{"id":8041,"date":"2005-06-08T00:00:00","date_gmt":"2005-06-07T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bio-based.eu\/news\/index.php?startid=20050608-08n"},"modified":"2005-06-08T00:00:00","modified_gmt":"2005-06-07T22:00:00","slug":"kritischer-papierbericht-2005-vorgelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/kritischer-papierbericht-2005-vorgelegt\/","title":{"rendered":"Kritischer Papierbericht 2005 vorgelegt"},"content":{"rendered":"<p><b><img SRC=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050608-08\/papierbericht.gif\" align=\"left\" style=\"margin-right:10px;\" BORDER=\"0\" ALT=\"Cover\"\/> Papier ist ein selbstverst\u00e4ndliches Alltagsprodukt &#8211; die meisten Menschen verbrauchen immer mehr davon, ohne sich \u00fcber die Folgen Gedanken zu machen. Selbst in Zeiten verhaltener Konjunktur bleibt der Papiermarkt deshalb ein Wachstumsbereich. Doch die Produktion von Papier ist alles andere als unproblematisch. Das zeigt der heute ver\u00f6ffentlichte Kritische Papierbericht 2005. Er nimmt diesen Industriezweig genauer unter die Lupe und informiert unabh\u00e4ngig, kompetent und aktuell \u00fcber die \u00f6kologischen und sozialen Folgen von Papierproduktion und -verbrauch.<\/b><\/p>\n<p> Herausgegeben wird der Bericht nun bereits im zweiten Jahr von der <a href=\"http:\/\/www.treffpunkt-recyclingpapier.de\/initiative\/\" >Initiative 2000 plus<\/a>, einem Zusammenschluss von Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nden sowie Kommunen, die sich gemeinsam f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Nutzung von Papier engagieren.<\/p>\n<p>207 Kilogramm Papier pro Jahr verbraucht heute durchschnittlich jeder Mensch in Westeuropa. H\u00e4lt der bisherige Zuwachs an, werden es in zehn Jahren bereits 264 Kilogramm sein. Um die Papierproduktion weiter steigern zu k\u00f6nnen, setzt die Industrie zunehmend auf Holz aus rasch nachwachsenden Plantagen. Ein Trend mit dramatischen Folgen: In den \u00e4rmeren L\u00e4ndern des S\u00fcdens werden W\u00e4lder und Ackerland im Einzugsbereich gro\u00dfer Zellstoff-Fabriken in \u00f6de Monokulturen umgewandelt. Indigene V\u00f6lker und Kleinbauern verlieren ihr Land und verarmen. Die auf den Plantagen eingesetzten Pestizide belasten B\u00f6den und Gew\u00e4sser. (Vgl. Meldung vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/problemfall-eukalyptus-plantagen-fuer-zellstoff-in-brasilien\/\" >2005-05-20<\/a>.)<\/p>\n<p>Gegen einen ungebremsten Papierkonsum und seine Folgen setzt der Kritische Papierbericht vielf\u00e4ltige Vorschl\u00e4ge, wie die begrenzte Papierfasermenge besser genutzt werden und die in Deutschland bereits gut funktionierende Altpapiersammlung optimiert werden kann. Die AutorInnen geben n\u00fctzliche Tipps &#8211; f\u00fcr den Papiereinkauf im privaten Bereich ebenso wie im \u00f6ffentlichen Beschaffungs wesen. &#8220;Ich hoffe, dass der Bericht dazu beitr\u00e4gt, dass weitere Menschen das Thema Papier entdecken und an einer Trendwende zu einem nachhaltigen Papierkonsum mitwirken&#8221;, sagt Professor Andreas Troge, Pr\u00e4sident des Umweltbundesamtes und Bundesschirmherr der <a href=\"http:\/\/www.treffpunkt-recyclingpapier.de\/initiative\/\" >Initiative 2000 plus<\/a>.<\/p>\n<p>Die 40seitige Ver\u00f6ffentlichung liefert zudem einen Vergleich internationaler Umwelt- und Sozialstandards. Auch in Deutschland haben jetzt namhafte Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nde einen &#8220;Aufruf an Papierhandel und -industrie f\u00fcr die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards&#8221; verfasst. Sie treten offensiv daf\u00fcr ein, dass sich die Papierindustrie Regeln setzt, die Waldzerst\u00f6rung und Landraub ausschlie\u00dfen. Der Aufruf wird zusammen mit dem Kritischen Papierbericht auf einer \u00f6ffentlichkeitswirksamen Aktion am Freitag, den 10. Juni, in Hamburg pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Jupp Trauth, Evelyn Sch\u00f6nheit: Kritischer Papierbericht 2005, herausgegeben von der Initiative 2000 plus, 40 Seiten, gef\u00f6rdert durch das Umweltbundesamt, Schutzgeb\u00fchr 7,00 Euro zzgl. Versand.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/wp-content\/uploads\/news-images\/20050608-08\/20050607_Kritischer%20Papierbericht_05.pdf\" >Hier PDF-Download des Berichts<\/a><\/p>\n<p><b>Bezug bei:<\/b><br \/><a href=\"http:\/\/www.araonline.de\/\" >Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA e.V.)<\/a><br \/>August-Bebel-Stra\u00dfe 16-18<br \/>33602 Bielefeld<br \/>Tel. 0521-65 943<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:monika.nolle@araonline.de\">monika.nolle@araonline.de<\/a> <\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>Angelika Krumm, <a href=\"http:\/\/www.umwelt.org\/robin-wood\/\" >ROBIN WOOD<\/a>-Papierreferentin<br \/>Tel.: 033 32-25 20 10<br \/>E-Mail: <a href=\"mailto:papier@robinwood.de\">papier@robinwood.de<\/a><\/p>\n<p><b>Dieses Angebot wird im Rahmen des Projektes <\/b><b>&#8220;Zukunftsf\u00e4hig mit Papier in Deutschland&#8221;<\/b> vom <a href=\"http:\/\/www.uba.de\/\" >Umweltbundesamt<\/a> sowie vom <a href=\"http:\/\/www.munlv.de\/\" >Ministerium f\u00fcr Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW<\/a> gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>(Vgl. Meldungen vom <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/internationale-zellstoffkonzerne-zerstoeren-urwaelder-fuer-die-papierproduktion\/\" >2004-02-02<\/a> und <a href=\"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/papiernachfrage-dezimiert-regenwald\/\" >2003-05-30<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b> Papier ist ein selbstverst&auml;ndliches Alltagsprodukt &#8211; die meisten Menschen verbrauchen immer mehr davon, ohne sich &uuml;ber die Folgen Gedanken zu machen. 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