftwerk\/\" >2003-05-15<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/chinaschilf-soll-erstmals-deutsches-kraftwerk-befeuern\/\" >2000-09-15<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>London\/Dublin\/Wien (pte\/07.09.2005\/12:32) &#8211; Begeistert &auml;u&szlig;ern sich Experten aus Gro&szlig;britannien und den USA &uuml;ber eine Verwertung von Elefantengras zur Herstellung von Strom. 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