{"id":82230,"date":"2020-12-02T07:37:48","date_gmt":"2020-12-02T06:37:48","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=82230"},"modified":"2020-11-28T15:03:52","modified_gmt":"2020-11-28T14:03:52","slug":"gruene-methanolproduktion-im-container-format","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/gruene-methanolproduktion-im-container-format\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Methanolproduktion im Container-Format"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_82239\" aria-describedby=\"caption-attachment-82239\" style=\"width: 543px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.e4mewi.de\/assets\/img\/pmat\/E4MeWi_CE.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-82239\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/E4MeWi_CE_sm.png\" alt=\"E4MeWi_CE_sm\" width=\"543\" height=\"407\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CE_sm.png 800w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CE_sm-300x225.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CE_sm-600x450.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 543px) 100vw, 543px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-82239\" class=\"wp-caption-text\">Schema einer nachhaltigen \u00d6konomie mit gr\u00fcnem Methanol als Schnittstelle, wo Abfallgut und erneuerbare Energien miteinander verbunden werden \u00a9 CreativeQuantum GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Methanol wird mit mehr als 100 Millionen Tonnen pro Jahr aus fossilem Erdgas hergestellt. Mit Blick auf das Pariser Klimaabkommen sind die damit zusammenh\u00e4ngenden CO<sub>2<\/sub>-Emissionen nicht akzeptabel. Diesen Aspekt adressiert das Forschungsvorhaben E4MeWi unter Leitung von CreativeQuantum: Ein interdisziplin\u00e4res Team aus Chemikern und Ingenieuren entwickelt in den kommenden drei Jahren eine Chemiefabrik in Containergr\u00f6\u00dfe, die hocheffizient Methanol aus Wasser, Kohlendioxid und Erneuerbaren Energien produziert. Damit k\u00f6nnen in einigen Jahren auch kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen, sowie regionale Versorger dezentral und umweltfreundlich Methanol herstellen. Der Forschungsverbund E4MeWi besteht aus den Startups CreativeQuantum und INERATEC, sowie dem Leibniz-Institut f\u00fcr Katalyse und der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum und dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen. Das Projekt wird seit dem 1.11.2020 und f\u00fcr drei Jahre mit insgesamt 2,0 Millionen Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_82240\" aria-describedby=\"caption-attachment-82240\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.e4mewi.de\/assets\/img\/pmat\/E4MeWi_CO.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-82240\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/E4MeWi_CO_sm-300x225.png\" alt=\"E4MeWi_CO_sm\" width=\"235\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CO_sm-300x225.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CO_sm-1024x768.png 1024w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CO_sm-600x450.png 600w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/E4MeWi_CO_sm.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-82240\" class=\"wp-caption-text\">Modular Beh\u00e4lter f\u00fcr die dezentralisierte Produktion von gr\u00fcnem Methanol &#8211; bei fllexibler Anpassung von Produktionskapazit\u00e4ten \u00a9 CreativeQuantum GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p>E4MeWi steht f\u00fcr Energie-Effiziente Erneuerbare-Energien basierte Methanol-Wirtschaft. Die geplante Chemiefabrik in Containergr\u00f6\u00dfe soll zeigen, dass Methanol um Gr\u00f6\u00dfenordnungen schneller und energieeffizienter aus nachhaltigen Quellen hergestellt werden kann als bisher. Ein weiteres Ziel der Projektpartner ist es, die Technologie so zu gestalten, dass Methanol zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen an Orten hergestellt werden kann, wo g\u00fcnstiger Strom auf lokale CO<sub>2<\/sub>-Emissionen trifft. So k\u00f6nnten in der Vision der E4MeWi-Partner Windkraft- und M\u00fcllverbrennungsanlagen oder Solarenergie- und Biogasanlagen f\u00fcr eine neue Wertsch\u00f6pfung zusammengef\u00fchrt werden, die in eine nachhaltige Rohstoffquelle f\u00fcr die Chemische Industrie m\u00fcndet. Der Mobilit\u00e4tssektor ist ein weiterer Zielmarkt f\u00fcr gr\u00fcnes Methanol, das als Treibstoffzusatz eingesetzt oder f\u00fcr Brennstoffzellen verwendet werden kann.<\/p>\n<p>Dr. Marek Checinski, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Mitgr\u00fcnder von CreativeQuantum aus Berlin, ist einer der Erfinder der in dem Projekt umgesetzten Verfahrensinnovationen. Sein Unternehmen berechnet in Computern chemische und physikalische Eigenschaften von Substanzen und Materialien und kl\u00e4rt chemische Reaktionen und Prozesse im Detail auf.<\/p>\n<p>Aus seinen Erfahrungen sind \u201eChemiker oft skeptisch und zweifeln daran, dass man mit Hilfe von Computern und modernen Algorithmen in der Lage ist, vollkommen neue Verfahren von 0 an zu evaluieren und zu optimieren. Methanol ist eine der bedeutendsten Chemikalien, an der wir das einmal demonstrieren wollten.\u201c Er hat dabei den neuen Capture-and-Hydrogenation-Ansatz (CHA) entwickelt. CreativeQuantum wird dieses Verfahren nun weiter im virtuellen Raum verbessern. Dabei kommen moderne Methoden, wie Genetische Algorithmen und Maschinelles Lernen zum Einsatz.