{"id":8107,"date":"2005-05-19T00:00:00","date_gmt":"2005-05-18T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050519-05n"},"modified":"2005-05-19T00:00:00","modified_gmt":"2005-05-18T22:00:00","slug":"kunststofferzeugung-in-deutschland-2004-produktionsrekord-und-umsatzplus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kunststofferzeugung-in-deutschland-2004-produktionsrekord-und-umsatzplus\/","title":{"rendered":"Kunststofferzeugung in Deutschland 2004: Produktionsrekord und Umsatzplus"},"content":{"rendered":"<p><b>Nie zuvor wurden in Deutschland so viele Kunststoffe hergestellt wie im Jahr 2004: Die Produktion stieg um 4,2 Prozent auf 17,5 Millionen Tonnen. Auch bei den Ums\u00e4tzen gibt es nach drei aufeinander folgenden Jahren mit Umsatzr\u00fcckg\u00e4ngen endlich wieder gute Nachrichten: Der Gesamtumsatz mit Kunststoffen &#8220;made in Germany&#8221; lag 2004 bei 19,9 Milliarden Euro. Das bedeutet ein Plus von 10,1 Prozent, hei\u00dfe es in einer Mitteilung von <a href=\"http:\/\/www.plasticseurope.org\/\" >PlasticsEurope Deutschland e.V.<\/a>.<\/b><\/p>\n<p> Die Wirtschaftszahlen f\u00fcr das Jahr 2004, die der Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope jetzt am Rande seiner Mitgliederversammlung in Hamburg vorstellte, belegen eindrucksvoll, dass Deutschland in Europa bei weitem bedeutendster Standort f\u00fcr die Kunststofferzeugung ist: Rund jede dritte Tonne westeurop\u00e4ischen Kunststoffs kommt aus deutscher Produktion.<\/p>\n<p> Auch der Au\u00dfenhandel hat sich 2004 gut entwickelt. Der Au\u00dfenhandelssaldo verzeichnete der Menge nach mit 4,8 Millionen Tonnen ein Plus von 15 Prozent, dem Wert nach mit 6,78 Milliarden Euro sogar ein Plus von 16,1 Prozent &#8211; auch dies ein beredter Beleg daf\u00fcr, in welch hohem Ma\u00dfe Deutschland vom Export lebt.<\/p>\n<p> Der in Hamburg neu gew\u00e4hlte Vorsitzende von PlasticsEurope Deutschland e.V., Dr. G\u00fcnter Hilken (Bayer MaterialScience), erkl\u00e4rte, die Kunststofferzeuger in Deutschland h\u00e4tten sich 2004 trotz eines noch immer schwierigen Umfeldes gut behaupten k\u00f6nnen. Dr. Hilken w\u00f6rtlich: &#8220;Die Produktion wuchs ordentlich, und auch die Umsatzkurve zeigte nach oben. Die Margen der Kunststofferzeuger bleiben aber dennoch weiter unter Druck&#8221;.<\/p>\n<p> Hintergrund sind die stark gestiegenen Preise der wichtigsten Kunststoff-Vorprodukte. So wurde das Roh\u00f6l um etwa 33 Prozent teurer, Ethylen um rund 27 Prozent, Propylen um rund 21 Prozent und Naphta um rund 13 Prozent. Insgesamt entwickelten sich die Margen dank etwas st\u00e4rker steigender Kunststoffpreise zwar positiv, doch liegt zum Beispiel die Marge von Polypropylen noch immer unter der des Jahres 1995.<\/p>\n<p> Auf den resultierenden Kostendruck reagieren die Kunststofferzeuger in Deutschland zur Erhaltung ihrer globalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit mit einem ganzen B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen: Rationalisierung, Umstrukturierung, Fusionen, Akquisitionen und Konzentration.<\/p>\n<p> Der Start ins Jahr 2005 war Dr. Hilken zufolge von der produzierten Menge her eher verhalten, vom Ergebnis her aber durchaus zufriedenstellend. F\u00fcr 2005 erwarten die Kunststofferzeuger in Deutschland nun Zuw\u00e4chse etwas \u00fcber der Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts. &#8220;Wir sind&#8221;, so Dr. Hilken, &#8220;\u00fcberzeugt von unserem Material, das sich immer neue, oft \u00fcberraschende Anwendungsbereiche erobert. Insofern sind wir sicher, dass die Produktions- und Verbrauchskurve auch in Zukunft nach oben zeigen wird&#8221;. Zudem seien Kunststoffe in Deutschland heute anerkannte, von einer breiten Mehrheit akzeptierte Werkstoffe. Diese gesellschaftliche Akzeptanz sei eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/grosse-fortschritte-bei-biokunststoffen\/\" >2005-05-18<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Nie zuvor wurden in Deutschland so viele Kunststoffe hergestellt wie im Jahr 2004: Die Produktion stieg um 4,2 Prozent auf 17,5 Millionen Tonnen. 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