{"id":8202,"date":"2005-06-22T00:00:00","date_gmt":"2005-06-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050622-05n"},"modified":"2005-06-22T00:00:00","modified_gmt":"2005-06-21T22:00:00","slug":"zmp-wettermaerkte-geben-bei-soja-und-raps-den-ton-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/zmp-wettermaerkte-geben-bei-soja-und-raps-den-ton-an\/","title":{"rendered":"ZMP: Wetterm\u00e4rkte geben bei Soja und Raps den Ton an"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit dem bevorstehenden Abschluss der Aussaatarbeiten f\u00fcr US-Sojabohnen gewinnen Spekulationen \u00fcber die Vegetationsbedingungen zunehmend an Gewicht. Hierzulande ist der Einfluss der Wetterm\u00e4rkte auf die \u00d6lsaatenpreise ebenso erkennbar wie in den USA, wenngleich die Rapskurse den Vorgaben vom Sojamarkt deutlich verhaltender folgen.<\/b><\/p>\n<p>In den USA sind die Aussaatarbeiten f\u00fcr Sojabohnen bereits zu 90% abgeschlossen, das sind 6% mehr als Anfang Juni 2004. Doch trotz der flotten Aussaat behielten Skeptiker zuletzt die Oberhand. So wurden die Wetterbedingungen zum Vegetationsstart angesichts der unterdurchschnittlichen Niederschl\u00e4ge von vielen Marktbeteiligten als ung\u00fcnstig beurteilt, was an den US-Terminm\u00e4rkten zu einem kr\u00e4ftigen Anstieg der Sojabohnennotierungen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>An der B\u00f6rse in Chicago legte der Kurs der Juli-Position von Mitte bis Ende Mai um rund 12% auf \u00fcber 685 US-Ct\/bushel zu, das entspricht etwa 206 EUR\/t. Damit wurde der h\u00f6chste Stand seit Mitte August 2004 erreicht.<\/p>\n<p><b>Sp\u00e4tere Termine tendieren auf h\u00f6herem Niveau<\/b><br \/>Der neuerntige November-Termin tendiert dabei sogar noch h\u00f6her als die vorderen Positionen. Unterst\u00fctzung erfuhr die &#8220;Soja-Rally&#8221; auch durch die Aktionen zahlreicher Spekulanten an den US-Terminm\u00e4rkten, die diese Marktentwicklung f\u00fcr sich auszunutzen versuchen.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050622-05\/Preise%20Sojabohnen.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Soja\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>F\u00fcr die kommenden drei bis vier Monate sind damit die Voraussetzungen f\u00fcr empfindliche Kursreaktionenen auf wechselnde Wettermeldungen gegeben. Zuletzt kamen bereits schw\u00e4chere Signale von den US-Sojam\u00e4rkten.<\/p>\n<p><b>Rapskurse folgen den Vorgaben nur z\u00f6gernd<\/b><br \/>Im Sog der Sojahausse zeigten auch die Rapskurse in den vergangenen Wochen eine steigende Tendenz. So bewegte sich der Fronttermin am Terminmarkt Matif in Paris Anfang Juni wieder klar \u00fcber der Linie von 210 EUR\/t, rund 8 bis 10 EUR\/t h\u00f6her als im Vormonat.<\/p>\n<p>Zwar konnte auch der festere US-Dollar den Rapspreisen zuletzt noch etwas Aufwind verleihen, der Spielraum nach oben wird jedoch durch die hohen \u00dcberhangbest\u00e4nde, die zum Schluss des aktuellen Wirtschaftsjahres allein in Deutschland 600.000 bis 800.000 t betragen d\u00fcrften, stark eingeengt. F\u00fcr die EU-25 werden sogar Endbest\u00e4nde in H\u00f6he von rund 1,7 Mio. t erwartet. <\/p>\n<p>Dabei l\u00e4uft die Rapsverarbeitung seit Monaten auf Hochtouren: 2004\/05 werden in den europ\u00e4ischen \u00d6lm\u00fchlen voraussichtlich 12,2 Mio. t Raps verarbeitet, 18% mehr als im Vorjahr. In Deutschland k\u00f6nnten davon allein 5,2 Mio. t geschlagen werden, was einem Plus von 14% entspr\u00e4che. Endbest\u00e4nde beim Raps d\u00fcrften gro\u00df sein.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050622-05\/Oelsaatenverarbeitung%20Deutschland.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"\u00d6lsaatenverarbeitung\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/><b>Aussichten 2005\/06: Gute Ernte<\/b><br \/>Neben den Vorgaben des US-Sojasektors gewannen hierzulande auch erste Angebotsprognosen f\u00fcr das kommende Wirtschaftsjahr an Marktbedeutung. Ein erneutes Rekordergebnis wie 2004 ist zwar nicht zu erwarten, vieles spricht aber f\u00fcr gute Ernteergebnisse.<\/p>\n<p>J\u00fcngsten Sch\u00e4tzungen zufolge d\u00fcrfte die Erzeugung in der EU-25 rund 14 bis 14,5 Mio. t (Vj.: 15,2 Mio. t) erreichen; davon werden voraussichtlich 3,6 bis 3,9 (Vj.: 4,0) Mio. t in Frankreich produziert und 4,5 bis 4,7 (Vj.: 5,2) Mio. t in Deutschland. In Kanada ist trotz einer geringeren Anbaufl\u00e4che von minus 3% ein Ernteergebnis von bis zu 8 Mio. t (Vj.: 7,7 Mio. t) m\u00f6glich.<\/p>\n<p><b>Rapspreise k\u00f6nnten unter Druck geraten<\/b><br \/>Sollten sich diese Prognosen tats\u00e4chlich best\u00e4tigen, k\u00f6nnten die Rapspreise unter kr\u00e4ftigen Druck geraten. In erster Linie sind es allerdings die Impulse vom Sojamarkt, die den Rapsmarkt in den kommenden Wochen in Atem halten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Mit dem bevorstehenden Abschluss der Aussaatarbeiten f&uuml;r US-Sojabohnen gewinnen Spekulationen &uuml;ber die Vegetationsbedingungen zunehmend an Gewicht. 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