{"id":8094,"date":"2005-05-25T00:00:00","date_gmt":"2005-05-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050525-03n"},"modified":"2005-05-25T00:00:00","modified_gmt":"2005-05-24T22:00:00","slug":"mitteleuropaeische-biomassekonferenz-2005-europa-braucht-eine-waermerichtlinie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/mitteleuropaeische-biomassekonferenz-2005-europa-braucht-eine-waermerichtlinie\/","title":{"rendered":"Mitteleurop\u00e4ische Biomassekonferenz 2005: Europa braucht eine W\u00e4rmerichtlinie"},"content":{"rendered":"<p><b>Die im J\u00e4nner in Graz mit gro\u00dfem Erfolg durchgef\u00fchrte Mitteleurop\u00e4ische Biomassekonferenz 2005 zieht ihre Kreise. Das Thema &#8220;Bioenergie f\u00fcr Mitteleuropa&#8221; war noch einmal Anlass f\u00fcr eine Runde von Fachleuten aus den neuen Mitgliedsl\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union, um unter den Fittichen des <a href=\"http:\/\/www.biomasseverband.at\/\" >\u00d6sterreichischen Biomasse-Verbandes<\/a> \u00fcber die Veranstaltung zu reflektieren, Res\u00fcmee zu ziehen und \u00fcber die hoffentlich gemeinsame Zukunft in Sachen energetische Nutzung der Biomasse zu diskutieren.<\/b><\/p>\n<p> Heinz Kopetz, Vorsitzender des Verbandes, moderierte die Sitzung in Wien, an der Experten und politische Vertreter aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien teilnahmen. &#8220;Genau diese L\u00e4nder haben wir auch gezielt auf unserer Konferenz angesprochen, denn dort entscheidet sich jetzt, wie der jeweilige Staat die EU-Zielvorgaben f\u00fcr Erneuerbare Energien erf\u00fcllen will&#8221;, erinnert Kopetz an die Motivation f\u00fcr den Biomassekongress. &#8220;Und es freut mich sehr, dass diese engsten unserer neuen EU-Nachbarn auch alle wieder an einen Tisch gekommen sind, wo es nach der gewaltigen Informations- und Leistungsschau in Graz darum geht, wie wir weitermachen werden. Und besonders, wie wir zusammenarbeiten wollen.&#8221;<\/p>\n<p><b>Europ\u00e4ischer Biomasseaktionsplan<\/b><\/p>\n<p>Hauptpunkt der Debatte bildete der Vorschlag der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr einen Biomasseaktionsplan, der in einer ersten Konsultationsphase bereits in allen Mitgliedsstaaten diskutiert wurde und den es jetzt anzupassen gilt. &#8220;Die Hauptforderung an die Europ\u00e4ische Union, wie sich jetzt in unseren Gespr\u00e4chen in Wien herauskristallisiert hat, ist die Einf\u00fchrung einer EU-W\u00e4rmerichtlinie. Der Bioenergiesektor wird derzeit von zwei europ\u00e4ischen Regelungen gesteuert: Die Richtlinie f\u00fcr \u00d6kostrom und die Biotreibstoff-Richtlinie&#8221;, erkl\u00e4rt Kopetz. &#8220;Analog zu diesen beiden Direktiven brauchen wir dringend ein Reglement f\u00fcr den W\u00e4rmebereich, der rund 50 Prozent des europ\u00e4ischen Energieverbrauchs ausmacht. Dort liegt das gr\u00f6\u00dfte Potenzial f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen &#8211; das m\u00fcssen wir schleunigst n\u00fctzen!&#8221; Besonderes Augenmerk soll hier auf kleine Anlagen, also auf die W\u00e4rmeversorgung privater Haushalte, gelegt werden. Dieser Sektor macht einen beachtlichen Teil aus und k\u00f6nnte mit entsprechenden gesetzlichen Ma\u00dfnahmen leicht innerhalb weniger Jahre von fossil auf erneuerbar umgestellt werden. &#8220;Das gleiche gilt \u00fcbrigens f\u00fcr den \u00f6sterreichischen W\u00e4rmemarkt, aber hierzulande wird leider noch immer der Einbau von \u00d6l- und Gasheizungen subventioniert&#8221;, gibt Kopetz zu bedenken.<\/p>\n<p><b>Mitteleurop\u00e4ische Biomassekonferenz 2007<\/b><\/p>\n<p>Weiter ging es in dem Expertenworkshop um Nachfolgeaktivit\u00e4ten zur Mitteleurop\u00e4ischen Biomassekonferenz 2005. Sowohl Polen als auch Slowenien und die Slowakei haben sich bereit erkl\u00e4rt, eine \u00e4hnliche Tagung zu organisieren. Angepeilt wird das Jahr 2007, und wenn dieser zweite Schritt erfolgreich ablaufen sollte, k\u00f6nnte auch an ein Beibehalten des Zweijahresrhythmus gedacht werden. &#8220;Entscheidend wird sicher die Verf\u00fcgbarkeit einer geeigneten \u00d6rtlichkeit und der entsprechenden nationalen und europ\u00e4ischen Finanzierung sein. Der \u00d6sterreichische Biomasse-Verband wird dazu Gespr\u00e4che initiieren, und wir wollen auf jeden Fall noch diesen Sommer mit den anderen L\u00e4nderorganisationen und -vertretern entscheiden&#8221;, berichtet der Vorsitzende.<\/p>\n<p><b>Gemeinsam f\u00fcr Biomasse<\/b><\/p>\n<p>Neben der geplanten Fortf\u00fchrung der Biomassekonferenz sollen auch die allgemeine Zusammenarbeit forciert und vor allem die Know-how- und Informationsfl\u00fcsse zwischen den L\u00e4ndern angekurbelt werden. Der \u00d6sterreichische Biomasse-Verband soll daf\u00fcr Drehscheibe und Informationsplattform sein. Angedacht sind im Speziellen gemeinsame EU-Projekte. &#8220;Dar\u00fcber hinaus gelingt es uns vielleicht, unsere\u00e4u\u00dferst erfolgreichen Biow\u00e4rme-Seminarreihen f\u00fcr Installateure, Rauchfangkehrer, Baumeister, Lehrer, B\u00fcrgermeister etc. auch in anderen L\u00e4ndern zu etablieren&#8221;, so Kopetz. &#8220;In \u00d6sterreich ist, abgesehen von Wien, schon jeder dritte Installateur oder Rauchfangkehrer ein zertifizierter Biow\u00e4rme-Betrieb. Diese Ausbildungskurse f\u00fcr Professionisten w\u00e4ren wirklich ein \u00f6sterreichischer Exportschlager.&#8221; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Die im J&auml;nner in Graz mit gro&szlig;em Erfolg durchgef&uuml;hrte Mitteleurop&auml;ische Biomassekonferenz 2005 zieht ihre Kreise. 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