{"id":8097,"date":"2005-05-23T00:00:00","date_gmt":"2005-05-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050523-05n"},"modified":"2005-05-23T00:00:00","modified_gmt":"2005-05-22T22:00:00","slug":"oelsaaten-osteuropa-industrie-kurbelt-produktion-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/oelsaaten-osteuropa-industrie-kurbelt-produktion-an\/","title":{"rendered":"\u00d6lsaaten Osteuropa: Industrie kurbelt Produktion an"},"content":{"rendered":"<p><b>Die \u00d6lsaatenerzeugung in den neuen Beitrittsl\u00e4ndern der europ\u00e4ischen Gemeinschaft fiel 2004 aufgrund einer Zunahme der Anbaufl\u00e4chen und durchweg g\u00fcnstiger Vegetationsbedingungen h\u00f6her aus als in den Jahren zuvor. Ersten Sch\u00e4tzungen zufolge d\u00fcrfte die Ernte 2005 aber trotz der Fl\u00e4chenausdehnungen wieder hinter dem Vorjahr zur\u00fcckbleiben.<\/b><\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050523-05\/oelsaatenbilanz%20neue%20L%C3%A4nder.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"\u00d6lsaatenbilanz\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><br \/>Nachdem das Jahr 2003 infolge der Auswinterungssch\u00e4den und der Sommertrockenheit nur eine eher unterdurchschnittliche Ernte von \u00d6lsaaten in den osteurop\u00e4ischen Beitrittsl\u00e4ndern der EU zulie\u00df, gestaltete sich die Ertragsentwicklung im vergangenen Jahr recht positiv. Im Jahr 2004 wurden insgesamt rund 5 Mio. t \u00d6lsaaten geerntet, das waren 2,2 Mio. t mehr als im Jahr 2003. Die Produktion macht rund 24% des \u00d6lsaatenanbaus in der gesamten EU aus.<\/p>\n<p>Die Anbaufl\u00e4chen f\u00fcr \u00d6lsaaten wurden in Polen, Tschechien, Ungarn, der Slowakei sowie in den baltischen Staaten ausgedehnt. Dabei nahmen die Fl\u00e4chen von Land zu Land recht unterschiedlich zu. Bei Raps fand eine Fl\u00e4chenausdehnung vor allem in Tschechien, Ungarn, Polen und in der Slowakei statt, bei Sonnenblumen insbesondere in Ungarn und der Slowakei. Der Anbau von Sojabohnen ist im Verh\u00e4ltnis zu Sonnenblumen und Raps in den neuen Mitgliedsstaaten der EU unbedeutend. <\/p>\n<p>Auf einer Gesamtanbaufl\u00e4che von knapp 1,8 Mio. ha wurden im Jahr 2004 auf 64% der Fl\u00e4che Raps angebaut, auf 33,5% der Fl\u00e4che Sonnenblumen und nur 2,4% der Fl\u00e4che wurden f\u00fcr den Anbau von Soja genutzt. <\/p>\n<p><b>Mohn, Senf und \u00d6llein<\/b><\/p>\n<p>Die Produktionsfl\u00e4chen von Mohn, Senf oder \u00d6llein nehmen in einigen der neuen Beitrittsl\u00e4nder durchaus einen beachtlichen Umfang ein. Sowohl in Tschechien als auch in der Slowakei spielt der Anbau dieser Kulturen eine Rolle, und zwar sowohl im Binnenmarkt als auch f\u00fcr die Exportgesch\u00e4fte. So hat sich in Tschechien nach Markteinbr\u00fcchen die Erzeugung von Mohn bei 15.000 bis 25.000 t, von Senf bei 15.000 bis 60.000 t und bei \u00d6llein zwischen 2.300 und 5.000 t eingependelt. In Tschechien ist man mit den erzielten Mengen in der Lage, in gro\u00dfem Umfang zu exportieren. In der Slowakei betrug die Mohnproduktion in den Jahren 2000 bis 2003 zwischen 150 bis 160 t und bei Senfsaat zwischen 1.700 und 6.500 t.<\/p>\n<p>Auf dem Balkan, wie beispielsweise in Rum\u00e4nien, Bulgarien oder Serbien und in der GUS, zum Beispiel in der Ukraine oder Kasachstan spielen auch Erdn\u00fcsse oder Baumwolle zur Gewinnung pflanzlicher \u00d6le eine gewisse Rolle.