{"id":81335,"date":"2020-11-11T07:32:38","date_gmt":"2020-11-11T06:32:38","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=81335"},"modified":"2020-11-08T12:12:19","modified_gmt":"2020-11-08T11:12:19","slug":"austernpilze-zum-schutz-vor-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/austernpilze-zum-schutz-vor-corona\/","title":{"rendered":"Austernpilze zum Schutz vor Corona"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_81336\" aria-describedby=\"caption-attachment-81336\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.fh-bielefeld.de\/multimedia\/Hochschulverwaltung\/HSK\/Bilder+Berichterstattung\/FB+%C3%BCbergreifend\/Projekte\/Innovationen+gegen+die+Corona_Krise\/2010_10_13+Sabantina+Pilzymzel-called_by-fh_neu-height-4019-original_page-59880-original_site-fh_neu-view_image-1-width-4500-p-139100.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-81336 size-full\" src=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/2010-10-13-Sabantina-Pilzymzel.jpg\" alt=\"2010-10-13 Sabantina Pilzymzel\" width=\"200\" height=\"179\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-81336\" class=\"wp-caption-text\">Lilian Sabantina zeigt Pilzymzel<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Die Fachhochschule (FH) Bielefeld unterst\u00fctzt im Rahmen der hochschulinternen Initiative \u201eInnovationen gegen die Corona-Krise\u201c aktuell 13 Projekte und kreative Konzepte, die den Umgang mit der Pandemie erleichtern oder helfen sollen, vor Ansteckungen zu sch\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n<p>Unter den gef\u00f6rderten Projekten sind auch zwei unter der Leitung von Dr. Lilia Sabantina, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) und Leiterin der Nachwuchsforschungsgruppe \u201eNanomaterials\u201c. Beim ersten Projekt \u2013 der Entwicklung einer antimikrobiellen Schutzmaske aus Biopolymeren \u2013 kann bereits von Erfolgen berichtet werden.<\/p>\n<p>Zu den Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen gegen den COVID-19-Erreger geh\u00f6rt der Einsatz von sogenannten Alltagsmasken. \u201eDas Tragen handels\u00fcblicher Stoffmasken kann aber kontraproduktiv sein\u201c, erkl\u00e4rt Sabantina. Denn diese haben einen entscheidenden Nachteil: sobald die Stoffmaske durch die Atemluft vollst\u00e4ndig durchn\u00e4sst ist, muss sie gewechselt werden, weil dann die Gefahr einer Infektionsbr\u00fccke zwischen dem Tr\u00e4ger und der Umgebung nicht ausgeschlossen werden kann. Die Idee der Nachwuchsforschungsgruppe ist es nun, eine wiederverwendbare Stoffmaske mit dem Myzel des Pilzes <em>Pleurotus ostreatus<\/em> auf Baumwolle zu entwickeln und dadurch die Vermehrung von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>\u201eWissenschaftlichen Studien zufolge hat <em>Pleurotus Ostreatus<\/em> antioxidative, antivirale, entz\u00fcndungshemmende, antibiotische und cholesterinsenkende Eigenschaften\u201c, erkl\u00e4rt Sabantina. Der Speisepilz ist allgemein als Austernpilz bekannt und wird seit Jahrhunderten kultiviert.<\/p>\n<p>\u201eWir probieren gerne auf den ersten Blick verr\u00fcckt erscheinende Ideen aus\u201c, erz\u00e4hlt Sabantina. \u201eDie ersten Experimente haben wir erfolgreich im Home-Office durchgef\u00fchrt. Das Pilzmyzel w\u00e4chst auf dem nicht sterilisierten Baumwollgewebe auch ohne zus\u00e4tzliche N\u00e4hrstoffquellen sehr gut. Auch die ersten Mikroskopaufnahmen sind gemacht, so dass wir nach nur gut drei Tagen Pilzmyzelwachstum das Ergebnis bereits mit 2.000-facher Vergr\u00f6\u00dferung begutachten konnten\u201c, berichtet das Forschungsteam.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Forschungsschritten testet das Team, ob das Pilzmyzel auch nach Waschvorg\u00e4ngen in dem Baumwollgewebe erhalten bleibt. Auch eine antivirale Wirkung gegen den SARS-CoV-2-Erreger muss noch nachgewiesen werden. Da die Herstellung relativ einfach ist, soll am Ende des Projekts sowohl eine Anleitung zur Fertigung des Myzel-Baumwoll-Verbunds als auch eine Rezeptur f\u00fcr einen einfachen N\u00e4hrstoffboden f\u00fcr Pilzmyzel f\u00fcr zuhause entstehen.<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich sehr, dass die Resonanz auf unsere Schutzmasken-Idee so gro\u00df ist. Mich haben bereits mehrere E-Mails von interessierten Investoren und Privatpersonen erreicht. Ein Chor hat sich sogar als Testgruppe angeboten\u201c, berichtet Sabantina mit einem Augenzwinkern von ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Projektverlauf. \u201eDiese Myzel-Baumwoll-Verbundmaske ist nachhaltig, zu 100% biobasiert, umweltfreundlich und kann nach mehrfachem Gebrauch problemlos entsorgt werden\u201c, f\u00fcgt sie hinzu.<\/p>\n<p>Das zweite bewilligte Forschungsprojekt zu Schutzmasken, welches sie gemeinsam mit Doktorandinnen und Doktoranden der FH-Nachwuchsforschungsgruppe eingereicht hat, steht bereits in den Startl\u00f6chern. \u201eAll das ist sehr spannend und vieles scheint m\u00f6glich in diesen Zeiten. Ich schlie\u00dfe nicht aus, dass wir mit den Schutzmasken ein Start-up gr\u00fcnden\u201c, verr\u00e4t Sabantina.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fachhochschule (FH) Bielefeld unterst\u00fctzt im Rahmen der hochschulinternen Initiative \u201eInnovationen gegen die Corona-Krise\u201c aktuell 13 Projekte und kreative Konzepte, die den Umgang mit der Pandemie erleichtern oder helfen sollen, vor Ansteckungen zu sch\u00fctzen. 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