<\/p>\n<p>Das Leibniz-Institut f\u00fcr Katalyse in Rostock (LIKAT) geh\u00f6rt zu den europaweit f\u00fchrenden Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung von homogenen und heterogenen Katalysatoren. In Kooperation mit CreativeQuantum entwickelte die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Matthias Beller und Dr. Kathrin Junge im letzten Jahr den ersten Mangan-basierten Katalysator zur Produktion von Methanol aus Synthesegas. Die Symbiose von gezielten Simulationen und systematischen Laborexperimenten f\u00fchrte dazu, dass beide Partner es in nur vier Monaten von der Idee zur Patentanmeldung schafften. \u201eDie Anforderungen an die am LIKAT entwickelten Katalysatoren sind nicht nur au\u00dferordentliche Selektivit\u00e4t und Aktivit\u00e4t, die f\u00fcr die Wirtschaftlichkeit entscheidend sind. Ganz wesentlich f\u00fcr eine \u00dcberf\u00fchrung in den industriellen Ma\u00dfstab ist auch die Nachhaltigkeit des entsprechenden katalytischen Prozesses. Deswegen setzen wir einen besonderen Fokus auf die Entwicklung edelmetallfreier Homogen-Katalysatoren\u201c, erkl\u00e4rt Matthias Beller.<\/p>\n<p>Unter Leitung von Dr. Ralf Jackstell am LIKAT wird in dem Projekt jetzt die Entwicklung hocheffektiver homogener Katalysatoren zur Umwandlung von Methanol aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid sowie die erstmalige Demonstration technischer Anwendbarkeit mit der damit verbundenen Skalierung der Anlagentechnik vorangetrieben.<\/p>\n<p>INERATEC wird neben der Evaluation neuer Mikroreaktortechnologien auch Container-Anlagen f\u00fcr das Projekt entwickeln und bauen. Die Demonstrationsanlage wird dabei helfen, herauszufinden, ob die Laborergebnisse auch in einer deutlich gr\u00f6\u00dferen Anlage auf dem Feld reproduziert werden k\u00f6nnen. Tim B\u00f6ltken ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Mitgr\u00fcnder von INERATEC. \u201eLokal produziertes Methanol aus nicht-fossilen Rohstoffen, also Erneuerbarer Energie und CO2, ist ein zwingend wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit f\u00fcr die chemische Industrie. Unsere Technologieplattform hilft dabei, den Time-to-Market zu verk\u00fcrzen.\u201c<\/p>\n<p>Prof. Dr. Ulf-Peter Apfel von der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum ist ein ausgewiesener Fachmann in der Elektrokatalyse. Seine Arbeitsgruppe \u00fcbernimmt im E4MeWi-Projekt die Katalysator- und Reaktorentwicklung f\u00fcr die elektrochemische Reduktion von CO<sub>2<\/sub> hin zu Synthesegas. Hierbei greift das Team ebenfalls auf begleitende Simulationen von CreativeQuantum f\u00fcr das Katalysatorscreening zur\u00fcck. Prof. Apfel ist davon \u00fcberzeugt: \u201eNur im Zusammenspiel mit der geeigneten Prozesstechnik kann ein Katalysator sein Potential entfalten. Mit den Berechnungen wird es uns deutlich schneller m\u00f6glich sein, geeignete und optimierte Katalysatoren zu finden und in die neuen Reaktoren einzubauen.\u201c<\/p>\n<p>Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ist der gr\u00f6\u00dfte offene Chemiestandort in Europa und die Wiege der industriellen Elektrochemie mit mehr als 125 Jahren Erfahrung in der Wasserstoffinfrastruktur. Die Standortbetreibergesellschaft unterst\u00fctzt das E4MeWi-Projekt und f\u00fchrt damit sein Engagement in Projekten f\u00fcr eine nachhaltige Chemie und industrielle Kreislaufwirtschaft wie z.B. die Produktion von gr\u00fcnen C1 building blocks, fort.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-82238\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Bildschirmfoto-2020-11-28-um-14.28.14.png\" alt=\"Bildschirmfoto 2020-11-28 um 14.28.14\" width=\"589\" height=\"139\" srcset=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/Bildschirmfoto-2020-11-28-um-14.28.14.png 647w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/Bildschirmfoto-2020-11-28-um-14.28.14-300x71.png 300w, https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/media\/2020\/12\/Bildschirmfoto-2020-11-28-um-14.28.14-600x142.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 589px) 100vw, 589px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Kontakte<\/h3>\n<p>CreativeQuantum<br \/>\nDr. Alexander Janz<br \/>\nTel.: +49 (0)30 9599 911 88<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:kontakt@e4mewi.de\" target=\"_blank\">kontakt@e4mewi.de<\/a><\/p>\n<p>LIKAT<br \/>\nDr. Ralf Jackstell<br \/>\nTel.: +49 (0)381 1281 128<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:ralf.jackstell@catalysis.de\" target=\"_blank\">ralf.jackstell@catalysis.de<\/a><\/p>\n<p>INERATEC<br \/>\nIsabel Fisch<br \/>\nTel.: +49 (0)721 8648 4460<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:isabel.fisch@ineratec.de\" target=\"_blank\">isabel.fisch@ineratec.de<\/a><\/p>\n<p>RUB<br \/>\nProf. Ulf-Peter Apfel<br \/>\nTel.: +49 (0)234 3221 831<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:ulf.apfel@rub.de\" target=\"_blank\">ulf.apfel@rub.de<\/a><\/p>\n<p>Chemiepark-Bitterfeld Wolfen<br \/>\nMax Fuhr<br \/>\nTel.: +49 (0)3493 720 18<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:max.fuhr@chemiepark.de\" target=\"_blank\">max.fuhr@chemiepark.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Methanol wird mit mehr als 100 Millionen Tonnen pro Jahr aus fossilem Erdgas hergestellt. 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