{"id":8330,"date":"2005-09-21T00:00:00","date_gmt":"2005-09-20T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050921-02n"},"modified":"2005-09-21T00:00:00","modified_gmt":"2005-09-20T22:00:00","slug":"gentechnik-auf-dem-holzweg-gentechnisch-veraenderte-baeume-und-andere-gehoelze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gentechnik-auf-dem-holzweg-gentechnisch-veraenderte-baeume-und-andere-gehoelze\/","title":{"rendered":"Gentechnik auf dem Holzweg &#8211; gentechnisch ver\u00e4nderte B\u00e4ume und andere Geh\u00f6lze"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050921-02\/Cover%20GID.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Cover\"\/><b>Gen-ethischer Informationsdienst<br \/>GID 171, Aug.\/Sept. 2005 <br \/>Schwerpunkt: Geh\u00f6lze<\/p>\n<p>Transgene Ackerpflanzen sind inzwischen in der Wahrnehmung der meisten Menschen angekommen. Gentechnisch ver\u00e4nderte (gv) B\u00e4ume und Str\u00e4ucher werden jedoch von der \u00d6ffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen. Auch aus diesem Grund widmet sich der <a href=\"http:\/\/www.gen-ethisches-netzwerk.de\/gid\/INDEX.HTM\" >Gen-ethische Informationsdienst (GID)<\/a> in seiner aktuellen Ausgabe den gentechnisch ver\u00e4nderten Geh\u00f6lzen. (Nr. 171 &#8211; August\/September 2005; Inhaltverzeichnis und Artikel unter: Gen-ethisches Netzwerk aktuelles Heft)<\/b><\/p>\n<p>Transgene B\u00e4ume und Str\u00e4ucher bergen eine besondere Gefahr. Ihre Sonderrolle in der Bedrohung der biologischen Vielfalt verdanken sie insbesondere ihrer potenziellen Langlebigkeit. Wie Christof Potthof, Redakteur des Gen-ethischen Informationsdienstes, in seinem \u00dcberblick-Artikel zeigt, k\u00f6nnen sie sich \u00fcber Samen und Pollen, zum Teil \u00fcber Wurzeln und scheinbar tote Teilst\u00fccke, wie \u00c4ste, ausbreiten. Ihre Verbreitung ist praktisch nicht zu kontrollieren. Er verdeutlicht, dass die gentechnischen Ver\u00e4nderungen in der Regel vorgenommen werden, um W\u00e4lder in industrielle Produktionsstandorte f\u00fcr den Rohstoff Holz zu verwandeln. <\/p>\n<p>Die besonderen Gefahren transgener B\u00e4ume rufen internationale Kampagnen auf den Plan, die versuchen, gegen diese Art des Raubbaus an der Natur vorzugehen. Diese Arbeit richtet sich zum Beispiel an die Delegierten bei internationaler Abkommen. Ein Ziel ist, dass der Anbau von transgenen Pappeln in Plantagenwirtschaft nicht als Klima-verbessernde Ma\u00dfnahme unter dem Klimaschutz-Protokoll der Vereinten Nationen angerechnet werden kann. Anne Petermann von der Nichtregierungsorganisation Global Justice Ecology Project (USA) beschreibt die internationalen Streitpl\u00e4tze. Sie benennt au\u00dferdem die L\u00fccken in einem unl\u00e4ngst von den Vereinten Nationen ver\u00f6ffentlichen Bericht \u00fcber transgene B\u00e4ume. <\/p>\n<p>International sind Firmen und Konzerne aus der Papier- und Zellstoff-Branche die treibenden Kr\u00e4fte hinter der Forschung und Entwicklung gentechnisch ver\u00e4nderter B\u00e4ume. Dabei spielen die drei Forstb\u00e4ume Pappel, Eukalyptus und Kiefer die zentralen Rollen. Ricardo Carrere, vom World Rainforest Movement, einer in Uruguay angesiedelten Nichtregierungsorganisation, zeigt, welche Firmen und Konzerne die Akteure sind und wie die gro\u00dfen Firmen Einfluss auf die Forschung nehmen. Gv-B\u00e4ume sind seiner Meinung nach &#8220;kein Ergebnis der Evolution&#8221;, sondern &#8220;Ergebnis von Entscheidungen&#8221; in Unternehmen. Die Natur soll f\u00fcr deren langfristige wirtschaftliche Zielen nutzbar gemacht werden, &#8220;ungeachtet der damit zusammenh\u00e4ngenden Risiken und Unsicherheiten.&#8221; <\/p>\n<p>Ganz anders stellt sich das Bild dar, wenn nur die deutsche Szenenerie betrachtet wird. Hier ist es unzweideutig der Staat, der die Entwicklungen voran treibt. Praktisch keine private deutsche Firma zeigt derzeit Interesse, transgene B\u00e4ume oder Str\u00e4ucher zu entwickeln. <\/p>\n<p>Erg\u00e4nzt werden die Artikel durch eine detaillierte Zusammenstellung der Projekte, in denen mit transgenen B\u00e4umen und anderen Geh\u00f6lzen gearbeitet wird. Benjamin K\u00f6hler und Stefanie Golla unterscheiden Forst-, Obst- und Ziergeh\u00f6lze und best\u00e4tigen dabei die These, dass es sich in erster Linie um solche gentechnischen Ver\u00e4nderungen handelt, die eine industriell-arbeitende Forstwirtschaft oder Lebensmittel-Produktion bedienen. <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/problemfall-eukalyptus-plantagen-fuer-zellstoff-in-brasilien\/\" >2005-05-20<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/usa-genbaeume-als-indikatoren-fuer-chemische-angriffe\/\" >2003-09-10<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Gen-ethischer Informationsdienst<br \/>GID 171, Aug.\/Sept. 2005 <br \/>Schwerpunkt: Geh&ouml;lze<\/p>\n<p>Transgene Ackerpflanzen sind inzwischen in der Wahrnehmung der meisten Menschen angekommen. 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