{"id":8193,"date":"2005-06-27T00:00:00","date_gmt":"2005-06-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050627-03n"},"modified":"2005-06-27T00:00:00","modified_gmt":"2005-06-26T22:00:00","slug":"kleiepolster-ersetzen-unverrottbare-verpackungsmaterialien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kleiepolster-ersetzen-unverrottbare-verpackungsmaterialien\/","title":{"rendered":"Kleiepolster ersetzen unverrottbare Verpackungsmaterialien"},"content":{"rendered":"<p><b>Forscher der <a href=\"http:\/\/www.tu-chemnitz.de\/\" >Technischen Universit\u00e4t Chemnitz<\/a> haben gemeinsam mit der <a href=\"http:\/\/www.rolle-muehle.de\/\" >Rolle M\u00fchle Waldkirchen<\/a> ein Verpackungsmaterial entwickelt, das vollst\u00e4ndig biologisch abbaubar ist. Die neue \u00d6koverpackung aus Sachsen besteht zu etwa 85 Prozent aus Getreidekleie, die bei der Mehlproduktion anf\u00e4llt.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050627-03\/thumb15494.gif\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Bild\"\/><b>BRANTEX<\/b> <br \/><b>Klaus Nendel (links), Experte f\u00fcr F\u00f6rdertechnik an der TU Chemnitz, und Thomas Rolle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Rolle M\u00fchle Waldkirchen (rechts) pr\u00fcfen den Prototypen einer Verpackung von Werkzeugen.<\/b><\/p>\n<p>Der Verpackungsrohstoff wurde von Forschern der Professur F\u00f6rdertechnik der TU Chemnitz gemeinsam mit der Rolle M\u00fchle aus dem erzgebirgischen Waldkirchen bei Zschopau entwickelt und zur Marktreife gebracht. Mittlerweile werden bereits hochwertige Ger\u00e4te- und Maschinenbauteile, bruchempfindliche Keramiken sowie schwere Rolll\u00e4den in das sto\u00dffeste Kleiekleid geh\u00fcllt. <b>Brantex<\/b> ist der Markenname dieser Verpackung, die ebenso patentrechtlich gesch\u00fctzt ist wie ihr Herstellungsverfahren. &#8220;Nach Gebrauch der Verpackung l\u00e4sst sie sich ohne Einschr\u00e4nkungen innerhalb von zwei bis drei Wochen kompostieren&#8221;, versichert Thomas Rolle, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Rolle M\u00fchle in Waldkirchen. Weitere Einsatzm\u00f6glichkeiten von Brantex sehen die Entwickler in der Bauindustrie, beispielsweise als Schalung oder als Transportverpackung f\u00fcr Fenster und T\u00fcren. &#8220;Damit wollen wir eine interessante Alternative gegen\u00fcber traditionellen Verpackungsmaterialien wie etwa dem Schaumpolystyrol anbieten, das &#8211; wie seine anderen k\u00fcnstlichen Verwandten auch &#8211; praktisch nicht verrottet. F\u00fcr deren kostspielige Entsorgung muss letztendlich der Verbraucher bezahlen.&#8221; <\/p>\n<p>Anders bei <b>Brantex<\/b>: Hier wird Kleie verwendet, die beim Mahlen des Getreides sowieso anf\u00e4llt. Hinzu kommt in geringen Mengen ein ebenfalls abbaubarer Zusatzstoff &#8211; n\u00e4mlich Baumwollfasern. Beide Rohstoffe werden mit Wasser vermischt. Die so entstandene past\u00f6se Masse wird anschlie\u00dfend in Formen gepresst. Hierbei entweicht etwa 40 Prozent des Wassers. Im Anschluss werden die Formk\u00f6rper getrocknet. Und gerade dieser Teil der Prozesskette verlangte den Chemnitzer Wissenschaftlern um Prof. Klaus Nendel eine Menge ab. &#8220;Wir ben\u00f6tigten unz\u00e4hlige Versuche im Labor, bis die mehrstufige Trocknung mittels gro\u00dfer Mikrowellen einwandfrei funktionierte&#8221;, berichtet der F\u00f6rdertechnikexperte der TU Chemnitz. Besonders schwierige, nicht in einem Pressvorgang herstellbare Formen k\u00f6nnen \u00fcbrigens in modularer Bauweise durch Verkleben einzelner Teilformen produziert werden.<\/p>\n<p> Die neuartige \u00d6ko-Verpackung profitiert in erster Linie von den nat\u00fcrlichen Eigenschaften der Getreidekleie. Dazu z\u00e4hlen das R\u00fcckverformungsverm\u00f6gen der Struktur der Kleiepartikel nach mechanischer Belastung und die verkleisternde Wirkung der in der Kleie enthaltenen Weizenst\u00e4rke. Hinzu kommt, dass die lange Struktur der Baumwollfasern f\u00fcr die Festigkeit sorgt. &#8220;St\u00f6\u00dfe werden deshalb von Brantex sehr gut abgefedert&#8221;, berichtet Prof. Nendel. Im Test h\u00e4lt die \u00d6koverpackung dem Aufprall eines 18-Kilo-Hammers aus einem Meter H\u00f6he aus. <\/p>\n<p> Die Verpackungsformk\u00f6rper werden derzeit noch in einer kleintechnischen Versuchsanlage in einem Betriebsteil der Rolle M\u00fchle Waldkirchen produziert. &#8220;Wenn die Wirtschaft positiv auf unsere \u00d6koverpackung reagiert, werden wir expandieren&#8221;, verspricht Thomas Rolle. Das Projekt wurde bisher mit Mitteln der <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/\" >Deutschen Bundesstiftung Umwelt<\/a> sowie von der S\u00e4chsischen Aufbaubank unterst\u00fctzt. F\u00fcr ihre Innovation ist die Rolle M\u00fchle f\u00fcr den &#8220;Mittelstandsoscar 2005&#8221; nominiert.<\/p>\n<p> <b>Weitere Informationen geben<\/b> <br \/>Prof. Dr. Klaus Nendel<br \/>Tel.: 0371-531-23 23<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:klaus.nendel@mb.tu-chemnitz.de\">klaus.nendel@mb.tu-chemnitz.de<\/a> und <\/p>\n<p>Dr. Brit Clau\u00df<br \/>Tel.: 0371-531-27 27<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:brit.clauss@mb.tu-chemnitz.de\">brit.clauss@mb.tu-chemnitz.de<\/a> oder<\/p>\n<p>Thomas Rolle<br \/>Tel.: 03725-3473-0<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:info@rolle-muehle.de\">info@rolle-muehle.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Forscher der Technischen Universit&auml;t Chemnitz haben gemeinsam mit der Rolle M&uuml;hle Waldkirchen ein Verpackungsmaterial entwickelt, das vollst&auml;ndig biologisch abbaubar ist. 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