{"id":8341,"date":"2005-09-17T00:00:00","date_gmt":"2005-09-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050917-07n"},"modified":"2005-09-17T00:00:00","modified_gmt":"2005-09-16T22:00:00","slug":"alle-wollen-bioethanol-nur-die-mineraloelindustrie-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/alle-wollen-bioethanol-nur-die-mineraloelindustrie-nicht\/","title":{"rendered":"Alle wollen Bioethanol \u2013 nur die Mineral\u00f6lindustrie nicht"},"content":{"rendered":"<p><b>Automobilindustrie, Verbrauchersch\u00fctzer und Politiker aller Couleur verbreiten derzeit angesichts hoher \u00d6lpreise in seltener Eintracht die gleiche Botschaft: Der Einsatz von Biokraftstoffen muss forciert werden, um die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energien zu verringern. &#8220;Beim Biodiesel ist die Markteinf\u00fchrung bereits erfolgreich gelungen, bei Bioethanol dagegen stellt sich derzeit noch die Mineral\u00f6lwirtschaft quer&#8221;, so Petra Sprick, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des <a href=\"http:\/\/www.biokraftstoffverband.de\/\" >Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB)<\/a>. Dabei w\u00e4ren die notwendigen <br \/>Produktionskapazit\u00e4ten in Deutschland bereits vorhanden.<\/b><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund begr\u00fc\u00dft der VDB ausdr\u00fccklich den Vorsto\u00df von Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Pr\u00e4sident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Gottschalk betonte, dass die Autohersteller f\u00fcr einen h\u00f6heren Einsatz biogener Kraftstoffe ger\u00fcstet seien und bef\u00fcrwortet daher einen Schulterschluss mit Mineral\u00f6lwirtschaft und Politik. Auf der IAA stellt Ford nun das erste Flexible Fuel Vehicle (FFV) f\u00fcr Deutschland vor, das sowohl mit Benzin als auch mit einem beliebigen Bioethanol-Anteil \u2013 bevorzugt mit E85, einem Kraftstoff mit 85% Ethanolanteil &#8211; betankt werden kann. Einziges Problem: Es gibt in Deutschland keine Tankstellen, die diesen Kraftstoff anbieten.  <\/p>\n<p>Auch in der Beimischung zu fossilem Ottokraftstoff, f\u00fcr die kein eigenes Tankstellennetz oder Zapfs\u00e4ulen erforderlich w\u00e4ren, weigert sich die Mineral\u00f6lwirtschaft bisher beharrlich, den alternativen Treibstoff einzusetzen. Als Argument werden technische Probleme angef\u00fchrt, vor allem die so genannte Dampfdruckanomalie. Diese entsteht jedoch nur bei Beimischungsquoten von zwei bis vier Prozent. Wird der Beimischungsanteil erh\u00f6ht, steht einer Beimischung aus technischer Sicht nichts mehr im Wege. Die deutschen Bioethanolhersteller verf\u00fcgen bereits heute \u00fcber Kapazit\u00e4ten, die den Einsatz technisch unproblematischer Ethanolanteile im Ottokraftstoff m\u00f6glich machen.  <\/p>\n<p>Andere L\u00e4nder wie Brasilien, USA und Schweden beweisen bereits seit Jahren, dass es L\u00f6sungen gibt. Dort werden nicht nur entsprechende Autos verkauft, sondern es existiert auch das notwendige Tankstellennetz. &#8220;Umso erstaunlicher ist die Zur\u00fcckhaltung der Mineral\u00f6lkonzerne in Deutschland, da sie als international agierende Unternehmen l\u00e4ngst Erfahrung mit Ethanolbeimischungen gesammelt haben&#8221;, so der deutsche Bioethanol-Produzent Claus Sauter. So geh\u00f6rt Shell weltweit zu den gr\u00f6\u00dften Anwendern von Bioethanol in der Zumischung zu Ottokraftstoffen.  <\/p>\n<p>In Deutschland sind die Bioethanol-Hersteller nach eindeutigen Vorlagen aus europ\u00e4ischer und nationaler Politik in Vorleistung gegangen und haben in den vergangenen Monaten entsprechende Kapazit\u00e4ten aufgebaut. Diese sind nun lediglich zur H\u00e4lfte ausgelastet, da die Mineral\u00f6lwirtschaft nicht bereit ist, das Produkt abzunehmen. <\/p>\n<p>Anders sieht es dagegen beim Biodiesel aus. Dieser erfreut sich auch aufgrund steigender \u00d6lpreise verst\u00e4rkter Nachfrage, so dass derzeit alle Hersteller am Limit produzieren. Ein Netz von 1.900 Tankstellen, an denen der Verbraucher Biodiesel in Reinform beziehen kann, dokumentiert den Erfolg des alternativen Kraftstoffes ebenso wie die Tatsache, dass 40% der Produktion mittlerweile in der Beimischung zu fossilem Diesel abgesetzt werden. Damit werden bereits heute vier Prozent des Gesamtdieselmarktes abdeckt.  <\/p>\n<p><b><i>Ausf\u00fchrliche Informationen zu Marktdaten von Biokraftstoffen, politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa sowie zu Forschung und Entwicklung finden sich im VDB-Jahresbericht 2004\/2005. Dieser steht <a href=\"http:\/\/www.biokraftstoffverband.de\/vdb\/\" >auf der VDB-Homepage als Download<\/a> zur Verf\u00fcgung oder kann in gebundener Form bestellt werden.<\/i><\/b>     <\/p>\n<p><b>Ansprechpartner:<\/b> <br \/><a href=\"http:\/\/www.biokraftstoffverband.de\/\" >Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.<\/a><br \/>Petra Sprick, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin <br \/>Tel. 030-72 62 59-12 <br \/>Fax 030-72 62 59-19 <br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:sprick@biokraftstoffverband.de\">sprick@biokraftstoffverband.de<\/a> <br \/>Am Weidendamm 1A  <br \/>10117 Berlin <br \/>Internet <a href=\"http:\/\/www.biokraftstoffverband.de\/\" >www.biokraftstoffverband.de<\/a><\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mineraloel-lobby-blockt-erster-flex-fuel-focus-muss-benzin-tanken\/\" >2005-09-13<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Automobilindustrie, Verbrauchersch&uuml;tzer und Politiker aller Couleur verbreiten derzeit angesichts hoher &Ouml;lpreise in seltener Eintracht die gleiche Botschaft: Der Einsatz von Biokraftstoffen muss forciert werden, um<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8341"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8341\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8341"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}