{"id":80364,"date":"2020-10-22T06:55:44","date_gmt":"2020-10-22T04:55:44","guid":{"rendered":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/?p=80364"},"modified":"2020-10-19T19:19:58","modified_gmt":"2020-10-19T17:19:58","slug":"bio-kunststoffe-aus-holz-upm-beginnt-mit-dem-bau-einer-weltweit-einzigartigen-bioraffinerie-in-leuna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renewable-carbon.eu\/news\/bio-kunststoffe-aus-holz-upm-beginnt-mit-dem-bau-einer-weltweit-einzigartigen-bioraffinerie-in-leuna\/","title":{"rendered":"Bio-Kunststoffe aus Holz: UPM beginnt mit dem Bau einer weltweit einzigartigen Bioraffinerie in Leuna"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das finnische Unternehmen UPM hat gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpr\u00e4sident Dr. Reiner Haseloff, UPM Executive Vice President Technology Jyrki Ovaska und InfraLeuna Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Christof G\u00fcnther den ersten Spatenstich f\u00fcr den Bau einer weltweit einzigartigen Bioraffinerie gesetzt.<\/strong><\/p>\n<p>Ab 2022 sollen in Leuna aus nachhaltig erwirtschaftetem Laubholz Biochemikalien gewonnen werden. Diese erm\u00f6glichen f\u00fcr eine Vielzahl von Anwendungen, darunter Textilien, Kunststoffe, Gummi, Kosmetika und Medikamente, sowohl den Verbrauch fossiler Rohstoffe wie auch CO<sub>2<\/sub>-Emissionen deutlich zu reduzieren. Die innovative Bioraffinerie wurde bereits durch das World BioEconomy Forum als The Bio Act of the Year 2020 ausgezeichnet. UPM geht den n\u00e4chsten Schritt in der Weiterentwicklung des eigenen Gesch\u00e4fts von der reinen Papier- und Zellstoffherstellung hin zum Anbieter von Bio\u00f6konomiel\u00f6sungen auf Basis von nachhaltig erwirtschaftetem Holz aus regionalen W\u00e4ldern.<\/p>\n<p>Sachsen-Anhalts Ministerpr\u00e4sident Dr. Reiner Haseloff lobt das nachhaltige Engagement des Unternehmens am Standort Leuna: \u201eSachsen-Anhalt entwickelt sich immer mehr zu einem Land der Zukunftstechnologien. Dazu tr\u00e4gt das Investment ma\u00dfgeblich bei. Der Bau der Bioraffinerie ist eine Schl\u00fcsselinvestition f\u00fcr Leuna und Sachsen-Anhalt. Ich danke dem Unternehmen, dass es sich f\u00fcr Sachsen-Anhalt entschieden hat. Leuna bietet mit seiner gut ausgebauten Infrastruktur ein attraktives Umfeld, wie man es sich besser kaum denken kann.\u201c Insgesamt 550 Millionen Euro investiert UPM in den Bau der Bioraffinerie. Die j\u00e4hrliche Produktionskapazit\u00e4t des Werkes wird bei 220.000 Tonnen liegen.<\/p>\n<p>Ein bedeutsamer Innovationsschritt ist diese Investition insbesondere auch f\u00fcr UPM selbst, wie UPM Executive Vice President Technology Jyrki Ovaska betont: \u201eUnser zentrales Bestreben ist es, Innovationen f\u00fcr eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe zu schaffen. Die Investition in die Bioraffinerie markiert daher einen Meilenstein unserer Unternehmenstransformation, mit der wir noch lange nicht am Ende sind. Sie ist auch aber auch ein Meilenstein f\u00fcr unsere Innovationsarbeit. Die Technologien wurden von UPM \u2013 teilweise gemeinsam mit Partnern \u2013 entwickelt und werden nun in Leuna zur industriellen Reife gebracht.\u201c Ovaska ist es aber auch wichtig zu betonen, dass mit dem Wechsel von fossilen zu nachhaltigen Rohstoffen nur ein Schritt auf dem Weg zu einer verantwortungsvollen Kreislaufwirtschaft getan ist: \u201eGerade im Bereich der Kunststoffe muss es auch weiterhin darum gehen, unn\u00f6tige Verpackungen zu vermeiden und daf\u00fcr zu sorgen, dass die wertvollen Materialien im Recyclingkreislauf und nicht in der Umwelt landen.