{"id":83079,"date":"2021-01-05T07:26:30","date_gmt":"2021-01-05T06:26:30","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=83079"},"modified":"2020-12-17T13:38:46","modified_gmt":"2020-12-17T12:38:46","slug":"mega-deal-in-der-cannabisbranche-tilray-und-aphria-fusionieren-zu-neuem-marktfuehrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mega-deal-in-der-cannabisbranche-tilray-und-aphria-fusionieren-zu-neuem-marktfuehrer\/","title":{"rendered":"Mega-Deal in der Cannabisbranche: Tilray und Aphria fusionieren zu neuem Marktf\u00fchrer"},"content":{"rendered":"<p>Die beiden b\u00f6rsennotierten kanadischen Cannabisproduzenten Aphria und Tilray haben am Mittwoch ihren Zusammenschluss angek\u00fcndigt. In einem reinen Aktiendeal wollen beide Firmen zum kanadischen Marktf\u00fchrer fusionieren, der laut Bloomberg auf einen B\u00f6rsenwert von rund 4,8 Milliarden kanadischen Dollar kommt, umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Beide Unternehmen kommen zusammen auf einen Umsatz von rund 874 Millionen kanadischen Dollar und lassen damit andere Marktgr\u00f6\u00dfen wie etwa Canopy Growth mit zuletzt rund 440 Millionen Dollar Jahresumsatz weit hinter sich.<\/p>\n<p>Aphria-CEO Irwin Simon begr\u00fcndet den Zusammenschluss damit, dass das Unternehmen au\u00dferhalb Kanadas weiter expandieren m\u00fcsse und Tilray mit seinen internationalen Aktivit\u00e4ten die richtige Antwort darauf sei. Tilray ist in Lateinamerika, Australien, Neuseeland und auch Europa aktiv und betreibt unter anderem den Anbau von Cannabis in Portugal.<\/p>\n<p>Beide Unternehmen sind auch in Deutschland vertreten. Der Markt ist f\u00fcr die kanadischen Firmen interessant geworden, seit im Fr\u00fchjahr 2017 Cannabis f\u00fcr den therapeutischen Einsatz in bestimmten F\u00e4llen erlaubt ist. Tilray bietet auf dem deutschen Markt unter anderem Cannabis-Extrakte f\u00fcr die Behandlung von Patienten an.<\/p>\n<p>Aphria ist der st\u00e4rkere Partner in der Transaktion, die eine sogenannte \u201ereversed acquisition\u201c von Tilray ist. Aphria zahlt einen Aufschlag von 23 Prozent auf den Aktienkurs von Tilray vom 15. Dezember. Die Aphria-Aktion\u00e4re werden k\u00fcnftig rund 62 Prozent der Aktien von Tilray halten. Die Titel der neuen Firma sollen unter dem B\u00f6rsenk\u00fcrzel Tilray an der Nasdaq gehandelt werden.<\/p>\n<p>Aphria-Chef Simon soll der CEO der neuen Firma werden, Tilray-Chef Brendan Kennedy in das Aufsichtsgremium ziehen. Der Abschluss der Transaktion ist f\u00fcr das zweite Quartal kommenden Jahres geplant. Die Aktion\u00e4re von Tilray m\u00fcssen der Transaktion aber noch zustimmen.<\/p>\n<p>Einsparungen durch Zusammenschluss<br \/>\nDer Zusammenschluss der beiden Cannabisfirmen ist aber nicht durch Wachstumspl\u00e4ne getrieben, sondern auch eine Reaktion auf die Konsolidierungstendenzen in der Branche. Nach Goldgr\u00e4berstimmung und H\u00f6henfl\u00fcgen an der B\u00f6rse haben die Unternehmen seit 2018 deutlich an Wert verloren.<\/p>\n<p>Zwar wachsen die Ums\u00e4tze, aber eben auch die Verluste: Aphria hat im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr bei einem Umsatz von 543 Millionen kanadischen Dollar einen Nettoverlust von 84,6 Millionen eingefahren. Tilray meldet f\u00fcr die ersten neun Monate des Gesch\u00e4ftsjahres bei einem Umsatz von 154 Millionen kanadischen Dollar einen Verlust von 268 Millionen.<\/p>\n<p>So wollen die Firmen durch den Zusammenschluss auch Einsparungen erreichen. Die Kosten sollen innerhalb von 24 Monaten um rund 100 Millionen kanadische Dollar pro Jahr gesenkt werden.<\/p>\n<p>Neben dem medizinischen Bereich wollen die Firmen auch mit anderen Produkten mit Cannabis-Inhaltsstoffen wie CBD expandieren \u2013 etwa mit Getr\u00e4nken und Kosmetik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beiden b\u00f6rsennotierten kanadischen Cannabisproduzenten Aphria und Tilray haben am Mittwoch ihren Zusammenschluss angek\u00fcndigt. In einem reinen Aktiendeal wollen beide Firmen zum kanadischen Marktf\u00fchrer fusionieren, der laut Bloomberg auf einen B\u00f6rsenwert von rund 4,8 Milliarden kanadischen Dollar kommt, umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro. 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