{"id":82788,"date":"2020-12-15T07:32:32","date_gmt":"2020-12-15T06:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=82788"},"modified":"2020-12-10T14:17:34","modified_gmt":"2020-12-10T13:17:34","slug":"umweltfreundliche-uferbefestigung-aus-nachwachsenden-rohstoffen-im-praxistest-am-rhein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/umweltfreundliche-uferbefestigung-aus-nachwachsenden-rohstoffen-im-praxistest-am-rhein\/","title":{"rendered":"Umweltfreundliche Uferbefestigung aus nachwachsenden Rohstoffen im Praxistest am Rhein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Viele Uferbefestigungen an Fl\u00fcssen wie Rhein, Elbe oder Weser bestehen aus Steinsch\u00fcttungen. Dabei k\u00f6nnten Pflanzen mit ihren Wurzeln die Ufer genauso gut sch\u00fctzen und b\u00f6ten zudem einen Beitrag zur Biodiversit\u00e4t. Auch die Wasserrahmenrichtlinie der EU fordert, an Binnenwasserstra\u00dfen oberhalb des Mittelwassers die Steinsch\u00fcttungen durch biologische Befestigungssysteme zu ersetzen.<\/strong><\/p>\n<p>Will man Weiden an einem Ufer neu etablieren, braucht es rund drei Jahre, bis die Wurzeln der jungen B\u00e4ume das Ufer alleine sichern k\u00f6nnen. Deshalb werden unter Weidenspreitlagen<strong><sup>1<\/sup><\/strong> Matten, sogenannte Geotextilfilter, ausgelegt, die dem Ufer in den Anfangsjahren Halt geben und von den Pflanzen durchwachsen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_82790\" aria-describedby=\"caption-attachment-82790\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/fileadmin\/news\/fnr\/2020\/News_2020-51_Bioshoreline-klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-82790\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/csm_News_2020-51_Bioshoreline-klein_035f91b69f.jpg\" alt=\"csm_News_2020-51_Bioshoreline-klein_035f91b69f\" width=\"234\" height=\"176\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-82790\" class=\"wp-caption-text\">Das Versuchsfeld am Rhein mit dem Prototyp des Geotextils. Der \u00fcberwiegende Teil der Versuchsfl\u00e4che liegt unter Steinmatratzen, um regelm\u00e4\u00dfig Proben entnehmen zu k\u00f6nnen. Auf einem weiteren Teil werden Weidenspreitlagen etabliert. Foto: Fraunhofer UMSICHT<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit 2016 entwickelt das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT gemeinsam mit drei Unternehmen und der Bundesanstalt f\u00fcr Wasserbau einen solchen Geotextilfilter aus nachwachsenden Rohstoffen. Der Filter soll aus einem Gemisch schnell und langsam abbauender Fasern bestehen, so dass die Wurzeln in ihre Stabilisierungsfunktion im wahrsten Wortsinn hineinwachsen k\u00f6nnen. Nach drei Jahren soll sich der Filter dann vollst\u00e4ndig zersetzen und somit eine umweltfreundliche Alternative zu den bislang \u00fcblichen Kunststofffiltern darstellen, die Jahrzehnte \u00fcberdauern und schwer r\u00fcckbaubar sind.<\/p>\n<p>Als Material eigneten sich Sisalfasern und Fasern aus dem Biopolymer Polylactid (PLA), aus denen ein Filter entstand, der bei Materialkennwerten wie Zugfestigkeit und Filterstabilit\u00e4t den Anforderungen entsprach. Bei Versuchen zur Durchwurzelbarkeit durch Weiden verwuchsen die Wurzeln mit dem Gewebe zu einer kraftschl\u00fcssigen Einheit, was eine gute Stabilit\u00e4t in der Praxis erwarten l\u00e4sst. Wie gut diese tats\u00e4chlich ausf\u00e4llt und wie schnell sich die Fasern biologisch abbauen, soll sich nun in Tests unter realen Bedingungen erweisen. Dazu wurden die Prototypen Anfang 2020 auf einem Uferabschnitt des Rheins bei Worms verlegt. In den n\u00e4chsten Jahren wird sich herausstellen, ob das innovative, biobasierte Befestigungssystem dabei helfen kann, die Ufer unserer Fl\u00fcsse wieder st\u00e4rker zu begr\u00fcnen.<\/p>\n<p>Das Vorhaben \u201eSequentiell biologisch abbaubare Geotextilien f\u00fcr technisch-biologische Uferbefestigungen an Binnenwasserstra\u00dfen (Bioshoreline)\u201c wurde vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) \u00fcber seinen Projekttr\u00e4ger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe gef\u00f6rdert. Der Abschlussbericht steht auf <a href=\"http:\/\/www.fnr.de\/\" target=\"_blank\">www.fnr.de<\/a> \u2013 Projektf\u00f6rderung \u2013 Projektdatenbank unter den F\u00f6rderkennzeichen <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22000815\" target=\"_blank\">22000815<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22020815\" target=\"_blank\">22020815<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fnr.de\/index.php?id=11150&amp;fkz=22020915\" target=\"_blank\">22020915<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><sup>1<\/sup> <\/strong>Verfahren zur Etablierung von Weiden durch fl\u00e4chige Auslage von austriebf\u00e4higen Weiden\u00e4sten, die mit Pfl\u00f6cken und Querriegeln befestigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Uferbefestigungen an Fl\u00fcssen wie Rhein, Elbe oder Weser bestehen aus Steinsch\u00fcttungen. 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