<\/p>\n<p><b>Weitere Ausdehnung des Anbaus<\/b><\/p>\n<p>Infolge der sehr gro\u00dfen Ernte 2004 in Osteuropa haben die Erzeugerpreise f\u00fcr Rapssaat trotz der guten Nachfragesituation nachgegeben. Insgesamt d\u00fcrfte die \u00d6lsaatenanbaufl\u00e4che in den neuen Mitgliedsl\u00e4ndern in diesem Jahr deutlich ansteigen. So veranschlagt der europ\u00e4ische Getreidehandelsverband COCERAL 1,89 Mio. ha \u00d6lsaatenanbaufl\u00e4che zur Ernte 2005. Die Fl\u00e4che liegt knapp 5% \u00fcber der des Vorjahres. <\/p>\n<p>Beim Rapsanbau wird sogar ein Plus von 6% erwartet. Unter Voraussetzung deutlich geringerer Ertr\u00e4ge errechnet COCERAL ein Ernteergebnis in H\u00f6he von 4,2 (Vj.: 5,01) Mio. t \u00d6lsaaten, davon 2,8 (Vj.: 3,42) Mio. t Raps. Diese Entwicklung wird von dem Agrarhandelsunternehmen Toepfer International \u00e4hnlich best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Nicht nur in den mittel- und osteurop\u00e4ischen EU-L\u00e4ndern, sondern auch in der Ukraine und in Russland werden \u00d6lsaaten umfangreich angebaut. Die russische Produktion betrug 2004 rund 4,74 Mio. t und erreichte somit ann\u00e4hernd die Gesamtproduktion in den EU-Beitrittsl\u00e4ndern. In der Ukraine d\u00fcrften es im vergangenen Jahr etwa 3,1 Mio. t \u00d6lsaaten gewesen sein.<\/p>\n<p><b>Zukunftsmarkt Biodiesel<\/b><\/p>\n<p>Die von der EU-Kommission verabschiedete &#8220;Richtlinie zur F\u00f6rderung von Biokraftstoff&#8221; sieht vor, die Mengenanteile von Biokraftstoffen schrittweise von 2,5% in diesem Jahr auf 5,75% bis 2010 zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Diese Richtlinie wird in den neuen EU-Mitgliedstaaten mit unterschiedlicher Intensit\u00e4t umgesetzt. In Tschechien zum Beispiel k\u00f6nnen j\u00e4hrlich 230.000 t Raps als Rohstoff f\u00fcr die Biodieselherstellung durch den Interventionsfonds aufgekauft werden. In Polen will man im nationalen Rahmen die Vorgaben der Europ\u00e4ischen Kommission \u00fcberschreiten. So soll bis 2020 der Anteil von Biokraftstoffen am gesamten hergestellten Kraftstoff 14% betragen. Damit k\u00f6nnte eine j\u00e4hrliche Rapsproduktion von 2 Mio. t Realit\u00e4t werden. Im Jahr 2004 wurden bereits 1,5 Mio. t Raps geerntet. <\/p>\n<p>Der f\u00fchrende tschechische \u00d6lsaatenverarbeiter Setuza hatte 2004 in etwa 10 Mio. Euro, insbesondere in die Abf\u00fcllung von Speise\u00f6len, die Margarineproduktion und in Lagerkapazit\u00e4ten investiert. In diesem Jahr soll eine Glyzerinproduktionst\u00e4tte in Betrieb gehen und es wird an einer Konzeption f\u00fcr den Bau neuer Produktionsst\u00e4tten zur Erzeugung von Rapsmethylester gearbeitet. Die Biodieselproduktion wird bis Ende Juni 2005 mit rund 233 EUR\/t gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>In Polen ging letztes Jahr, in einer zum Unternehmen Orlen geh\u00f6renden Raffinerie, eine der gr\u00f6\u00dften Anlagen Mitteleuropas in Betrieb. In dieser Anlage k\u00f6nnen j\u00e4hrlich 100.000 t Rapsmethylester und 11.000 t Pharmaglyzerin hergestellt werden. In Litauen ist eine Biodieselanlage geplant, die 1.500 b\u00e4uerlichen Unternehmen den produzierten Raps abnehmen soll.<\/p>\n<p><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050523-05\/oelsaaten%20EU%20-%2005.jpg\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"oelsaaten EU\"\/><br style=\"clear:left;\"\/><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050523-05\/ma20.pdf\" >PDF-Download des Originalberichts<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die &Ouml;lsaatenerzeugung in den neuen Beitrittsl&auml;ndern der europ&auml;ischen Gemeinschaft fiel 2004 aufgrund einer Zunahme der Anbaufl&auml;chen und durchweg g&uuml;nstiger Vegetationsbedingungen h&ouml;her aus als in den<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8097"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8097\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8097"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}