{"id":8049,"date":"2005-06-06T00:00:00","date_gmt":"2005-06-05T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050606-03n"},"modified":"2005-06-06T00:00:00","modified_gmt":"2005-06-05T22:00:00","slug":"biokonversion-wie-ingenieure-und-wissenschaft-von-der-natur-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/biokonversion-wie-ingenieure-und-wissenschaft-von-der-natur-lernen\/","title":{"rendered":"Biokonversion: Wie Ingenieure und Wissenschaft von der Natur lernen"},"content":{"rendered":"<p><b>Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4gern, Treibhauseffekt durch Kohlendioxid oder M\u00fcll-Entsorgungsprobleme &#8211; dies alles wird kaum noch Thema sein, wenn &#8220;wir der Natur ihre guten Ideen abluchsen und sie gemeinsam mit Ingenieuren umsetzen&#8221;, so die Vision von Prof. Dr. Garabed Antranikian.<\/b><\/p>\n<p>Der Biotechnologe forscht an der <a href=\"http:\/\/www.tu-harburg.de\/\" >Technischen Universit\u00e4t Hamburg-Harburg (TUHH)<\/a> mit jenen Mikroorganismen, mit denen die Natur schon lange versteht, (Abfall-)Rohstoffe und Energie optimal zu nutzen. &#8221;Sie sind optimale Mitstreiter, damit wir in Zukunft Wirkstoffe, Materialien und Brennstoffe ohne Abfall aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen k\u00f6nnen&#8221;, erkl\u00e4rt der Professor. So genannte Extremophile gelten als besonders robust: Sie \u00fcberleben hohe Salzkonzentrationen, extreme Temperaturen von minus f\u00fcnf bis plus 113 Grad Celsius, vertragen Schwefel oder zersetzen toxische L\u00f6semittel. <\/p>\n<p>Derzeit sucht der Forscher mit seinem Team im Labor die idealen Biokatalysatoren unter Millionen von Mikroorganismen: &#8221;Einige geeignete Helfer haben wir bereits entdeckt, doch weltweit sind noch 98 Prozent dieser genialen Helfer unbekannt&#8221;, wei\u00df Antranikian. Vom Herbst dieses Jahres an sollen neu konstruierte Roboter diese Suche, das so genannte Screening, enorm verk\u00fcrzen.<\/p>\n<p> &#8221;In f\u00fcnf bis zehn Jahren werden wir auch in Deutschland Energie und Chemikalien f\u00fcr neue Stoffe in Bio-Raffinerien erzeugen&#8221;, verweist der Wissenschaftler auf die USA, wo zum Beispiel Ethanol in mittlerweile 90 Anlagen erzeugt wird. Und in Japan werden schon die ersten T-Shirts aus Maisfasern getragen. <\/p>\n<p> &#8221;Die Systeme sind aber noch nicht effektiv&#8221;, meint Antranikian. &#8221;Wir brauchen noch geeignetere Mikroorganismen, die in den Bio-Raffinerien aus Holz- und anderen Pflanzenresten zun\u00e4chst einmal Brennstoff herstellen. Aus den anfallenden Resten k\u00f6nnten dann Chemikalien, wie Polymere f\u00fcr Stoffe, gewonnen werden. Und wenn dann noch etwas \u00fcbrigbleibt, k\u00f6nnte das Baustoffen zugeschlagen werden. Doch in Deutschland stehen wir noch am Anfang.&#8221; <\/p>\n<p>Hier aber ist der Markt der Zukunft zu suchen. Der so genannten wei\u00dfen Biotechnologie, mit deren Hilfe momentan chemische Erzeugnisse im Wert von ca. 32 Milliarden Euro produziert werden, sagt die Unternehmensberatung McKinsey bis 2010 bereits knapp zehnfache Ertr\u00e4ge im Wert von 300 Milliarden Euro voraus. <\/p>\n<p>Um jedoch dieses gewaltige Potenzial nutzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen Naturwissenschaftler und Ingenieure \u00fcbergreifend zusammen wirken. &#8221;Denn wir brauchen nicht nur robuste Mitstreiter, also Mikroorganismen&#8221;, sagt Antranikian, &#8221;wir brauchen auch neue Technologien und Innovationen.&#8221; <\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/rohstoffe-vom-acker-sind-die-zukunft-der-chemischen-industrie\/\" >2005-03-09<\/a>, <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/innovationszentrum-biokatalyse-ein-netzwerk-fuer-die-biokatalyse\/\" >2004-03-30<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bekanntmachung-foerderschwerpunkt-biokonversion\/\" >2003-02-07<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Abh&auml;ngigkeit von fossilen Energietr&auml;gern, Treibhauseffekt durch Kohlendioxid oder M&uuml;ll-Entsorgungsprobleme &#8211; dies alles wird kaum noch Thema sein, wenn &#8220;wir der Natur ihre guten Ideen abluchsen<\/b><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","nova_meta_subtitle":"","footnotes":""},"categories":[5572],"tags":[],"supplier":[],"class_list":["post-8049","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bio-based"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8049","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8049"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8049\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8049"},{"taxonomy":"supplier","embeddable":true,"href":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-json\/wp\/v2\/supplier?post=8049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}