{"id":8131,"date":"2005-07-14T00:00:00","date_gmt":"2005-07-13T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050714-01n"},"modified":"2005-07-14T00:00:00","modified_gmt":"2005-07-13T22:00:00","slug":"ufop-lehnt-besteuerung-von-biodiesel-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/ufop-lehnt-besteuerung-von-biodiesel-ab\/","title":{"rendered":"Ufop lehnt Besteuerung von Biodiesel ab"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf Ablehnung bei der <a href=\"http:\/\/www.ufop.de\/\" >Union zur F\u00f6rderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP)<\/a> st\u00f6\u00dft der Vorschlag der Bundesregierung eine Teilbesteuerung f\u00fcr Biodiesel einzuf\u00fchren. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesregierung in ihrem aktuell dem Bundestag \u00fcbermittelten Bericht zur Steuerbeg\u00fcnstigung von Biokraftstoffen.<\/b>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bund-will-biodiesel-besteuern\/\" >2005-07-11<\/a>.)<\/p>\n<p>Die Teilbesteuerung zum jetzigen Zeitpunkt einzuf\u00fchren wertet der UFOP-Vorsitzende, Dr. Klaus Kliem, als generell entmutigendes Signal f\u00fcr die sich noch im Aufbau befindlichen Biokraftstoffproduktion. Biodiesel habe hierzulande die Vorreiterrolle unter den Biokraftstoffen \u00fcbernommen und sich zu einer Absatzalternative f\u00fcr die heimische Landwirtschaft entwickelt.<\/p>\n<p>Die UFOP unterstreicht die im Bericht bekr\u00e4ftigte Feststellung, dass auf Basis der heimischen Rapsproduktion bei einem Fl\u00e4chenpotenzial von 1,5 Mio. Hektar nicht nur ein beachtenswerter Beitrag zur Reduzierung der Importabh\u00e4ngigkeit bei Roh\u00f6l und der Treibhausgasbelastung geleistet wird, sondern hiervon auch wichtige Impulse f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung und Arbeitsplatzbindung im l\u00e4ndlichen Raum ausgehen.<\/p>\n<p>Der Rapsanbau lockere nicht nur die Fruchtfolgen auf, er trage im gleichen Umfang zur Reduzierung der strukturellen \u00dcberschussproduktion bei Getreide bei. Dieser Aspekt finde in dem Bericht keine Beachtung, kritisiert der Verband.<\/p>\n<p>Die UFOP bekr\u00e4ftigt in diesem Zusammenhang ihre Position, dass auf nationaler wie auch europ\u00e4ischer Ebene der verst\u00e4rkte Einsatz von Biokraftstoffen nur dann einen dauerhaften Erfolg haben k\u00f6nne, wenn der Rohstoff auch aus heimischer bzw. europ\u00e4ischer Produktion stamme und keine neue Importabh\u00e4ngigkeit entstehe. Dies sei eine f\u00fcr die Biodieselhersteller existenzielle Voraussetzung f\u00fcr eine l\u00e4ngerfristige Steuerbefreiung f\u00fcr Biodiesel. Zudem m\u00fcsse bef\u00fcrchtet werden, dass die hohe Akzeptanz der Biokraftstoffe bei den Verbrauchern in Frage gestellt werde.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung der auf 2 Millionen Tonnen steigenden Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr Biodiesel, entwickle sich zurzeit ein junger Wirtschaftssektor, der in den Anlagenbau gerade erst erhebliche Mittel investiert habe. Diese m\u00fcssen sich jetzt auch amortisieren k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich sei auch der Wettbewerb im Biodieselmarkt sehr hart, stellt die UFOP fest. Die Unternehmen m\u00fcssten zudem mit sehr volatilen Preisentwicklungen sowohl auf der Rohstoff- als auch auf der Produktseite k\u00e4mpfen. <\/p>\n<p>Unter Hinweis auf die Insolvenz der Biodiesel Schwarzheide GmbH mit einer Kapazit\u00e4t von 100.000 Tonnen Mitte 2004, sei die Produktion und die Vermarktung von Biodiesel alles andere als ein Selbstl\u00e4ufer, betont der Verband. Im Gegenteil, die Branche m\u00fcsse sich zur Sicherung des Absatzmarktes zurzeit enormen motortechnischen Anforderungen stellen zur Erf\u00fcllung der strengen Abgasnormen.<\/p>\n<p>Notwendig sei deshalb eine Mindestmarge f\u00fcr die Produktion und Vermarktung von Biodiesel sowie ein wirtschaftlicher Anreiz f\u00fcr Pkw- und Nutzfahrzeugflottenbetreiber. Zu diesem Ergebnis gelange auch die Bundesregierung in ihrem Bericht, begr\u00fc\u00dft die UFOP. Nicht zuletzt als Ergebnis des Wettbewerbs komme ein Teil der Steuerbeg\u00fcnstigung eben bei denjenigen an, die sich bewusst f\u00fcr den Einsatz von Biodiesel entscheiden. <\/p>\n<p>Dieses wichtige Preissignal m\u00fcsse auch in Zukunft zur Sicherung der Absatzentwicklung und der Kundenbindung aufrecht erhalten bleiben, betont der Verband. F\u00fcr Biodiesel als Reinkraftstoff m\u00fcssten prinzipiell die gleichen Rahmenbedingungen gelten wie f\u00fcr Erdgas als Kraftstoff, das bis 2020 steuerbeg\u00fcnstigt sei.<\/p>\n<p>Die Zumischung von Biodiesel in Dieselkraftstoff sieht die UFOP angesichts der gem\u00e4\u00df europ\u00e4ischen Dieselkraftstoffnorm auf 5 Prozent beschr\u00e4nkten Einsatzmenge als ein Marktsegment an, das einen wichtigen Nachfragepuffer darstelle. Jedoch d\u00fcrfe die Zumischung nicht ausschlie\u00dflich wie z. B. in Frankreich favorisiert werden. Die Abh\u00e4ngigkeit von einem Abnehmer f\u00fchre letzten Endes zu Kosten- und Preisdruck, der bis zum Rohstofferzeuger durchgereicht werde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beibehaltung der Steuerbefreiung spreche auch, dass Biodiesel in Deutschland bereits an \u00fcber 1.900 ausschlie\u00dflich Mineral\u00f6lkonzern unabh\u00e4ngigen und damit an etwa jeder 9. \u00f6ffentlichen Tankstelle erh\u00e4ltlich sei. F\u00fcr viele dieser kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen sei Biodiesel inzwischen ein wichtiges Erg\u00e4nzungsangebot im hart umk\u00e4mpften Tankstellenmarkt, stellt die UFOP heraus.<\/p>\n<p>Auch den \u00f6ffentlichen Tankstellen sei es zu verdanken, dass Biodiesel heute in Deutschland und \u00fcber die Grenzen hinaus ein popul\u00e4rer Alternativkraftstoff sei, der mit leuchtend gelben Rapsfeldern assoziiert werde. Nur die Reinkraftstoffvermarktung erm\u00f6gliche eine Rohstoff bezogene Bewerbung von Biodiesel, die schlie\u00dflich auch einen Beitrag leiste das Umweltbewusstsein des Verbrauchers zu sch\u00e4rfen, gibt die UFOP zu bedenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Auf Ablehnung bei der Union zur F&ouml;rderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) st&ouml;&szlig;t der Vorschlag der Bundesregierung eine Teilbesteuerung f&uuml;r Biodiesel einzuf&uuml;hren. Zu diesem Ergebnis<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8131"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8131\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8131"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}