{"id":8261,"date":"2005-08-10T00:00:00","date_gmt":"2005-08-09T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050810-03n"},"modified":"2005-08-10T00:00:00","modified_gmt":"2005-08-09T22:00:00","slug":"lippold-regenerative-energien-weiter-foerdern-interview-im-suedwestrundfunk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/lippold-regenerative-energien-weiter-foerdern-interview-im-suedwestrundfunk\/","title":{"rendered":"Lippold: Regenerative Energien weiter f\u00f6rdern &#8211; Interview im S\u00fcdwestrundfunk"},"content":{"rendered":"<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050810-03\/Lippold.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Lippold\"\/><b>Im <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/\" >SWR<\/a> unterstreicht Dr. Klaus Lippold die weitere F\u00f6rderung regenerativer Energien. Lippold bef\u00fcrwortet einen breiten Energiemix &#8211; und warnt davor, den Kapitalstock bei Kernkraftwerken nicht einfach durch abschalten volkswirtschaftlich zu verschleudern.<\/b><br style=\"clear:left;\"\/><br \/><b>Frage:<\/b> Strategien f\u00fcr eine Energiewende will Bundesumweltminister Trittin heute in Berlin vorstellen. Dazu geh\u00f6rt bekannterma\u00dfen die F\u00f6rderung Erneuerbarer Energien, also Wind, Wasser, Sonnenenergie und Biomasse. Ihr Anteil an der Stromerzeugung soll in den kommenden Jahren weiter steigen, so steht es im EEG, dem dazugeh\u00f6rigen Gesetz. Soll diese Entwicklung auch unter einer m\u00f6glichen schwarz-gelben Regierung fortgesetzt werden? <\/p>\n<p><b>Lippold:<\/b> Es ist selbstverst\u00e4ndlich, dass wir regenerative Energien weiter f\u00f6rdern. Das haben wir sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Wir werden zun\u00e4chst einmal die avisierte Quote von 12,5 Prozent Anteil der Regenerativen an der Stromerzeugung erreichen wollen. Ich glaube, dass das geht. Und wir werden dabei die Akzente etwas anders setzen. Wir sind der Meinung, dass mehr bei Biomasse getan werden muss auf der einen Seite, und dass \u00dcberf\u00f6rderung beim Wind auf der anderen Seite zur\u00fcckgef\u00fchrt werden muss. Ich glaube, das ist eine ganz vern\u00fcnftige Vorgehensweise. <\/p>\n<p><b>Frage:<\/b> Also Ver\u00e4nderungen in dem Sinne, dass die Windenergie zur\u00fcckgefahren wird, die Biomasse mehr gef\u00f6rdert wird. Wie sieht es denn mit dem Solarstrom aus, sollen auch hier die F\u00f6rders\u00e4tze gleich bleiben? <\/p>\n<p><b>Lippold:<\/b> Hier ist es so, dass wir gesagt haben: wir m\u00fcssen sehen, dass wir beim Solarstrom \/ Fotovoltaik nach wie vor Akzente setzen. Das geht nicht anders. Wir wollen bei zukunftsweisenden Technologien weiter mit Vorne sein, also wird hier auch weiter daran gearbeitet werden. <\/p>\n<p><b>Frage:<\/b> Es ist ja nun so, dass es auch um die Wirtschaftlichkeit dieser Erneuerbaren Energien geht, und in diesem Zusammenhang haben wir seit Jahren schon enorm hohe Strompreise. Das EEG und Kraft-W\u00e4rme-Kopplung machen derzeit drei Prozent am Strompreis aus, die \u00d6kosteuer schl\u00e4gt mit 10 Prozent zu Buche, ist aber seit 2003 nicht mehr erh\u00f6ht worden, die Strompreise sind kontinuierlich gestiegen. Was sind denn die Gr\u00fcnde? <\/p>\n<p><b>Lippold:<\/b> Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Strompreise liegen zum Einen in den Quoten, mit denen gef\u00f6rdert werden muss, in dem was wir zus\u00e4tzlich f\u00fcr regenerative Energien ausgeben. Zum Anderen haben wir bei den Energien weltweit zur Zeit eine sehr starke Verknappung, wir haben eine Riesennachfrage zum Beispiel aus China, wir haben dar\u00fcber hinaus auch auf Grund der weltweit &#8211; leider nicht in Deutschland &#8211; guten Konjunktur, eine ganz erhebliche Nachfrage und das wirkt sich aus. Hier wird es darauf ankommen, dass wir \u00fcber einen breiten Energiemix die Vorraussetzungen schaffen, m\u00f6glichst sicher f\u00fcr die Zukunft Energie erzeugen zu k\u00f6nnen und durch diesen breiten Energiemix auch m\u00f6glichst auf Preise Einfluss nehmen zu k\u00f6nnen, soweit man das von der Angebotsseite her kann. <\/p>\n<p><b>Frage:<\/b> CDU und CSU wollen ja, wenn es denn zum Regierungswechsel kommt, den Atomausstieg wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Man verspricht sich davon auch niedrigere Strompreise. Einen solchen Deal hat die Atomindustrie jetzt allerdings abgesagt. Sie sieht auch bei l\u00e4ngeren Laufzeiten keinen Spielraum f\u00fcr Preissenkungen. Wollen Sie das Milliardengeschenk an die Energiekonzerne trotzdem abliefern? <\/p>\n<p><b>Lippold:<\/b> Es gibt kein Milliardengeschenk an die Energiekonzerne. Es gibt eine vom Grundsatz her mehr als plausible Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass wir den vorhandenen Kapitalstock bei Kernkraftwerken nicht einfach durch abschalten volkswirtschaftlich verschleudern wollen, sondern, dass wir \u00fcber eine l\u00e4ngere Laufzeit nutzbar machen wollen. Und das hat nat\u00fcrlich auch \u00fcber ein breiteres Angebot Auswirkungen auf Preise, die sonst deutlicher steigen w\u00fcrden, und ich halte das f\u00fcr sehr richtig. Wenn Sie sehen, welche Energiepolitik zum Beispiel die Chinesen machen, sie setzen auf einen ganz breiten Energiemix um m\u00f6glichst preisg\u00fcnstig an Energie zu kommen. <\/p>\n<p><b>Frage:<\/b> Trotzdem noch mal die Frage: \u00c4ndert die Reaktion der Atomindustrie nichts an Ihrem Festhalten am Ausstieg aus dem Ausstieg? <\/p>\n<p><b>Lippold:<\/b> Das hat nichts mit dieser Reaktion zu tun. Wir werden das tun, was vern\u00fcnftig ist. Und \u00fcber die Konditionen muss verhandelt werden, das ist selbstverst\u00e4ndlich. Dass hier Positionen aufgebaut werden, kann ich verstehen, aber diese Positionen sind nicht die endg\u00fcltigen Positionen. Wir werden dar\u00fcber sehr hart verhandeln, weil wir eine L\u00f6sung brauchen, die f\u00fcr eine wettbewerbsf\u00e4hige Wirtschaft die richtige ist. Das wird sehr hart werden, aber das werden wir auch gut schaffen. <\/p>\n<p>Die Fragen stellte Sabine Hackl\u00e4nder<\/p>\n<p>Mehr zum Thema: \u00a9 CDU\/CSU Bundestagsfraktion 2005\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Im SWR unterstreicht Dr. Klaus Lippold die weitere F&ouml;rderung regenerativer Energien. 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