\u201c<\/p>\n<p>Viele Bestrebungen auf dem Weg zu einer vollst\u00e4ndigen Kreislaufwirtschaft setzen bei der Wiederverwendung und -verwertung der Materialien an. Selten ging es jedoch um das Ausgangsprodukt. Die Prozesse in der Bioraffinerie schlie\u00dfen diese L\u00fccke. So wird Holz aus nachhaltig bewirtschafteten W\u00e4ldern zu Biochemikalien weiterverarbeitet, die dann als Rohstoffe f\u00fcr die Produktion verantwortungsvoller Kunststoffe genutzt werden k\u00f6nnen. \u201eF\u00fcr die Herstellung der Rohstoffe verwenden wir zertifiziertes Buchenindustrieholz aus der forstlichen Waldpflege in der Region und k\u00f6nnen sogar Teile des Baumes verwenden, die sonst nicht verwertet werden k\u00f6nnen, sowie Reststoffe aus S\u00e4gewerken. Damit f\u00f6rdern wir eine nachhaltige Waldwirtschaft und geben Waldbesitzern eine wirtschaftliche Perspektive f\u00fcr die Umwandlung von Nadelw\u00e4ldern in klimastabilere Mischw\u00e4lder\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Michael Duetsch, Vice President, UPM Biochemicals Business. \u201eIn der Bioraffinerie wird das Holz dann weiter zu Biochemikalien verarbeitet, aus denen zum Beispiel Kleidungsst\u00fccke, Autoreifen, M\u00f6bel und PET-Flaschen hergestellt werden k\u00f6nnen und die perfekt in alle bestehenden Wiederverwendungs- und Recyclingsysteme passen. Damit gehen wir einen gro\u00dfen Schritt, um von fossilen zu erneuerbaren Ressourcen zu gelangen.\u201d<\/p>\n<p>Die InfraLeuna, Betreiber der Infrastruktureinrichtungen am Chemiestandort Leuna, investiert selbst mehr als 100 Millionen Euro in die Infrastruktur zur Versorgung der neuen Bioraffinerie. \u201eDie Entscheidung von UPM f\u00fcr Leuna unterstreicht unsere f\u00fchrende Position im Wettbewerb. Nun er\u00f6ffnen sich ganz neue Perspektiven f\u00fcr die Weiterentwicklung der Chemie an unserem Standort Leuna\u201c, erkl\u00e4rt InfraLeuna Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Christof G\u00fcnther. Ministerpr\u00e4sident Dr. Reiner Haseloff zeigt sich ebenfalls erfreut \u00fcber die Entwicklung der Region: \u201eDas Land Sachsen-Anhalt hat sein Versprechen gehalten, das Mitteldeutsche Revier mit Zukunftstechnologien zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Das Bundesland Sachsen-Anhalt unterst\u00fctzt das Investitionsvorhaben von UPM aktiv, unter anderem durch die Bereitstellung von F\u00f6rdermitteln in H\u00f6he von insgesamt knapp 20 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann \u00fcberreichte den Zuwendungsbescheid heute anl\u00e4sslich des Spatenstichs. \u201eDas UPM Projekt steht voll im Zeichen der von uns vorangetriebenen Weiterentwicklung des Chemiestandortes Leuna. Mit der Ansiedlung der Bioraffinerie vergr\u00f6\u00dfern wir das Kompetenzcluster Biotechnologie und \u00f6ffnen neue Zukunftsperspektiven f\u00fcr den Standort. Durch kluge Wirtschaftsf\u00f6rderung stellen wir die Weichen, um Sachsen-Anhalt zum Land der Zukunftstechnologien zu entwickeln\u201c, sagt Prof. Dr. Willingmann.<\/p>\n<h3>Falls Sie weitere Informationen w\u00fcnschen, wenden Sie sich bitte an:<\/h3>\n<p>Dr. Michael Duetsch, Vice President Biochemicals Business, UPM Biochemicals, tel. +49 3461 43 519 5000<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das finnische Unternehmen UPM hat gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpr\u00e4sident Dr. Reiner Haseloff, UPM Executive Vice President Technology Jyrki Ovaska und InfraLeuna Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Christof G\u00fcnther den ersten Spatenstich f\u00fcr den Bau einer weltweit einzigartigen Bioraffinerie gesetzt. Ab 2022 sollen in Leuna aus nachhaltig erwirtschaftetem Laubholz Biochemikalien gewonnen werden. 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